Veranstaltungen
Dein Event-Kalender für Frankfurt und Rhein-Main
Entdecke auch während der Corona-Krise spannende Veranstaltungen - real oder digital!
Frankfurt-Tipp Jahresgewinnspiel
Frankfurt-Tipp Guide 2020 - jetzt lesen

Dieses Exemplar kaufen

  • DVD
Das Orangenmädchen - DVD

Das Orangenmädchen - DVD

Norwegen / Deutschland 2009 - mit Annie Dahr Nygaard, Mikkel Bratt Silset, Harald Thompson Rosenström, Rebekka Karijord ...

Filminfo

Originaltitel:Appelsinpiken
Regie:Eva Dahr
Verkaufsstart:20.08.2010
Produktionsland:Norwegen / Deutschland 2009
Laufzeit:ca. 77 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Norwegisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:Interviews, Hinter den Kulissen, Musikvideo, Trailer
Label:good!movies
  • whatsapp
  • whatsapp
  • whatsapp
  • whatsapp
Amazon Link : Das Orangenmädchen - DVD

Film: Glauben Sie an die große Liebe auf den ersten Blick? Wenn Ihre Antwort "Ja" lautet, dann ist die Verfilmung von Jostein Gaarders Bestseller "Das Orangenmädchen" auf jeden Fall der richtige Film für Sie. Lautet ihre Antwort "Nein", sollten Sie dem romantischen Drama dennoch eine Chance geben. Denn vielleicht gelingt es dem Film ja auf seine angenehm unaufdringliche Art, auch Sie zum hoffnungslosen Romantiker zu bekehren.

Irgendwo in Oslo, an einem ganz normalen Tag steigt ein ganz normaler junger Mann in eine Straßenbahn. Dass dies allerdings so gar nicht normale Folgen für sein Leben haben wird, kann Jan Olav (Harald Thompson Rosenstrøm) in diesem Moment noch nicht ahnen. Doch plötzlich fällt sein Blick auf eine junge Frau in rotem Mantel, die mit einer Tüte voller Orangen bepackt ist. Und sofort ist es um Jan Olav geschehen. Er kann das Orangenmädchen (Annie Dahr Nygaard) nicht mehr vergessen. Immer wieder fährt er die Strecke ab, um die schöne Unbekannte vielleicht doch noch einmal zu treffen, Gerade, als er glaubt, aufgeben zu müssen, steht er seiner Traumfrau gegenüber...

Jahre später kämpft der junge Georg (Mikkel Bratt Silset) noch immer mit der Wut und der Trauer über den einige Jahre zurückliegenden Tod seines Vaters Jan Olav. Erst ein langer Abschiedsbrief, den Georg während einer Reise in ein Schneegebiet in den norwegischen Bergen liest, könnte ihm den so wichtigen Abschluss bieten. Die Liebesgeschichte, die Georg in dem Brief erzählt bekommt, zeigt dem Jungen seinen Vater in einem ganz neuem Licht und bietet ihm so eine neue Sicht auf seine eigene Zukunft...

Mit "Das Orangenmädchen" hat Eva Dahr, eine der produktivsten Filmemacherinnen Norwegens, ein zauberhaftes modernes Märchen inszeniert, das mit einfachsten Mitteln ganz große Emotionen erwecken kann. Das Zusammenspiel der beiden Handlungsebenen harmonisiert ganz wunderbar, wobei auch jede der beiden Geschichten für sich genommen sehr gut funktionieren.

Eva Dahr ist es sehr gut gelungen, die Essenz von Gaarders Roman heraus zu filtern und daraus etwas ganz Eigenes zu zaubern. So unterscheidet sich ihre Version der Geschichte in vielen Momenten deutlich von der Vorlage des "Sophies Welt" Autors. So tauchen einige wichtige Figuren aus dem Roman, Georgs Großeltern und seine Schwester, ebenso wenig auf, wie die rote Karre, in der sein Vater den Brief mit der Geschichte vom Orangenmädchen im Buch versteckt. Im Film geht Georg einen ganz anderen Weg, zu der auch die Art und Weise gehört, wie er zu dem Abschiedsbrief seines Vaters kommt. Dahrs Version der Geschichte ist in gewisser Weise erwachsener, aber dadurch nicht weniger emotional.

Eingetaucht in eine zurückhaltende, aber sehr schöne Bildsprache, die an Drehorten in Oslo, dem norwegischen Rondane Nationalpark, Erfurt und Sevilla entstanden ist, schafft es "Das Orangenmädchen" in kurzen 80 Minuten, die Zuschauer in eine Welt zu entführen, in der Liebe und Romantik noch wie etwas Magisches anmuten, die gleichzeitig aber auch so real und nachvollziehbar wirkt. Und genau das weckt dann auch beim gewillten Publikum wieder den Glauben an die ganz große Liebe, an die zwischen zwei Seelenverwandten, an die zwischen Vater und Sohn, zwischen Mutter und Kind. Dass dies ganz ohne Kitsch gelingt, ist dem Film ganz hoch anzurechnen.

"Das Orangenmädchen" ist ein auf den ersten Blick völlig unspektakulärer, netter Film, der eigentlich erst im Nachhinein offenbart, wie viel Kraft in seiner Geschichte und deren Inszenierung steckt. Schlicht und doch wunderschön und genau deshalb auch für Liebhaber von romantischem Arthaus-Kino absolut sehenswert!

Bild + Ton: Das saubere Bild der DVD gefällt mit seiner warmen Farbgebung und guten Kontrasten. Auch die Bildschärfe stellt zufrieden. Der Ton ist dezent, das Geschehen beschränkt sich in erster Linie auf die ruhige Filmmusik, auf die Dialoge und zurückhaltend abgemischte Umgebungsgeräusche. Gut!

Extras: Etwas mehr als 20 Minuten an Extras, bestehend aus Interviews (ca. 7 Min.), einem kurzen Blick hinter die Kulissen beim Dreh in Sevilla (ca. 2 Min.), einem Musikvideo zu dem Song "Silk" (ca. 4 Min.), einem kurzen Videotagebuch der Darsteller, das den Dreh in den verschneiten Bergen beleuchtet (ca. 4 Min.) und dem Trailer, hat die DVD zu bieten. Wirklich tiefgehende Informationen über die Dreharbeiten oder die Romanadaption bekommt man hier zwar nicht geboten, kurzweilig und sehenswert ist das Angebot aber allemal. Als zusätzliches Extra liegt der DVD noch eine Audio-CD mit der Single zum Film bei. Eine schöne Zugabe!

Fazit: "Das Orangenmädchen" ist ein bezauberndes romantisches Märchen, das ein Muss für jeden Arthaus-Liebhaber sein dürfte. Die DVD ist technisch gut umgesetzt, verfügt über recht wenig, aber solides Bonusmaterial. Aber hier ist der Film so schön, dass er alleine Grund genug ist, sich diese DVD anzuschaffen. Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

  • Das Orangenmädchen - DVD
  • Das Orangenmädchen - DVD
  • Das Orangenmädchen - DVD

Partner-Tipps für Frankfurt & Umgebung

Empfehlungen von Partnern und Firmen aus oder für die Region.