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Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman

Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman

USA 2013 - mit den deutschen Stimmen von Christian Berkel, Andrea Sawatzki, Matze Knoop, Hella von Sinnen u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Mr. Peabody & Sherman
Genre:Animation, Kinderfilm, Abenteuer
Regie:Rob Minkoff
Kinostart:27.02.2014
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 92 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.mrpeabodyundsherman.de
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Ende der 1950er erblickten der schlaue Beagle Mr. Peabody und sein Adoptivsohn Sherman als Teil der beliebten Cartoon-Serie "The Rocky and Bullwinkle Show" das Licht der TV-Welt und reisten mit ihren Zuschauern regelmäßig durch die Zeit, um historisch bedeutsame Figuren zu treffen. Geschichtsunterricht der besonders unterhaltsamen Art wurde in den Cartoons geboten, die schnell Kultstatus erreichten. Anspielungen auf das Zeitreise-Duo fanden sich dann auch bei den "Simpsons" oder in dem Kinohit "Zurück in die Zukunft". Und auch, wenn es die Serie in ihrer klassischen Form schon lange nicht mehr gibt, ist die Popularität von Mr. Peabody und Sherman ungebrochen. Jetzt hat es das ungleiche Vater-Sohn-Gespann endlich auch auf die große Leinwand geschafft.

Der Adoptivsohn eines Hundes zu sein, ist nicht immer einfach. Auch wenn Mr. Peabody mit ihm durch die Zeit reist und viele spannende Abenteuer erlebt, bewahrt das Sherman nicht davor, in seiner neuen Schule ein Außenseiter zu sein, der von anderen Kindern gehänselt wird. Als ihn die biestige Penny Petersen vor der ganzen Schule demütigt, rastet der ansonsten so brave Junge aus und beißt zu. Ein gefundenes Fressen für Miss Grunion vom Jugendamt, der es schon lange ein Dorn im Auge ist, dass ein Hund einen kleinen Jungen adoptieren durfte. Um die Wogen zu glätten und Sherman nicht zu verlieren, lädt Mr. Peabody Penn und ihre Eltern zum Abendessen ein. Doch der Abend verläuft leider nicht so, wie es sich der geniale Mr. Peabody gedacht hat. Denn um Penny zu beweisen, dass er kein Spinner ist, zeigt Sherman ihr den Zeitomat und reist mit ihr trotz ausdrücklichen Verbots seines Vaters zurück ins alte Ägypten, wo die Beiden voneinander getrennt werden. Nun muss Sherman Mr. Peabody beichten, was er angestellt hat, denn nur der geniale Wissenschaftler kann Penny wieder zurück in die Gegenwart holen. Doch selbst als es ihnen nach einer abenteuerlichen Flucht vor einem liebestollen Pharao gelingt, das Mädchen zurück in den Zeitomat zu schaffen, ist das Abenteuer noch längst nicht vorbei. Im Gegenteil: als der Treibstoff knapp wird und nicht bis in die Gegenwart reicht, geht die turbulente Zeitreise erst richtig los…

"Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman" versucht, pädagogische Inhalte in ein turbulentes Animationsabenteuer zu verpacken. Die Grundidee ist gut und "König der Löwen" Co-Regisseur Rob Minkoff gelingt es stellenweise auch, diese amüsant und originell umzusetzen. Doch insgesamt werden die vielen netten Ideen unter einem Berg von flachen Wortwitzen, hektischen Actionsequenzen und einer Überdosis Zuckerguss am Ende begraben. Man bekommt immer wieder das Gefühl, dass die Macher Angst hatten, ihr junges Zielpublikum mit der humorvollen Vermittlung von Geschichte zu überfordern, was man mit ermüdenden Achterbahn-Effekten wieder auszugleichen versucht hat. Es ist schade, dass es spätestens seit der Einführung von 3D kaum noch einen Animationsfilm gibt, in dem die Helden nicht mindestens einmal irgendwo herunterfallen, herunterschlittern oder hinabsausen, begleitet vom obligatorischen "Ahhhhhhhhhhh"! Hier gibt es einfach zu viele solcher Sequenzen, die technisch gut umgesetzt sein mögen, die aber ein Grund dafür sind, dass jeder Funke von Charme zum erlöschen gebracht wird.  

Keine Frage, es gibt einige wirklich witzige Szenen in dem Film, an denen nicht nur Kinder viel Spaß haben können. Doch die liebenswerte Grundidee der alten Cartoons wurde hier für eine ADHS-Generation derart verwässert, dass sie unter dem dominierenden Hau-Drauf-Humor kaum noch auszumachen ist. Offensichtlich traut man den kleinen Kinobesuchern weder genügend Grips noch Aufmerksamkeit zu, um das Ganze ein wenig subtiler und cleverer zu präsentieren. Es ist ja nicht so, dass die Geschichte völlig inhaltsleer wäre und nicht vielleicht sogar ein paar gute, lehrreiche Ansätze hätte. Doch da für die Inszenierung insgesamt eher das Motto "schneller, lauter, bunter" gilt, gehen die meisten dieser gelungenen Ansätze vollkommen verloren.

Kleine Animationsfans werden sich daran mit Sicherheit kaum stören. Sie werden die turbulente Zeitreise von Mr. Peabody, Sherman und Penny garantiert sehr lustig und spannend finden. Doch ein wirklich guter Film wird aus "Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman" dadurch noch lange nicht. Wer über Filme wie "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2" oder "Madagascar 3" lachen konnte und auch dann nicht genervt ist, wenn Sherman zum tausendsten Mal "Mr. Peabody" sagt, der kann sich trotzdem getrost eine Karte für dieses Animationsabenteuer lösen. Wer aber mehr erwartet, als plumpen Holzhammer-Humor und hektisch-buntes Treiben, der wird sich am Ende einen Zeitomaten wünschen, mit dem man zwei Stunden in der Zeit zurückreisen kann, um sich selbst vom Kauf der Kinokarte abzuhalten!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman (USA 2013)"
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