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Die Abenteuer des Huck Finn

Die Abenteuer des Huck Finn

Deutschland 2012 - mit Leon Seidel, Jacky Ido, August Diehl, Henry Hübchen, Milan Peschel, Louis Hofmann, Kurt Krömer u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Abenteuer, Kinderfilm, Komödie
Regie:Hermine Huntgeburth
Kinostart:20.12.2012
Produktionsland:Deutschland 2012
Laufzeit:ca. 101 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.huckfinn-film.de
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Seitdem er mit seinem besten Freund Tom (Louis Hofmann) das Abenteuer um den fiesen Indianer Joe und seinen geheimen Schatz überstanden hat, ist das Leben für Huck Finn (Leon Seidel) nicht mehr das gleiche. Statt in seiner geliebten Tonne unter freiem Himmel zu leben, zwingt der neu gewonnene Reichtum Huck nun zu einem gesitteten Leben im Haus der Witwe Douglas (Margit Bendokat) und ihrer herrischen Schwester Miss Watson (Rosa Enskat). Doch mit dem geregelten Leben ist bald schon wieder Schluss. Denn Hucks geldgieriger Vater (August Diehl) taucht in St. Petersburg auf, um sich das Vermögen seines Sohns unter den Nagel zu reißen. Für Huck genau der richtige Zeitpunkt, um die Stadt zu verlassen. Er schließt sich dem Sklaven Jim (Jacky Ido) an, der drei fiesen Sklavenhändlern (Henry Hübchen, Milan Peschel, Andreas Schmidt) entgehen möchte und nach Ohio fliehen will, wo Sklaverei verboten ist. Doch der Weg entlang des Mississippi steckt voller Gefahren, die der Flucht der Beiden ein vorzeitiges Ende bereiten könnten…

Mit "Tom Sawyer" lieferte Hermine Huntgeburth 2011 eine moderne Adaption von Mark Twains Klassiker ab, die es gut geschafft hat, zeitgenössisch zu wirken, sich aber dennoch nicht zu sehr der jungen Zuschauerschaft mit aufgesetzter Coolness anzubiedern. "Tom Sawyer" war ein eher klassischer Abenteuerfilm, dessen große Stärken Benno Führmann als Indianer Joe und die gute Chemie zwischen den beiden Kinderdarstellern Louis Hofmann und Leon Seidel waren. "Die Abenteuer des Huck Finn" muss ohne diese beiden Elemente auskommen. Louis Hofmann taucht nur zu Beginn kurz auf, um danach die Bühne ganz alleine Leon Seidl und seinen erwachsenen Co-Stars zu überlassen. Und schnell wird klar, dass dies längst nicht so gut funktioniert, wie das Zusammenspiel der beiden Jungs im ersten Teil.

Zwar hat auch der zweite Film wieder gelungene Aspekte zu bieten. August Diehl ist als skrupelloser Trunkenbold absolut überzeugend, wenngleich er auch nicht ganz so bedrohlich wirkt, wie Benno Führmanns Indianer Joe. Auch andere Darsteller wie Rosalie Thomass oder Kurt Krömer, hinterlassen einen positiven Eindruck. Was dagegen hier nicht mehr so richtig funktionieren will, ist die Mischung aus düsterem Drama und viel zu alberner Komik. Das Thema Sklaverei wird recht drastisch und nicht zu verharmlost behandelt. Auf der anderen Seite stehen die drei zu dumpfen Klamauk verurteilten Sklavenjäger, die jeder sich bietenden Albernheit ausgesetzt werden, um vom jungen Publikum einen Lacher zu ergattern. Das ist bisweilen zwar ganz amüsant, ergibt aber kein stimmiges Gesamtbild. Hier hätte die Regisseurin durchaus den Mut aufbringen sollen, mit größerer Ernsthaftigkeit an die Vorlage heranzugehen – so etwa, wie es auch die großartige deutsch-kanadische TV-Adaption aus den späten 70ern getan hat. Richtig ärgerlich wird das Ganze, wenn Huck ab und an auch noch in zeitgenössischen Jugendslang verfällt. Zwar wird das über weite Teile des Films gut vermieden. Doch ab und an darf dem Jungen dann doch ein "cool" oder ein in die Geschichte ähnlich unpassendes Wort entfleuchen, was dem ohnehin schon unstimmigen Gesamtbild zusätzlich schadet.

Es ist schade, dass ausgerechnet die Geschichte von Huck und Jim, die an sich interessanter und spannender ist, als die von Tom Sawyer und Indianer Joe, durch unnötige Albernheiten derart verwässert wird. So liebevoll und angemessen "Tom Sawyer" auch mit seiner Vorlage umgegangen ist, so wenig lässt sich das von "Die Abenteuer des Huck Finn" sagen. Kinder, die das Buch nicht kennen und den ersten Film gemocht haben, die werden mit Sicherheit auch an diesem zweiten Teil Gefallen finden können. Doch wer eine ähnlich gute Mischung aus Spannung und eher liebevoll charmantem Humor erwartet, die noch beim Vorgänger vorhanden war, der wird sich bei dieser Fahrt auf dem Mississippi mit Sicherheit gerne vom Floß stürzen wollen. Daher gilt: nur für große Fans des ersten Films noch sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Die Abenteuer des Huck Finn (Deutschland 2012)"
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