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Mai 2019
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Der Fall Collini

Der Fall Collini

Deutschland 2019 - mit Elyas M'Barek, Alexandra Maria Lara, Franco Nero, Heiner Lauterbach u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Drama, Thriller
Regie:Marco Kreuzpaintner
Kinostart:18.04.2019
Produktionsland:Deutschland 2019
Laufzeit:ca. 118 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:constantin-film.de/kino/der-fall-col
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Für den jungen Anwalt Caspar Leinen (Elyas M‘Barek) klingt es nach einem spektakulären Anfang seiner Karriere: Er soll den 70jährigen Italiener Fabrizio Collini (Franco Nero), der scheinbar grundlos den angesehenen Großindustriellen Hans Meyer (Manfred Zapatka) getötet hat. Die Identität des Opfers erfährt Caspar erst, nachdem er den Fall schon angenommen hat. Und das wird für ihn zum echten Problem, denn Meyer war für ihn immer so etwas wie ein Vater. Nun muss er den Mörder seines Ersatzvaters, den Großvater seiner Jugendliebe Johanna (Alexandra Maria Lara) verteidigen – und dabei auch noch gegen seinen ehemaligen Professor, die Strafverteidiger-Legende Richard Mattinger (Heiner Lauterbach), antreten. Da Collini beharrlich schweigt,  scheint der Fall für Caspar schon verloren, bevor die Verhandlung begonnen hat. Dennoch macht sich der Anwalt daran, die Hintergründe zu recherchieren – und stößt dabei auf ein schreckliches Geheimnis und einen der größten Justizskandale der deutschen Nachkriegsgeschichte… 

"Der Fall Collini" basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Ferdinand von Schirach. Die Adaption von Marco Kreuzpaintner ("Krabat", "Beat") mag gerade für Kenner der erfolgreichen Buchvorlage – zu denen ich nicht gehöre -  etwas zu konventionell und stellenweise sogar zu klischeehaft ausgefallen sein. Doch insgesamt hat Kreuzpaintner einen wirklich packenden Justiz-Thriller inszeniert, der geschickt eine fiktive Geschichte mit tatsächlichen Fakten aus der deutschen Rechtsprechungsgeschichte verbindet. Hintergrund ist dabei das sogenannte Dreher-Gesetz, durch das zahlreiche NS-Verbrechen ungesühnt blieben. Die Geschichte um den Mord an einem scheinbar unbescholtenen Großindustriellen legt auf mitreißende Art den Finger in diese Wunde der deutschen Nachkriegsgeschichte. 

Man kann es schon als Wagnis bezeichnen, dass Elyas M'Barek für die Hauptrolle ausgewählt wurde. Nicht, dass der Schauspieler schon in zahlreichen Filmen seine Wandelbarkeit bewiesen hätte. Doch seit dem enormen Erfolg von "Fack Ju Göhte" ist er eben auf einen gewissen Rollentyp festgelegt, von dem sich die Figur des Caspar Leinen grundlegend unterscheidet. Dass er diese Wandlung überzeugend meistert, kommt zwar nicht überraschend, entspricht aber nicht unbedingt der Erwartungshaltung, mit der viele Zuschauer mittlerweile in einen Film gehen, in dem M'Barek die Hauptrolle spielt. 

In einigen Momenten wirkt die Inszenierung vielleicht ein klein wenig zu getragen und zu trocken. So entstehen im Verlauf der rund zwei Stunden Laufzeit hier und da kleine Längen. Doch unterm Strich ist "Der Fall Collini" gut gespielte, atmosphärisch dichte und spannend erzählte Kinounterhaltung, die durchaus auch zum Nachdenken anregt. Wer über ein paar arg klischeehaft gezeichnete Figuren und ein paar zähe Momente hinwegsehen kann, für den ist diese Bestsellerverfilmung dann auch: Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Der Fall Collini (Deutschland 2019)"
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