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September 2018
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Der Butler

Der Butler

USA 2013 - mit Forest Whitaker, Oprah Winfrey, John Cusack, Cuba Gooding Jr., Lenny Kravitz, James Marsden, Robin Williams u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Lee Daniels` The Butler
Genre:Drama
Regie:Lee Daniels
Kinostart:10.10.2013
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 130 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.derbutler-derfilm.de/
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Nachdem er seine Kindheit auf einer Baumwollplantage verbracht hat, wo er mit ansehen musste, wies eine Mutter vergewaltigt und sein Vater ermordet wurde, gelingt Cecil Gaines (Forest Whitaker) das schier Unmögliche: er schafft es, aus diesem leben auszubrechen und sich einen Namen als Diener hochgestellter Herrschaften zu machen. Sein Ruf wird über die Jahre derart gut, dass sogar das Weiße Haus auf ihn aufmerksam wird. Unter Präsident Eisenhower (Robin Williams) bekommt Gaines eine Anstellung im bekanntesten Haus der Welt. Er sieht Präsidenten kommen und gehen, ist bei prägenden Ereignissen der Weltgeschichte anwesend und bekommt so hautnah mit, wie sich sein Land immer stärker verändert. Doch ganz gleich, wie lange er sich im Schatten von mächtigen Männern wie John F. Kennedy (James Marsden), Richard Nixon (John Cusack) oder Ronald Reagan (Alan Rickman) bewegt, seine ganz privaten Sorgen werden dadurch nicht geschmälert – im Gegenteil…

"Der Butler" basiert auf der Lebensgeschichte des Butlers Eugene Allen, der zwischen 1957 und 1986 unter sieben US-Präsidenten im Weißen Haus gedient hat. Drehbuchautor Danny Strong, einst Schauspieler in Serien wie "Buffy – Im Bann der Dämonen" und "Gilmore Girls", gilt seit seinen preisgekrönten Drehbüchern für die HBO-Filme "Recount – Florida zählt nach" und den Sarah Palin Film "Game Change" als Profi wenn es um die clevere, unterhaltsame Aufarbeitung politischer Stoffe geht. Das Problem, mit dem er sich bei "Der Butler" konfrontiert sah, war, dass er nicht ein spezielles Ereignis dramaturgisch umsetzen und sich dabei insbesondere auf die Dialoge konzentrieren konnte, sondern dass er eine mehrere Jahrzehnte umfassende Geschichte erzählen muss. Und wie das bei solchen biografisch geprägten Stoffen oftmals so ist, wirkt auch dieses Drehbuch oft ein wenig gehetzt. Wenn es längere Dialogpassagen gibt, kommt Strongs Stärke voll zum Einsatz. Ansonsten aber bleibt das Geschehen oftmals ein wenig zu oberflächlich oder einfach zu kurz, um wirklich mitreißen zu können.

Regisseur Lee Daniels versucht dem Ganzen mit einer ganzen Heerschar an großartigen Darstellern entgegen zu wirken. Ob Robin Williams, Jane Fonda, Vanessa Redgrave, Liev Schreiber, John Cusack oder Alan Rickman, selbst für kleine Miniauftritte hat Daniels wirklich erstklassige Mimen vor die Kamera geholt. Die kleine Riege an Hauptdarstellern, allen voran Forest Whitaker und US-Talkshow-Legende Oprah Winfrey, liefert in jeder Sekunde hervorragende Leistungen ab und selbst die Musiker und Gelegenheits-Schauspieler Lenny Kravitz und Mariah Carey verstehen es erstklassig, hinter ihren Charakteren zu verschwinden und darstellerisch vollkommen zu überzeugen. Dadurch wird "Der Butler" zu ganz großem und durchaus beeindruckenden Schauspieler-Kino.

Auch was die Leistung der Makeup Künstler und der Ausstattung angeht, spielt der Film in der ersten Liga. Dennoch kann das Drama nicht in allen Aspekten überzeugen. Gerade im Vergleich zu Daniels` letzten beiden Filmen "Precious" und "The Paperboy", die auf ihre Art eher dreckig, unbequem und auch ein wenig unangepasst waren, wirkt "Der Butler" einfach viel zu glatt. Selbst in Szenen, die erschüttern und emotional aufwühlen, bleibt die Inszenierung hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zu sehr scheint das Ganze auf den Gewinn möglichst vieler Oscar-Statuen ausgerichtet zu sein und da muss natürlich stets die Political Correctness gewahrt werden.

Zwar ertrinkt das Ganze erst in den letzten Minuten in etwas zu aufdringlichem Pathos, mit dem sich Daniels ansonsten angenehm zurückhält. Dennoch hätten seiner Inszenierung etwas mehr Ecken und Kanten wirklich gut getan, um aus einem guten Film ein sehr gutes Werk zu machen, das beim Zuschauer einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlässt. Daher gilt: in erster Linie aufgrund des großartigen Darsteller-Ensembles mit kleinen Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Der Butler (USA 2013)"
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