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September 2018
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Der unglaubliche Burt Wonderstone

Der unglaubliche Burt Wonderstone

USA 2013 - mit Steve Carell, Steve Buscemi, Olivia Wilde, Jim Carrey, Alan Arkin, Michael Bully Herbig u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Incredible Burt Wonderstone
Genre:Komödie
Regie:Don Scardino
Kinostart:04.04.2013
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 101 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.Burt-Wonderstone.de
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Las Vegas – die Stadt der Lichter, der Spielcasinos und der ganz großen Shows. Hier begeistert seit Jahren das Magier-Duo Burt Wonderstone (Steve Carell) und Anton Mervelton (Steve Buscemi) mit ihren Illusionen die Zuschauer. Doch mit den Jahren hat besonders Burt seine frühere Begeisterung für die Zauberei verloren. Routine, Selbstgefälligkeit und bedeutungslose Affären bestimmen nun den Alltag des beliebten Zauberkünstlers. Doch die Zeiten ändern sich und bald schon wirken die Illusionen des Duos nicht mehr faszinierend, sondern nur noch altmodisch. Straßenzauberer wie Steve Gray (Jim Carrey) sind mit ihren unkonventionellen Tricks die Zukunft des Magier-Geschäfts. Das weiß auch Casinobesitzer Doug Munny (James Gandolfini), der seinen einstigen Stars nur eine Option lässt: entweder modernisieren sie ihre Shows und füllen so wieder den Zuschauerraum, oder sie landen auf der Straße. Widerwillig greifen Burt und Anton nach dem letzten Strohhalm. Doch als dieser Versuch kläglich scheitert, zerstreiten sich die einst so guten Freunde und gehen getrennte Wege. Für Burt heißt das auch das Ende seiner großen Las Vegas Show. Für seine Karriere gibt es nur noch eine Richtung -  und die führt direkt in den Keller. Um wieder ganz vorne mitspielen zu können, müsste Burt seine alte Begeisterungsfähigkeit für das Magische wiederfinden. Doch die ist scheinbar für immer verloschen…

In "Der unglaubliche Burt Wonderstone" wirft Regisseur Don Scardino einen amüsanten und bissigen Blick hinter die Kulissen des Showbusiness. Ähnlichkeiten mit Las Vegas Acts wie Siegfried und Roy und Street-Magiern wie David Blane oder Chris Angel sind dabei natürlich absolut unbeabsichtigt und nur rein zufällig so perfekt getroffen. Während der Trailer extrem überzogene Albernheiten vermuten lässt, ist der Film an sich weitgehend frei von billigen Zoten und übertriebenem Klamauk. Sicherlich, subtil wird der Humor hier nicht gerade aus dem Hut gezaubert. Doch es gelingt Scardino stets, das Ganze in einem stimmigen Rahmen zu halten. Er setzt eher auf nette Absurditäten, klassischen Slapstick und clevere Seitenhiebe auf das Showgeschäft, die zumindest in der englischen Originalversion noch mit wunderbarem Wortwitz angereichert sind.

Weshalb die Komödie auch so gut funktioniert ist, dass sie zwar die Welt der Magier auf die Schippe nimmt, sich aber nur über gewisse Aspekte wirklich lustig macht. Hier werden Selbstdarsteller und skrupellose Geschäftsmänner auf die Schippe genommen, nicht aber die Menschen, die sich der Magie verschrieben haben, weil sie es lieben, die Menschen zum Staunen und Träumen zu bringen. Nur deshalb kann eine Figur wie Burt Wonderstone, der ja durch seinen Erfolg eigentlich zu einem arroganten Kotzbrocken mutiert ist, trotzdem zum Sympathieträger werden, was für das Gelingen des Films unerlässlich ist.

Nicht weniger wichtig sind natürlich die Darsteller. Und hier hat Scardino gleich mehrfach voll ins Schwarze getroffen. Während Steve Carell gerade in den Momenten, in denen er völlig selbstverliebt, schmierig und frauenfeindlich agiert, für einige ganz wunderbare Lacher sorgt, kann Steve Buscemi als sein etwas naiver, aber doch irgendwie liebenswerter Partner überzeugen. Olivia Wilde ist als ambitionierte Assistentin Jane erfreulicherweise sehr viel mehr, als nur eine reine Augenweide und mit Michael "Bully" Herbig taucht auch ein beliebter deutscher Schauspieler in einer sehr kleinen, aber witzigen Nebenrolle auf. Doch der heimliche Star des Films ist zweifelsohne Jim Carrey, der als Burts Rivale Steve Gray einfach nur großartig ist. Dadurch, dass er sein übliches Grimassenschneiden deutlich reduziert und seine Figur mit einer fast schon überzogenen Ernsthaftigkeit spielt, wirkt seine Darstellung umso lustiger. Und wenn Grays Performances in einem absolut absurd-brutalen Akt der Selbstverstümmelung gipfeln, darf Carrey noch einmal richtig zur Hochform auflaufen.

Das Drehbuch, das Jonathan Goldstein und der als Darsteller in der Serie "Bones" bekannte John Francis Daley verfasst haben, strotz nur so vor netten und lustigen Ideen, die Scardino mal sehr offensichtlich, mal etwas versteckter umgesetzt hat und die den Schauspielern mehrfach hervorragende Möglichkeiten geben, die Zuschauer von ihrem komödiantischen Talent zu überzeugen. Das Endresultat ist eine ungeheuer witzige und charmante Komödie, die zeigt, dass man albern sein kann, ohne gleich platt und zotig werden zu müssen und dass man bissig sein kann, ohne gleich boshaft und zynisch werden zu müssen. Wer also leichte US-Comedy mit hoher Gagdichte sucht und dabei getrost auf den für amerikanische Komödien leider derzeit fast obligatorischen Fäkalhumor verzichten kann, der ist in der Welt des "unglaublichen Burt Wonderstone" genau richtig. Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Der unglaubliche Burt Wonderstone (USA 2013)"
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