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Dezember 2017
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Der dunkle Turm

Der dunkle Turm

USA 2017 - mit Idris Elba, Matthew McConaughey, Tom Taylor, Katheryn Winnick u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Dark Tower
Genre:Fantasy, Abenteuer
Regie:Nikolaj Arcel
Kinostart:10.08.2017
Produktionsland:USA 2017
Laufzeit:ca. 95 Min
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.DerDunkleTurm-Film.de
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Immer wieder wird der zwölfjährige Jake Chambers (Tom Taylor) von merkwürdigen Visionen heimgesucht. Darin sieht er einen dunklen Turm und einen geheimnisvollen Revolvermann (Idris Elba), der gegen den Mann in Schwarz (Matthew McConaughey) und dessen Schergen kämpft. Seine Umwelt hält Jake für einen Träumer, der mit diesen Geschichten den Tod seines Vaters verarbeitet. Seine Mutter und sein Steifvater wollen Jake sogar in eine Klinik einweisen lassen. Doch der Junge kann fliehen und gelangt durch ein Portal in einem alten Haus aus seinen Visionen in eine fremde Welt. Hier in Mid-World trifft er auf den Revolvermann Roland, dessen einziges Ziel es ist, Walter, den Mann in Schwarz, zu töten und somit den dunklen Turm zu retten und seine von Walter ausgelöschte Familie zu rächen. Jake scheint der Schlüssel zu allem zu sein – doch auch für Walter ist der Junge von unschätzbaren Wert. Der Kampf um den dunklen Turm und damit um die vielen Welten, die er beschützt, hat begonnen…

Zu behaupten, "Der dunkle Turm" wäre eine werksgetreue Adaption der beliebten Fantasy-Reihe aus der Feder von Stephen King wäre etwa so, als würde man sagen, "Der Pate" sei eine Verfilmung des Telefonbuchs von New York. Ja, es kommen Namen und Orte vor, die man aus dem Buch kennt, doch ansonsten geht die von Fans so lange erwartete Verfilmung ganz eigene Wege. Dabei standen Nikolaj Arcel und seine Co-Autoren vor einer sehr schwierigen Aufgabe: Einerseits mussten sie eine Geschichte und Welten entwerfen, die bei Erfolg noch zu einem großen Epos ausgebaut werden können. Auf der anderen Seite wollten sie – aus dem Misserfolg einiger begonnener und nie zu Ende geführter Adaptionen anderer Romanreihen gelernt – einen Film schaffen, der auch ganz für sich alleine stehen könnte.

Beides ist ihnen weder vollkommen gelungen, noch komplett missglückt. Ganz klar: Wer die Bücher kennt und liebt wird von diesem Film über weite Strecken enttäuscht sein. Die Besetzung ist gut, wobei gerade Idris Elba und Tom Taylor überzeugen können. Und es gibt einige Momente, in denen der Geist der Bücher durchaus zu spüren ist. Doch es gibt einige Unterschiede zur Buchvorlage, gerade den Mann in Schwarz betreffend, bei denen sich Fans wirklich die Nackenhaare aufstellen. Zudem suggeriert der Film, dass dies in erster Linie Jakes Geschichte ist. Das ist in den Büchern natürlich nicht der Fall. Jake ist für Roland ein wichtiger Gefährte. Er ist ein wichtiges Puzzleteil für die Geschichte – doch es ist und bleibt Rolands Reise, der man als Leser folgt.

Unter denen, die alle Bände der Reihe verschlungen haben und bei denen Stephen Kings Magnum Opus heftiges Kopfkino ausgelöst hat, wird es wohl nur Wenige geben, die von diesem Film begeistert sein werden. Doch wie sieht das für solche Zuschauer aus, die noch keines der Bücher gelesen haben? Hier muss ich auch als Fan der Bücher ehrlich sein: Denen wird ein solides Fantasy-Abenteuer geboten. Sicherlich, auch dann hat der Film noch seine Schwächen, die unter anderem auch der geringen Laufzeit geschuldet sind. Doch eines muss man ihm zugutehalten: Er ist nie wirklich langweilig. Idris Elba ist wie immer eine coole Socke, selbst dann, wenn er extrem dünne Dialoge von sich geben muss. Die Action ist ordentlich umgesetzt und die zahlreichen Anspielungen auf verschiedene King-Romane sorgen bei Fans dann doch immer wieder für ein zufriedenes Lächeln.

Natürlich ist es schade, dass "Der dunkle Turm" nicht der Film geworden ist, der er hätte sein können. Es ist leider nicht der düstere Startschuss zu einem Epos voller Fantasy, Horror, Abenteuer und Verstrickungen zu anderen King-Romanen und Werken der Pop-Kultur wie "Star Wars" oder "Harry Potter", wie sie in den Büchern zu finden sind. Aber es ist ein kurzweiliger Fantasystreifen, der, losgelöst von allen Erwartungshaltungen, gut zu unterhalten weiß. Daher gibt es eine doppelte Beurteilung: Als Romanadaption ein Reinfall, als eigenständiges Werk durchaus sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Der dunkle Turm (USA 2017)"
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