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Der letzte Angestellte – DVD

Der letzte Angestellte – DVD

Deutschland 2011 - mit Christian Berkel, Jule Ronstedt, Bibiana Beglau, Leo Conzen u.a

Filminfo

Genre:Thriller, Horror, Drama
Regie:Alexander Adolph
Verkaufsstart:07.09.2012
Produktionsland:Deutschland 2011
Laufzeit:ca. 88 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1 + 2.0)
Untertitel:Englisch, Französisch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:Trailer
Regionalcode:2
Label:Zorro Medien / good!movies
Webseite:www.der-letzte-angestellte.de
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Amazon Link : Der letzte Angestellte – DVD

Film: Seit einiger Zeit sucht der einst erfolgreiche Jurist David Böttcher (Christian Berkel) einen neuen Job. Wenn nicht bald wieder etwas Geld in die Haushaltskasse kommt, müssen er und seine Frau Irina (Jule Ronstedt) mit dem gemeinsamen Sohn Simon (Leo Conzen) aus ihrem schönen Zuhause ausziehen. Im letzten Augenblick bekommt David ein Jobangebot, das für ihn zwar moralisch schwer zu schlucken ist, aber seine finanzielle Zukunft für die nahe Zukunft sichern würde. Er soll sich darum kümmern, eine einst lukrative Firma zu liquidieren und alle Angestellten zu entlassen. Besonders Frau Blochs (Bibiana Beglau), eine der ehemaligen Mitarbeiterinnen, scheint sich damit nicht einfach abfinden zu wollen. Sie spricht offene Drohungen gegen David aus, verfolgt ihn und terrorisiert ihn mit Anrufen. Als er sie bei ihr zu Hause zur Rede stellen möchte, findet David nur noch ihre Leiche vor. Anscheinend hat sich Frau Blochs selbst das Leben genommen. Für David fängt damit aber der Alptraum erst richtig an…

"Der letzte Angestellte" ist eine packende Mischung aus Psycho-Thriller und Drama, versetzt mit einigen effektiven Horror-Elementen. Und genau durch diese Mischung hebt sich der Film deutlich aus der Masse deutscher Produktionen heraus. Regisseur Alexander Adolph wagt es, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und den Zuschauer so immer wieder zu überraschen. Zwar gibt es einige Momente, die etwas bemüht wirken oder in denen das Spiel der Darsteller ein wenig hölzern wirkt. Doch diese kleinen Schwächen verblassen am Ende angesichts des sehr positiven Gesamtbildes, das nicht zuletzt durch das erfreulich konsequente Ende verstärkt wird.

Adolph gelingt es sehr gut, eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen, die er immer wieder mit guten Spannungsmomenten oder kleinen Schockeffekten wirkungsvoll aufbricht. Dass dabei verhältnismäßig wenig Blut fließt, macht die Momente, in denen es etwas heftiger zur Sache geht, umso effektiver. Doch der Film funktioniert nicht nur als Horrorthriller sehr gut, sondern auch als Gesellschaftsdrama. Die Angst vor dem Verlust der Arbeit, die bei vielen Menschen mittlerweile zum Alltag gehört, wird hier sehr gut in die übernatürliche Geschichte hinein gearbeitet. Dass die mitunter sehr feige Art und Weise, wie manche Firmen selbst langjährige Mitarbeiter entlassen, als Grundlage für einen Horrorthriller genutzt wird, war eigentlich längst schon überfällig und ist eine so nahe liegende wie originelle Idee.

Das gute Spiel von Hauptdarsteller Christian Berkel, der immer nah an der Grenze zum Wahnsinn zu balancieren scheint, die atmosphärische Inszenierung und die spannende wie überraschende Geschichte machen "Der letzte Angestellte" trotz kleinerer Schwächen wie Logiklöcher oder das Bemühen einiger arg abgegriffener Klischees zu einem erfrischenden Beitrag des jungen deutschen Kinos. Absolut sehenswert!

Bild + Ton: Die Umsetzung von Bild und Ton liegen insgesamt auf gutem, aber nicht besonders spektakulärem Niveau. Das Bild ist sauber, die Farben atmosphärisch reduziert, und auch die Bildschärfe liegt über weite Strecken auf gutem Niveau. Hier und da ist leichtes Bildrauschen auszumachen, das sich aber nur geringfügig negativ auf den Gesamteindruck auswirkt. Der Ton bleibt über weite Strecken zurückhaltend, wodurch die gezielt eingesetzten Soundeffekte umso effektiver wirken. Gut!

Extras: Bis auf den Trailer gibt es leider kein Bonusmaterial auf der DVD.

Fazit: "Der letzte Angestellte" ist eine echte Überraschung. Die Mischung aus Psycho-Thriller, Drama und Horror ist eine erfrischende und extrem spannende Abwechslung im deutschen Film. Zwar gibt es ein paar leichte dramaturgische Hänger und Logiklöcher, doch diese Schwachpunkte sind dem Film unterm Strich leicht verziehen. Die DVD ist technisch gut umgesetzt, nur das quasi nicht existente Bonusmaterial schlägt etwas negativ zu Buche. Dennoch gilt: für Liebhaber von Mystery-Thrillern und ganz besonderen Filmen aus Deutschland absolut empfehlenswert!

http://www.goodmovies.de/

 

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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