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Das Lied des Lebens

Das Lied des Lebens

Deutschland 2012 - mit Bernhard König u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Dokumentarfilm
Regie:Irene Langemann
Kinostart:17.01.2013
Produktionsland:Deutschland 2012
Laufzeit:ca. 92 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.lichtfilm.de
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Musik verfügt über eine ganz besondere Kraft. Daran besteht freilich kein Zweifel. Musik kann uns zu Tränen rühren, sie kann uns Freude machen, in schweren Zeiten Stärke geben und sie kann Menschen zusammen führen. Der Komponist Bernhard König will Menschen der Generation 70plus Helfen, mit Hilfe von Musik neues Glück und neuen Schwung in ihrem Leben zu finden. Dafür hat er sich im Stuttgarter Generationenzentrum Sonnenberg mit einigen Senioren zusammengesetzt und hat lange biografische Interviews mit ihnen geführt. Anhand dieser Gespräche hat der Komponist versucht, alte Traumata und tief sitzende Wünsche musikalisch umzusetzen, um so für Jeden ein ganz persönliches Lied ihres Lebens zu finden. Ein Projekt, das Filmemacherin Irene Langemann mit der Kamera begleitet hat. 

Herausgekommen ist "Das Lied des Lebens", eine mitunter sehr bewegende Dokumentation, die Bernhard Königs Projekt "Alte Stimmen" auf sehr einnehmende Art vorstellt. Dabei folgt ihm die Kamera nicht nur zu seinen Gesprächen und Proben nach Stuttgart, sondern schaut ihm auch bei der Arbeit mit dem Kölner "Experimentalchor Alte Stimmen" über die Schultern. Dass er seinen Gesprächspartnern mitunter sehr schmerzhafte Erinnerungen an die Vergangenheit entlockt und auch immer weiter bohrt, selbst wenn nach etwas Schönem und Fröhlichkeit verlangt wird, mag zunächst etwas befremdlich und auch unangenehm wirken. Doch wenn man dann sieht, wie die Senioren aufblühen, wenn sie mit König ihr Lied des Lebens aufführen dürfen, wird klar, warum der Komponist diese nicht immer leichte Konfrontation mit der Vergangenheit gewählt hat und dass sich diese wirklich bezahlt macht. 

Ob der leidenschaftliche Akkordeonspieler Willi Günther, der seit einem Schlaganfall nicht mehr auf seinem Lieblingsinstrument spielen kann, die erblindete Psychologin Sigrid Thost, die beim gemeinsamen improvisieren mit König am Klavier eine verloren geglaubte Freude am Leben wieder entdeckt, oder der 91jährige Alfred Adamszak, der mit einer ganz besonderen Chorimprovisation das Grauen des Zweiten Weltkriegs verarbeitet, sie alle traten mit Hilfe der Musik aus dem Schatten heraus und  verzaubern nicht nur das Publikum vor Ort, sondern eben auch die Kinozuschauer mit ihrer Offenheit und ihrer Natürlichkeit. 

Sehr positiv wirkt dabei, dass Irene Langemann komplett auf eine erklärende Narrative verzichtet und ihre Rolle vollständig auf die einer Beobachterin reduziert. Dadurch erlaubt sie auch dem Zuschauer einen recht ungefilterten und unverfälschten Einblick in Königs Arbeit. Das ist mal sehr bewegend, mal erfrischend amüsant, dann wieder traurig oder einfach nur schön. "Das Lied des Lebens" ist nicht nur eine interessante, sondern auch eine sehr unterhaltsame Dokumentation, die nicht nur, aber ganz besonders für Zuschauer ab 50 sehenswert ist und irgendwie auch den Wunsch danach erweckt, sich selbst auf die Suche nach dem ganz eigenen Lied des Lebens zu machen. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Das Lied des Lebens (Deutschland 2012)"
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