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Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte

Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte

GB/USA 2010 - mit Ben Barnes, Skandar Keynes, Georgie Henley, Will Poulter ...

Filminfo

Originaltitel:The Chronicles of Narnia: The Voyage of the Dawn Treader
Genre:Fantasy
Regie:Michael Apted
Kinostart:16.12.2010
Produktionsland:GB/USA 2010
Laufzeit:ca. 111 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.narnia-3d.de
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Gemessen an dem großen Erfolg der ersten Verfilmung von C.S. Lewis` "Narnia"-Büchern war Disney mit dem Einspielergebnis des zweiten Films nur noch wenig zufrieden. In finanziell schwierigen Zeiten schien eine dritte Adaption wenig lukrativ, weshalb man sich dazu entschlossen hat, die Rechte an Fox abzutreten. Mit Michael Apted als neuem Regisseur an Bord stechen nun nur noch zwei der Pevensie-Geschwister in "Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte" zu einem neuen spannenden Abenteuer in See.

Nachdem Peter und Susan zu ihren Eltern nach Amerika gezogen sind, müssen Lucy (Georgie Henley) und Edmund (Skandar Keynes) nun bei ihrem ungeliebten Cousin Eustachius (Will Poulter) leben. Doch schon bald werden sie wieder nach Narnia gerufen und gelangen durch ein Gemälde direkt auf das stolze Schiff Morgenröte, wo sie König Kaspian (Ben Barnes) und die mutige Maus Riepischiep wieder treffen. Zu dumm nur, dass auch Eusachius in die magische Welt gelangt ist und dort mit seinen ständigen Nörgeleien die Freude über das Wiedersehen ein wenig trübt. Doch es bleibt keine Zeit, sich über den Störenfried zu ärgern, denn Narnia ist in großer Gefahr.

Wenn es Kaspian und den Pevensie Geschwistern nicht gelingen sollte, die sieben verschollenen Lords von Telmar zu finden und ihre Schwerter auf Aslans Tafel zu legen, ist Narnia dem Untergang geweiht. Doch die Suche nach den Lords führt die Abenteurer an gefährliche Orte, wo sie sich nicht nur mit Sklaventreibern, Meerjungfrauen und mystischen Wesen, sondern auch mit ihren eigenen dunklen Seiten konfrontiert sehen…

"Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte" liegt qualitativ irgendwo zwischen dem eher kindgerechten, stark religiös eingefärbten ersten Teil und dem etwas düstereren, actionreicheren zweiten Film. Mit Bond-Regisseur Michael Apted wurde ein Regisseur engagiert, der sein Handwerk durchaus versteht und der es gut geschafft hat, die eher episodenhaft anmutende Buchvorlage in einen stimmig dahin fließenden Abenteuerfilm zu verarbeiten. Doch leider gelingt es auch diesem dritten Film nicht, den Figuren die Tiefe zu verleihen, die andere Fantasy-Reihen wie "Harry Potter" oder "Herr der Ringe" so besonders machen. Sicherlich, die "Narnia"-Filme haben einen gewissen Schauwert, der auch hier wieder – trotz geringerem Budgets – zum Teil sehr eindrucksvoll erreicht wird. Doch am Ende bleiben höchstens Bilder, aber kaum die Figuren in Erinnerung. Kein Wunder also, dass noch keinem der Jung-Darsteller bislang der richtig große Durchbruch gelungen ist.

Es ist schade, dass die Filme zu sehr darum bemüht sind, kindgerechte Familienunterhaltung zu bieten, dass sie das Potential der beliebten und enorm erfolgreichen Buchreihe bislang nie wirklich ausgeschöpft haben. Gerade das dritte Buch, eines der beliebtesten der siebenteiligen Reihe, birgt so viele spannende und fantastische Ideen in sich, die für ein großes Kinoabenteuer geradezu prädestiniert sind. Und dennoch wirkt die Verfilmung nett, brav und unterhaltsam – aber eben nicht mehr. Und das reicht eben nicht, um sich gegen die mächtige Konkurrenz zu behaupten und sich langfristig einen Platz in der Geschichte des Fantasy-Kinos zu sichern.

Die Beziehung zwischen der mutigen Maus Riepischiep und dem (anfänglich) nervenden Eustachius, dargestellt von "Sohn des Rambow"-Darsteller Will Poulter, ist eigentlich das Highlight des Films, während gerade Lucy und Edmund erstaunlich blass bleiben. Auch der an sich charismatische Ben Barnes, die positivste Überraschung aus Teil 2, liefert eine solide, aber wenig beeindruckende Leistung ab. Die kleinen Zuschauer, für die der dritte "Narnia"-Film in Deutschland extra um etwa 1:30 Minuten gekürzt wurde, wird das wenig stören, denn sie bekommen etliche tolle Effekte, mystische Figuren und einnehmende Fantasiewelten geboren. Doch etwas ältere "Narnia"-Fans werden mit Sicherheit auch fühlen, dass hier jede Menge Potential einfach verschenkt worden ist.

In ausgewählten Kinos ist der Streifen auch in 3D zu sehen. Allerdings ist auch "Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte" wieder einer der Filme, in dem der 3D Effekt völlig unnötig und fast vollständig wirkungslos ist. Bis auf ein paar wenige nette Momente mutet der nachträglich hinzugefügte 3D Effekt wenig spektakulär. Zwar ist das Ganze auch nicht so schlecht, wie bei anderen Filmen, die im herkömmlichen Verfahren gedreht und erst nachträglich bearbeitet worden sind, wie etwa "Kampf der Titanen". Doch mit dem von "Avatar" sehr hoch gesteckten Niveau kann sich auch "Narnia" in 3D bei weitem nicht messen.

Unterm Strich ist "Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte" ein schöner Familienfilm, ein gutes Fantasy-Abenteuer und ein nettes 3D-Spektakel. Dem Zielpublikum wird es zwar egal sein, aber trotz all dieser positiv klingenden Attribute ist der Film insofern eine Enttäuschung, dass hier das Potential auf ein ganz großes Kinoerlebnis verschenkt wurde. Hübsch anzusehen, aber leider nicht viel mehr. Und daher gilt: wer Teil 1 mochte, der wird auch hier auf seine Kosten kommen!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte (GB/USA 2010)"
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