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Juni 2019
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Der Hundertjährige, der aus einem Fenster stieg und verschwand

Der Hundertjährige, der aus einem Fenster stieg und verschwand

Schweden 2013 - mit Robert Gustafsson, Iwar Wiklander, Jens Hultén, Mia Skäringer, Alan Ford u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Hundraåringen som klev ut genom Fönstret och försvann
Genre:Komödie
Regie:Felix Herngren
Kinostart:20.03.2014
Produktionsland:Schweden 2013
Laufzeit:ca. 114 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.facebook.com/DerHundertjaehrige.
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Mit seinem Romandebüt "Der Hundertjährige, der aus einem Fenster stieg und verschwand" hat Jonas Jonasson nicht nur in seiner Heimat Schweden einen echten Überraschungshit gelandet. In 35 Ländern stürmte die originellste Geschichtsstunde seit "Forrest Gump" die Bestsellerlisten. Alleine in Deutschland verkaufte sich das Buch über 2 Millionen Mal und stand beeindruckende 32 Wochen an der Spitze der Spiegelbestsellerliste. Nachdem also schon ein Millionenpublikum mitverfolgen konnte, wie Allan Karlsson aus dem Fenster stieg und verschwand, ist der schrullige Hundertjährige jetzt wieder aufgetaucht, um seinen Siegeszug auf der Kinoleinwand fortzusetzen.

Darüber, dass er 100 Jahre alt wird, kann sich Allan Karlsson (Robert Gustafsson) nicht wirklich freuen. Er vegetiert in dem tristen Altenheim nur vor sich hin und kann sich weitaus Schöneres vorstellen, als die obligatorische Geburtstagsfeier über sich ergehen zu lassen. Und so fasst er kurzerhand den Entschluss, sich durch das Fenster aus dem Staub zu machen und vom örtlichen Busbahnhof aus in sein vielleicht letztes Abenteuer zu starten. Wie abenteuerlich diese Reise wirklich wird, kann sich der alte Mann da aber noch nicht vorstellen. Doch ehe er sich versieht, ist er im Besitz von einem Koffer voll mit Mafia-Geld, muss eine Leiche entsorgen und trifft auf der Flucht vor der Heimleitung, der Polizei und der Mafia auf neue Freunde. Diesen erzählt Allan im Verlauf ihrer gemeinsamen Reise aus seinem bewegten Leben, in dem er durch Zufall völlig unbewusst eine nicht unbedeutende Rolle bei einigen einschneidenden politischen Ereignissen gespielt hat. Und auch nach hundert Jahren will einfach keine Ruhe in Allans turbulentes Leben einkehren…

Mit seiner Adaption von "Der Hundertjährige, der aus einem Fenster stieg und verschwand" hat der schwedische Filmemacher und Comedian Felix Herngren den durch die Popularität des Buches extrem hohen Erwartungen des Publikums voll und ganz entsprechen können. In Schweden avancierte die Bestsellerverfilmung zum erfolgreichsten Film aller Zeiten. Mit Robert Gustafsson, der dank der guten Arbeit der Maskenbildner überzeugend in einen Hundertjährigen verwandelt wurde, hat Herngren einen wirklich wunderbaren Hauptdarsteller gefunden, der den sehr eigenwilligen Charakter von Allan Karlsson gut vom Buch auf die Leinwand transportiert. Mit vielen Momenten sehr schrägen Humors und effektiver Situationskomik schafft es der Film sehr gut, seinen Zuschauern knapp zwei Stunden leichte und sehr charmante Unterhaltung zu bieten.

Die Geschichte ist trotz notwendiger Straffungen und Kürzungen stimmig und originell erzählt, einige Szenen wirklich unglaublich komisch und die Truppe, die Allan im Verlauf seines Abenteuers um sich schart, sehr sympathisch besetzt. Doch so gerne der Hundertjährige Dinge in die Luft jagt, wirklich explosiv ist die Komödie nicht. Dass "Der Hundertjährige, der aus einem Fenster stieg und verschwand" ein gelungener Film ist, steht ebenso außer Frage, wie sein Unterhaltungswert. Doch sehr viel mehr, als "nur" nette Unterhaltung, bietet diese Bestselleradaption nicht. Das wird Zuschauern, die das Buch gelesen und geliebt haben, kaum auffallen, da sie bereits wissen, was sie erwartet und da sie schon einmal in die skurrile Welt des alten Schweden eingetaucht sind. Wer den Roman allerdings nicht kennt und lediglich den großen Erfolg mitbekommen hat, der wird sich nach dem Film vielleicht etwas darüber wundern, dass um diesen Rentner ein derartiger Hype veranstaltet wird.

Doch auch, wenn der erfolgreichste schwedische Film aller Zeiten nun wirklich nicht der beste Film aller Zeiten oder der beste Film des Jahres geworden ist, so bietet er seinen Zuschauern doch auf jeden Fall sehr viel Spaß und Freude. Und das rechtfertigt auch die vielleicht etwas übertriebenen Lobeshymnen, da die Kinobesucher hier für ihr Geld liebenswerte Unterhaltung mit Herz und Verstand zu sehen bekommen. Und wenn man am Ende mit einem zufriedenen Lächeln ins wirkliche Leben hinaustritt, dann ist das letzte, woran man sich stört, die Tatsache, dass der Film eben kein Meisterwerk, sondern lediglich feinstes Unterhaltungskino der besonders charmanten Art geworden ist. Und dafür gibt es dann am Ende auch ein mehr als zufriedenes: Absolut sehenswert – nicht nur für Hundertjährige!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Der Hundertjährige, der aus einem Fenster stieg und verschwand (Schweden 2013)"
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