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Dealer - DVD

Dealer - DVD

Frankreich 2014 - mit Dan Bronchinson, Elsa Madeleine, Salem Kali, Bruno Henry u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung - Film:
Ausstattung:

Filminfo

Originaltitel:Dealer
Genre:Thriller, Drama
Regie:Jean Luc Herbulot
Verkaufsstart:06.11.2015
Produktionsland:Frankreich 2014
Laufzeit:ca. 75 Min.
FSK:ab 18 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:Trailer, Interviews, Kurzfilm
Regionalcode:2
Label:Pierrot Le Fou
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Inhalt: Eigentlich hatte der junge Dealer Dan (Dan Bronchinson) gehofft, durch die Geburt seiner Tochter auf den rechten Weg zu finden. Doch stattdessen kamen Jugendknast, die Trennung von der Mutter des Kindes und eine Entfremdung von der Tochter. Doch jetzt will Dan endgültig aussteigen. Er will nach Australien, um dort eine Patisserie zu eröffnen. Doch dafür braucht er Geld. Viel Geld! Da bekommt er ein verlockendes Angebot: wenn er binnen weniger Stunden ein Kilo Koks beschaffen kann, bekommt er dafür genügend Kohle, um ein neues Leben mit seiner Tochter in Australien anfangen zu können. Tatsächlich gelingt es Dan, den Stoff zu beschaffen. Doch dann beginnt ein Höllentrip: er muss das Koks vor der Polizei verstecken, nur um dann kurze Zeit später festzustellen, dass es ihm geklaut wurde. Nun sind 70.000 € einfach verschwunden. Jetzt hat Dan kein Geld, kein Koks und dafür alle gegen sich. Und es bleibt ihm nur wenig Zeit, um sich aus diesem Schlamassel zu befreien…

"Dealer" ist das Spielfilmdebüt von Jean Luc Herbulot, das stark an die Filme von Gaspar Noé oder auch Nicolas Winding Refn erinnert. Deren Klasse kann Herbulots Thriller allerdings noch nicht erreichen. Dafür ist das Ganze noch ein wenig zu überfrachtet. Doch die von Dans zynischem Voice-Over Kommentar begleitete Mischung aus hektischer Handkamera, schnellen Schnitten und einem Spiel mit Farben, Lichteffekten und anderen visuellen Mitteln offenbart eine interessante Mischung aus handwerklichem Geschick und Experimentierfreudigkeit, die – wenn einmal richtig ausgereift – noch einige spannende Filme hervorbringen könnte.

Dans wilder Wettlauf gegen die Zeit mag noch nicht perfekt sein, bietet aber durchaus jede Menge starker und eindringlicher Momente. Herbulot hat einen brutalen und schonungslosen Gangsterfilm inszeniert, der allerdings auch einen Hauch Sarkasmus und tiefschwarzen Humor aufweist. Das macht den Höllentrip, den Dan auf der verzweifelten Suche nach dem geklauten Koks durchlebt, mitunter zwar etwas anstrengend, aber trotz einer gewissen Sperrigkeit auch sehr unterhaltsam. Alleine eine Sequenz, in der er im Eiltempo noch offene Schulden eintreibt, ist wirklich amüsant: begleitet wird diese Szene von einem eingeblendeten Zähler, der zeigt, wie weit Dan noch von dem Betrag entfernt ist, der nötig ist, um nicht nur seinen Traum, sondern auch sein Leben zu verlieren.

"Dealer" ist sicherlich kein Film für ein Massenpublikum. Dafür ist die Inszenierung einfach zu experimentell, zu roh und zu brutal. Doch wer Gangsterfilme abseits des Mainstreams sucht und auch bereit ist, sich auf etwas anstrengendere Kost einzulassen, der sollte hier auf jeden Fall einen Blick riskieren. Sehenswert!

Bild + Ton: Da zum Test nur ein Stream zur Verfügung stand, kann über die finale Bild- und Tonqualität an dieser Stelle keine Auskunft gegeben werden.

Extras: Auch das Bonusmaterial konnte nicht bewertet werden. Angekündigt sind Interviews mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller, der Trailer und ein Kurzfilm.

Fazit: "Dealer" ist hart, schonungslos und extrem anstrengend. Der Film ist ein Trip, auf den man sich einlassen können muss, um nicht am Ende verstört und mit Kopfschmerzen den Fernseher auszuschalten. Wer Filme wie "Pusher" oder "Enter the Void" mag, kann hier aber durchaus einen Blick riskieren – auch wenn Jean Luc Herbulot (noch) nicht in einer Liga mit Nicolas Winding Refn oder Gaspar Noé spielt. Daher gibt es für diese Disc – unter Vorbehalt – durchaus ein: Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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