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Dezember 2018
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Der Nächste, bitte!

Der Nächste, bitte!

Frankreich 2012 - mit Diane Kruger, Dany Boon, Alice Pol, Robert Plagnol, Jonathan Cohen u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Un Plan Parfait
Genre:Komödie, Romantik
Regie:Pascal Chaumeil
Kinostart:21.03.2013
Produktionsland:Frankreich 2012
Laufzeit:ca. 105 Min
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.der-naechste-bitte-film.de/
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Gibt es wirklich so etwas wie Flüche oder treten diese vielleicht doch nur dann ein, wenn man fest an sie glaubt und verkrampft versucht, sie zu vermeiden? Eigentlich egal, denn Tatsache ist, dass seit über hundert Jahren alle ersten Ehen in der Familie von Isabelle (Diane Kruger) gescheitert sind und erst die zweite Ehe das ganz große Glück brachte. Ob Zufall, oder nicht, Isabelle will da kein Risiko eingehen. Zu dumm nur, dass Pierre (Robert Plagnol), den sie als ihren ersten Gatten auserkoren hat, die perfekte Partie zu sein scheint. Gemeinsam mit ihrer Schwester Corinne (Alice Pol) plant Isabelle, dem Familienfluch einen Strich durch die Rechnung zu machen. In Dänemark hat sie einen Mann gefunden, der sie für 5000 Euro heiraten will – anschließende Blitzscheidung inklusive. Doch als Isabelle in Dänemark ankommt, taucht ihr Miet-Ehemann nicht auf. Nun heißt es, schnell einen ahnungslosen Trottel finden, der für eine Kurzzeitehe vor den Traualtar gezerrt werden kann. In ihrer Flugzeugbekanntschaft Jean-Yves Berthier (Dany Boon), einem Autor für Reiseführer, scheint Isabelle den perfekten Kandidaten gefunden zu haben. Und so feuert sie auf den ahnungslosen Mann ein Charmefeuerwerk ab, dem sich dieser kaum entziehen kann. Es beginnt ein turbulentes Abenteuer, das die verzweifelte Isabelle von Afrika bis nach Moskau führt. Und obwohl sich Jean-Yves noch gegen ihre Avancen sperrt, steht für Isabelle fest: sie wird diesen Mann heiraten, um dann mit Pierre glücklich werden zu können – koste es, was es wolle…

Die Geschichte, die Regisseur Pascal Chaumeil ("Der Auftragslover") in "Der Nächste, bitte!" erzählt, ist im Kern sehr amüsant. Mit zahlreichen netten Einfällen gespickt und mit einem seit "Willkommen bei den Sch`tis"  auch in Deutschland sehr populären Hauptdarsteller stehen die Vorzeichen für eine vergnügliche Romantikkomödie eigentlich sehr gut. Zumal Chaumeil bereits bei "Der Auftragslover" ein gutes Händchen für eine gelungene Mischung aus hemmungslos albernem Slapstick, klassischer Komödie und warmer Romantik gezeigt hat.

Leider fällt genau diese Mischung bei "Der Nächste, bitte!" längst nicht so stimmig aus, wie noch bei seinem Vorgänger. In vielen Szenen liegt Chaumeil mit seinem komödiantischen Timing stets einen Hauch daneben, so dass sich potentiell gute Lacher schnell in Momente peinlichen Fremdschämens verwandeln. Ob das an der Inszenierung oder an dem fehlenden komödiantischen Talent von Diane Kruger liegt, sei dahin gestellt. Fakt ist aber, dass trotz offensichtlicher Bemühungen aller Beteiligten der Funke nur in wenigen Szenen wirklich überspringen kann. Malerische Drehorte in Kenia, Russland und Belgien verleihen dem Film eine sehr einnehmende visuelle Kraft. Doch die reicht am Ende auch nicht aus, um dem stotternden Motor die entscheidende Zündung zu verpassen.

Zugute halten kann man Chaumeil dagegen, dass er es auch hier wieder sehr gut versteht, mitten in dem turbulenten Chaos eine durchaus zu Herzen gehende Romanze aufzubauen, die am Ende in einer zwar extrem klischeehaften, aber dennoch sehr charmanten Auflösung gipfelt. Dass dies funktioniert, ist insofern überraschend, da es an sich schwer nachvollziehbar ist, warum sich zwischen Isabelle und Jean-Yves überhaupt so etwas wie echte Gefühle anbahnen können. Doch hier funktioniert die Chemie zwischen Diane Kruger und Dany Boon erstaunlich gut. Würde das auch für die rein komödiantischen Szenen gelten, so hätte "Der Nächste, bitte!" trotz einiger Hänger eine richtig lustige Komödie werden können. So aber bietet das Ganze lediglich nette Unterhaltung, die genauso oft die Lachmuskeln strapaziert, wie sie unangenehm an den Nerven der Zuschauer zerrt. Und dafür gibt es dann auch nur mit großen Abstrichen gerade noch ein: Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Der Nächste, bitte! (Frankreich 2012)"
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