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August 2018
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Das Wochenende

Das Wochenende

Deutschland 2012 - mit Katja Riemann, Sebastian Koch, Tobias Moretti, Barbara Auer, Sylvester Groth u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Drama
Regie:Nina Grosse
Kinostart:11.04.2013
Produktionsland:Deutschland 2012
Laufzeit:ca. 96 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.daswochenende-film.de/
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Eigentlich wollte Inga (Katja Riemann) mit ihrem Mann Ulrich (Tobias Moretti) zu einem entspannten Urlaub nach Rügen fahren. Doch ein Anruf von ihrer Freundin Tina (Barbara Auer) wirft diese Pläne über den Haufen. Tina lädt die beiden zu einem Besuch auf ihr Landhaus ein. Eigentlich eine nette Idee, wäre da nicht der eher unangenehme Anlass. Denn Ingas Jugendliebe, das ehemalige RAF-Mitglied Jens (Sebastian Koch) wurde nach 18 Jahren überraschend aus der Haft entlassen. Und Tina möchte, dass er beim Start in ein neues Leben von alten Freunden empfangen wird. Auch Henner (Sylvester Groth), der früher zum engsten Kreis um Jens, Inga und Tina gehörte, hat schon zugesagt. Inga sträubt sich zunächst dagegen, will sie Jens doch eigentlich nie wieder sehen. Doch Ulrich überredet sie schließlich dazu, die Einladung anzunehmen. Doch schon wenige Minuten nach der Ankunft von Jens wird klar, dass das Wiedersehen kein Start in eine neue Zukunft, sondern eine unbequeme Reise in die Vergangenheit werden wird. Zumal Jens endlich erfahren möchte, wer ihn seinerzeit verraten hat. Als dann auch noch Gregor (Robert Gwisdek), der gemeinsame Sohn von Inga und Jens, überraschend auftaucht, droht die angespannte Situation endgültig zu eskalieren…

"Das Wochenende" basiert auf Motiven von Bernhard Schlinks gleichnamigen Roman, weicht in einigen Punkten aber derart deutlich von der Vorlage ab, dass Nina Grosses Film nicht wirklich als Adaption zu sehen ist, sondern eher als ein von dem Buch inspiriertes Drama bezeichnet werden sollte. Mit einem starken Darsteller-Ensemble und einigen sehr interessanten Themen, die in der Geschichte behandelt werden, verfügt der Film über jede Menge Potential, das allerdings nur in zu wenigen Momenten wirklich ausgeschöpft werden kann. Denn über weite Strecken ist der Film nur für solche Zuschauer erträglich, die typisch deutsche Betroffenheitsdramen schätzen, in denen es keine echten Sympathieträger gibt und es den Darstellern scheinbar vertraglich verboten wurde, auch mal zu lächeln.

Bei den an sich guten Darsteller und der Thematik hat man gerade als Filmkritiker ständig das Gefühl, dass man diesen Film gut finden muss, dass der Anspruch hier einfach höher wirkt, als der Unterhaltungswert. Doch nicht nur die sich immer stärker ausbreitende Langeweile, die das Drama nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen Kollegen verbreitet hat, hat dieses Gefühl bald völlig zunichte gemacht. Dadurch, dass die Inszenierung nicht wirklich schafft, zu packen, fällt dann doch irgendwann auf, dass sich hinter dem vermeintlichen Anspruch auch nur eine ganze Reihe von schon oft bemühten Klischees verstecken, die auch kunstvoll vorgetragen nicht unbedingt an Qualität gewinnen.

Sicherlich, es gibt genügend Zuschauer, die in dem Film nicht ein prätentiöses Stück deutschen Kinos sehen, das jede Möglichkeit auf Unterhaltung unter einer übertriebenen Schwere erdrückt und im Fernsehen ohnehin viel besser aufgehoben wäre. Nicht umsonst hat das Drama ja auch viele positive Kritiken bekommen, die es in einigen Aspekten ja auch durchaus verdient hat. Dennoch fällt es einfach schwer, Kinobesuchern zu empfehlen, ihr Geld für einen Film auszugeben, in dem sich 90 Minuten lang unsympathische Charaktere mit verbissenen Minen gegenseitig das Leben schwer machen. Als reines Schauspielkino sicherlich empfehlenswert, als Film dagegen wirklich nur für hartgesottene Liebhaber von schwermütigen, in jeder Hinsicht typisch deutschen Dramen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Das Wochenende (Deutschland 2012)"
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