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Dezember 2018
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Das Glück an meiner Seite

Das Glück an meiner Seite

USA 2014 - mit Hilary Swank, Emmy Rossum, Josh Duhamel, Loretta Devine, Jason Ritter u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:You are not you
Genre:Drama
Regie:George C. Wolfe
Kinostart:16.04.2015
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 102 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.DasGlueckAnMeinerSeite-Film.de
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Es ist noch nicht lange her, da war Kate (Hilary Swank) noch eine gefeierte Konzertpianistin. Doch seitdem sie vor anderthalb Jahren die erschütternde Diagnose erhalten hat, dass sie an der Nervenkrankheit ALS leidet, ist in ihrem einst so perfekten Leben nichts mehr, wie es war. Längst braucht sie in fast allen Bereichen des Alltags Hilfe und obwohl sich ihr Mann Evan (Josh Duhamel) liebevoll um sie kümmert, reicht das nicht mehr aus. Obwohl sie sich lange dagegen gesträubt hat, muss Kate einsehen, dass sie eine Pflegerin benötigt. Dass sie sich ausgerechnet für die unerfahrene und chaotische Bec (Emmy Rossum) entscheidet, schreibt Evan zunächst Kates Dickköpfigkeit zu. Doch Obwohl Bec so gar nicht in ihre Welt zu passen scheint, entwickelt sich zwischen den beiden Frauen bald eine ganz besondere Beziehung. Während Kate durch die unangepasste, humorvolle Art ihrer Pflegerin wieder so etwas wie Lebensfreude findet, scheint auch Bec durch die Disziplin und Verantwortung, die ihr abverlangt wird, endlich Halt in ihrem Leben zu finden. Doch beide Frauen wissen, dass ihre gemeinsame Zeit nicht von Dauer ist…

Mit "Das Glück an meiner Seite" hat Regisseur George C. Wolfe ("Das Lächeln der Sterne") extrem manipulatives Gefühlskino inszeniert. Subtil geht er in seinem Bemühen, auf die Tränendrüsen seiner Zuschauer(innen) zu drücken, nicht gerade vor. Und obwohl er dabei so manches Mal verdammt nah am Kitsch vorbeischrammt, funktioniert die Geschichte einer ungewöhnlichen Frauenfreundschaft im Angesicht des Todes erstaunlich gut. Das mag zum einen daran liegen, dass die Geschichte immer dann, wenn sie zu sentimental zu werden droht, immer wieder durch etwas zurückhaltenden Humor aufgelockert wird. Doch in erster Linie ist das Gelingen des Dramas wohl den beiden Hauptdarstellerinnen zu verdanken. Natürlich steht da Hilary Swank als sterbende Pianistin im Vordergrund. Denn ihre Rolle bedarf nicht nur Talent auf dramaturgischer Ebene, sondern auch ein hohes Maß an Körpereinsatz. Wie Kate durch die Krankheit mehr und mehr die Kontrolle über ihren Körper verliert, spielt Swank ebenso überzeugend, wie das Gefühl von Scham und Demütigung, das immer stärker zunimmt, je mehr sie sich von Evan oder Bec auch in sehr intimen Momenten helfen lassen muss.

Doch erst durch den enormen Kontrast zur Figur der chaotischen Bec können sich alle Stärken des Spiels der zweifachen Oscar-Gewinnerin voll entfalten. Und das ist ganz eindeutig Emmy Rossum geschuldet. Sicherlich, ihre Figur ist ein leicht überzogenes Klischee und gerade zu Beginn wirken ihr fehlender Sinn für Verantwortung, Pünktlichkeit oder Höflichkeit einfach nur egoistisch und anstrengend. Doch je mehr diese Fassade bröckelt, desto deutlicher wird auch, wie wichtig gerade ein Mensch wie Bec für Kate in dieser schweren, letzten Phase ihres Lebens ist. Durch die Beziehung zwischen den beiden ungleichen Frauen wird der einen der Weg aus dem Leben erleichtert, während die andere endlich den Halt und Sinn in ihrem zu finden scheint. Und genau das macht diesen Film trotz einiger Klischees und zu dick aufgetragener Momente so bewegend und sehenswert.

Allerdings muss auch gesagt sein, dass der Film nicht unbedingt wie eine Kinoproduktion wirkt, sondern eher wie gute TV-Kost anmutet. Das ist nicht unbedingt negativ zu werten, da die Qualität von Fernsehproduktionen gerade in den letzten Jahren immer besser geworden ist. Doch es ist einfach so, dass der Film nicht auf einer großen Leinwand gesehen werden muss, um seine emotionale Wirkung voll entfalten zu können. Wer bewegende US-Dramen mit ein klein wenig Humor, viel Herz und einer Prise Kitsch liebt, der kann trotzdem das Geld für die Kinokarte investieren. Alle anderen können getrost auf die Heimkinoauswertung oder die TV-Ausstrahlung warten. Das ändert aber nichts an dem verdienten Fazit, und das lautet ganz eindeutig: Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Das Glück an meiner Seite (USA 2014)"
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