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Das Verschwinden der Eleanor Rigby

Das Verschwinden der Eleanor Rigby

USA 2014 - mit Jessica Chastain, James McAvoy, William Hurt, Isabelle Huppert, Jess Weixler, Bill Hader u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Disappearance of Eleanor Rigby: Them
Genre:Drama
Regie:Ned Benson
Kinostart:27.11.2014
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 123 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.eleanorrigby-film.de/
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Eleanor (Jessica Chastain) und Connor (James McAvoy) waren einst das, was man gemeinhin ein Traumpaar nennt. Sie schienen wie füreinander gemacht und ihre Liebe wirkte stark genug, um allen kleinen und großen Widrigkeiten des gemeinsamen Lebens standhalten zu können. Es war eine glückliche Liebe, die so schnell zerbrach, wie sie entstanden ist. Denn als ein tragisches Ereignis das an sich harmonische Leben des Paares erschüttert, reagieren Beide völlig unterschiedlich darauf. Während sich Eleanor immer mehr in sich zurückzieht, versucht Connor verzweifelt, wieder zur Normalität in seinem Alltag und auch in der Beziehung zurück zu kehren. Doch als sich Eleanor dazu entschließt, zu verschwinden, scheint das Ende für diese Liebesgeschichte unvermeidbar…

"Das Verschwinden der Eleanor Rigby" hat zwar eine ähnliche Ausgangssituation wie David Finchers "Gone Girl", ist aber kein packender Beziehungs-Thriller, sondern ein leises Ehe-Drama, das als sehr interessantes Filmexperiment gestartet ist. Denn ursprünglich hat Regisseur Ned Benson die Geschichte in zwei Filmen aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Während der erste Teil die Ereignisse aus der Sicht von Eleanor gezeigt hat, wechselte die Perspektive in Teil 2 zu Connor. Die Version, die jetzt in unsere Kinos kommt, ist ein Zusammenschnitt aus den beiden Teilen. Das Ergebnis ist ein sehr gut gespieltes Drama, das einige äußerst intensive Momente zu bieten hat, auf der anderen Seite aber auch ein wenig oberflächlich wirkt.

Das mag daran liegen, dass gerade Eleanor aus einer Gesellschaftsschicht stammt, in der man es sich in Zeiten persönlicher Krisen durchaus mal leisten kann, wieder mit dem Studium zu beginnen oder sich einfach mal eine lange Auszeit im Ausland gönnen kann. Zwar macht dies den Verlust, den Eleanor erleiden musste, für sie nicht weniger schlimm. Doch wird sie auf eine Art aufgefangen, die wohl nur den Wenigsten, die eine ähnlich schwere Zeit durchmachen, vergönnt ist. Und auch Connor steht nur scheinbar mehr in einer nachvollziehbaren Realität, muss er doch nicht nur um seine Ehe und gegen seine Trauer, sondern auch um den Erhalt seines Restaurants kämpfen. Doch auch hier gibt es einen wohlhabenden Papa, dessen erfolgreiches Restaurant der Filius übernehmen kann, wenn es mit seinem eigenen Geschäft nicht klappt – er muss nur sein Ego überwinden und sich dem entfremdeten Vater ein wenig annähern.

Dadurch, dass sich die beiden Protagonisten durch ihre Privilegien voll und ganz auf ihre persönliche Trauerbewältigung konzentrieren können, wird eine gewisse Distanz zu vielen Zuschauern aufgebaut, was die emotionale Intensität der Geschichte deutlich abschwächt. Trotzdem: auch wenn für viele Zuschauer ein gewisser Realitätsbezug fehlen dürfte, funktioniert das Ganze als bewegendes Drama sehr gut. Das liegt in erster Linie daran, dass es James McAvoy und Jessica Chastain sehr gut gelingt, die Gefühle ihrer Figuren sehr authentisch wirken zu lassen. Das gilt nicht nur für ihre Trauer, sondern auch für die große Liebe zueinander, die in Rückblenden zu sehen und durchaus auch zu spüren ist. Und auch die Nebendarsteller sorgen dafür, dass der Film schauspielerisch über jeden Zweifel erhaben ist.

Dass "Das Verschwinden der Eleanor Rigby" ein guter Film ist, steht so insgesamt außer Frage. Doch es ist eben auch ein etwas anstrengendes, deprimierendes Werk, dessen Inszenierung den Zuschauer zu sehr auf Distanz hält, um die emotionale Wirkung erreichen zu können, für die das Potential durchaus vorhanden gewesen wäre. Und deshalb ist der Film trotz einiger sehr guter Momente für Liebhaber ruhiger amerikanischer Arthaus-Dramen nur mit Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Das Verschwinden der Eleanor Rigby (USA 2014)"
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