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Dezember 2018
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Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere

Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere

USA 2014 - mit Martin Freeman, Richard Armitage, Ian McKellen, Luke Evans, Orlando Bloom, Evangeline Lilly, Billy Connolly u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Hobbit: The Battle of the Five Armies
Genre:Fantasy, Abenteuer, Action
Regie:Peter Jackson
Kinostart:11.12.2014
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 144 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.DerHobbitFilme.de
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Das Unmögliche ist geschafft: Die Gemeinschaft der Zwerge unter der Führung von Thorin Eichenschild (Richard Armitage) hat die Schätze von Erebor zurück erobert und der Drache Smaug ist besiegt. Doch für welchen Preis? Viele Menschen in der Seestadt Esgaroth sind der feurigen Rache Smaugs zum Opfer gefallen. Während die Überlebenden in Richtung Erebor ziehen, um dort Schutz zu finden und um von Thorin eine gebührende Entschädigung für die vielen Verluste einzufordern, macht sich in Mittelerde die Kunde vom Sieg der Zwerge breit. Und so dauert es nicht lange, bis sich die Armee von Elben-König Thranduil (Lee Pace) auf den Weg nach Erebor macht. Und sie sind nicht die Einzigen, die bereit sind, gegen den König unter dem Berg in den Kampf zu ziehen. Denn ein fast schon vergessenes Böse ist nach Mittelerde zurückgekehrt: der dunkle Herrscher Sauron schickt seine Legionen von Orks zum Einsamen Berg, um von dort aus Dunkelheit über das ganze Land zu bringen. Die Lage spitzt sich gefährlich zu und nun liegt es in Thorins Händen, einen Krieg zu verhindern. Doch umgeben vom Schatz seiner Vorfahren hat Eichenschild jede Vernunft verloren. Und so liegt das Schicksal von Mittelerde in den Händen eines kleinen Hobbits. Und so trifft Bilbo (Martin Freeman) eine Entscheidung, durch die eine Schlacht der Fünf Heere noch verhindert werden könnte…

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wer schon mit den ersten beiden Teilen der "Hobbit"-Trilogie wenig anfangen konnte, wer sich immer gerne darüber aufregt, dass sich Peter Jackson nicht akribisch genau an Tolkiens Vorlage gehalten hat und sogar die Unverschämtheit besessen hat, eigene Figuren und Handlungsstränge dazu zu erfinden und wer solchen Fantasy-Abenteuern generell nur noch Zynismus und keine Begeisterung mehr entgegenbringen kann, der wird sich auch nicht für "Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere" begeistern können. Wer aber Jacksons Mittelerde liebt und schon die ersten beiden Teile trotz ihrer Schwächen mochte, für den wird dieser Film ein fast perfekter Abschluss der aufregenden Reise von Bilbo Beutlin und der Gemeinschaft der Zwerge, sowie eine gelungene Brücke zu den  "Herr der Ringe"-Filme sein.

Noch eine kurze Warnung: So sehr ich mich bemühen werde, ganz frei von Spoilern wird diese Filmkritik nicht sein. Wer das Buch nicht kennt und nicht weiß, wie die Geschichte ausgeht, der sollte direkt zum letzten Absatz springen. Alle anderen können getrost weiterlesen. Im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen gibt es im Finale keinen Prolog. Die Handlung schließt direkt an den Cliffhanger von "Smaugs Einöde" an. Die nun folgenden zehn Minuten sind wahrhaft episch und Drache Smaug darf in seinem kurzen Auftritt noch einmal für einen echten Gänsehautmoment sorgen. Es ist der perfekte Einstieg in einen Film, der spannende, spaßige, aber auch extrem emotionale Momente zu bieten hat.

Dabei ist Thorin die wohl interessanteste Figur des Films. Seine Wandlung vom noblen Anführer zum engstirnigen Kriegsherren, der auf Vernunft nicht mehr zu reagieren scheint, vermittelt Richard Armitage ganz hervorragend. Aber auch Martin Freeman zeigt als Stimme der Vernunft wieder einmal, dass er die perfekte Besetzung für Bilbo Beutlin ist. Viel raum, sich darstellerisch zu entfalten, bleibt den Schauspielern dieses Mal allerdings nur in einigen wenigen Szenen. Denn in dem kürzesten der drei "Hobbit"-Filme steht die titelgebende Schlacht und damit auch Action und Effekte ganz eindeutig im Mittelpunkt. Zugegeben, es gibt hier wieder einige typische Peter-Jackson-Momente, die etwas übertrieben daher kommen. Dennoch versteht er es ganz hervorragend, das Kampfgeschehen auch immer wieder durch ruhigere Momente zu unterbrechen, die deutlich machen, wie sehr ihm die Figuren und ihre Geschichte am Herzen liegen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die von Vielen völlig zu Unrecht gescholtene "Liebesgeschichte" zwischen Zwerg Kili (Aidan Turner) und Elbe Tauriel (Evangeline Lilly). Dieser Handlungsstrang ist zurückhaltend genug umgesetzt, um niemals in triefenden Kitsch auszuarten (wo mir gegen jede Form von Romantik allergische Zyniker garantiert wiedersprechen werden), aber dennoch emotional genug, um am Ende für eine Szene zu sorgen, die einem wirklich das Herz brechen kann. Soviel sei verraten: wer die Beiden in "Smaugs Einöde" mochte, sollte unbedingt Taschentücher mit ins Kino nehmen. Ähnlich gut gezeichnet ist die auf Respekt gebaute Freundschaft zwischen Bilbo und Thorin, die im Verlauf des Films auf eine sehr harte Probe gestellt wird.

Der Ton und der Look des Films nähert sich immer weiter an die "Herr der Ringe"-Filme an. Es wirkt zwar immer noch alles deutlich artifizieller, was dem enormen Einsatz von Computereffekten geschuldet ist. Doch insgesamt kommt "Die Schlacht der fünf Heere" ganz nah an die Größe heran, die Peter Jacksons erste drei Mittelerde-Filme so besonders gemacht hat. Zwar kommen einige Charaktere viel zu kurz (was in der Extended Edition hoffentlich ausgebessert wird) und einige Elemente der Geschichte hätten noch etwas besser ausgearbeitet werden können. Doch insgesamt ist Peter Jackson ein von kleinen Schönheitsfehlern abgesehen perfekter Abschluss einer wunderbaren Trilogie gelungen, deren letzte Minuten eine perfekte Brücke zu "Der Herr der Ringe – Die Gefährten" schlägt.

Rasantes Tempo, das keine Sekunde Langeweile zulässt, ein paar auflockernde Momente, viel Action mit erstklassigen Spezialeffekten und zwei ganz große emotionale Höhepunkte machen "Der Hobbit – Die Schlacht der Fünf Heere" zu hervorragendem Fantasy-Kino, mit dem sich Peter Jackson mehr als würdig aus Mittelerde verabschiedet. Wenn Billy "Pippin" Boyd dann im Abspann das perfekt passende "The Last Goodbye" singt, dürfte es bei vielen "Hobbit"-Fans eine enorme Gänsehaut, etwas Wehmut und vielleicht sogar ein klein wenig feuchte Augen geben. Doch es überwiegt die Freude darüber, dass der (vorerst?) letzte Ausflug nach Mittelerde derart viel Spaß gemacht hat und am Ende genauso emotional ausgefallen ist, wie man sich das als Fan gewünscht hat. Und dafür gibt es ein ganz klares: Absolut sehenswert!!!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere (USA 2014)"
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