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Der ganz große Traum

Der ganz große Traum

Deutschland 2010 - mit Daniel Brühl, Burghart Klaußner, Thomas Thieme, Kathrin von Steinburg ...

Filminfo

Genre:Drama
Regie:Sebastian Grobler
Kinostart:24.02.2011
Produktionsland:Deutschland 2010
Laufzeit:ca. 113 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.derganzgrossetraum.de/
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Es gibt viele Menschen in Deutschland, die getreu dem Motto leben: "Fußball ist unser Leben"! Kaum vorstellbar, dass dies mal anders war. Doch es gab eine Zeit, in der Fußball in unserem Land als Schande und als völlig Un-Deutsch galt. Doch wie sich das runde Leder in die Herzen der Deutschen rollen konnte, davon erzählt nun der auf wahren Ereignissen basierende Film "Der ganz große Traum".

Braunschweig im Jahre 1874: der junge Lehrer Konrad Koch (Daniel Brühl) kommt nach einen längeren Aufenthalt in England zurück in die Heimat, um an dem ehrwürdigen Martino-Kathraineum Gymnasium Englisch zu unterrichten. Da sich seine Schüler zunächst dagegen sträuben, die Sprache des "Feindes" zu lernen und sich mit Vokabeln und Aussprache extrem schwer tun, sucht Koch nach immer neuen Wegen, um ihnen Sprache und Lebensart der Engländer näher zu bringen. Und so kommt es, dass er ihnen eines Tages eine völlig neue Sportart beibringt: Fußball. Spielerisch sollen die Schüler hier Zusammenhalt und Teamgeist lernen und sich ganz nebenbei einige wichtige Vokabeln merken. Und tatsächlich: Kochs Experiment funktioniert. Nicht nur, dass seine Jungs ein Gefühl für die Sprache entwickeln, sie finden auch an dem ungewöhnlichen Sport echte Freude. Doch das stößt den meisten Kollegen, aber auch den einflussreichen Eltern eher sauer auf. Sie wollen Fußball mit allen Mitteln aus der Schule und damit aus dem Leben der Kinder verbannen. Doch sie haben die Rechnung ohne die Schüler gemacht...

Sicherlich, "Der ganz große Traum" erinnert nicht nur einmal an Filme wie "Der Club der toten Dichter" oder "Die Kinder des Monsieur Mathieu". Doch auch wenn Sebastian Grobler mit seinem Kinodebüt das Rad nicht neu erfindet und in vielen Momenten nur Altbekanntes neu präsentiert, kann diese sportliche Geschichtsstunde durchaus unterhalten. Das mag daran lieben, dass Grobler die richtige Mischung aus Drama und Humor sowie aus Pathos und Emotion gefunden hat. Auch wenn sich einige Momente, gerade gegen Ende, nahe an der Grenze zum Kitsch bewegen, so schafft es überzeugend, immer rechtzeitig auf die Bremse zu treten.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass "Der ganz große Traum" im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Filmen nicht wie eine etwas teurere Fernsehproduktion, sondern eben wie ein echter Kinofilm anmutet. Die einnehmende Kameraarbeit, die passende Filmmusik, sowie die stimmige Ausstattung tragen einen erheblichen Teil dazu bei. Gut ausgewählt sind auch die Darsteller. Obwohl Daniel Brühl als Lehrer zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, erweist er sich am Ende als perfekte Besetzung. Es fällt leicht, Brühl den Enthusiasmus abzukaufen, mit dem Koch seinen Schülern, aber auch deren zweifelnden Eltern die Leidenschaft für den Fußball beizubringen versucht. Auch Burghart Klaußner als aufgeschlossener Schulleiter und Justus von Dohnányi als herrischer Vorsitzender des Fördervereins der Schule beweisen, dass Grobler und sein Team eine wirklich tolle Riege an erwachsenen Darstellern vor der Kamera versammeln konnte.

Doch es sind eigentlich nicht die erfahrenen Schauspieler, denen dieser Film gehört. Dieser Verdienst gehört ganz klar den jungen Mimen, die gerade als Ensemble begeistern können. Sicherlich, die Rollenverteilung ist hier schon sehr eindeutig, ein wenig klischeehaft und auch charakterliche Veränderungen bei dem ein oder anderen Schüler kommen eher überraschungsarm daher. Dennoch wirken die jungen Mimen authentisch und überzeugend, was es dem Zuschauer sehr leicht macht, von ihrer Geschichte emotional berührt zu werden.

Auch wenn "Der ganz große Traum" einen hohen Wiedererkennungswert besitzt und wenig mehr als Routine bietet, so ist Sebastian Grobler doch insgesamt ein einfach schöner und vor allem unterhaltsamer Film gelungen, der nicht nur Fußballfans wärmstens ans Herz gelegt werden kann. Nicht ganz so berührend wie "Die Kinder des Monsieur Mathieu", aber dennoch durchaus sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Der ganz große Traum (Deutschland 2010)"
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