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Die eiserne Lady

Die eiserne Lady

Großbritannien 2011 - mit Meryl Streep, Jim Broadbent, Alexandra Roach, Olivia Coleman, Harry Lloyd u.a

Filminfo

Originaltitel:The iron Lady
Genre:Drama
Regie:Phyllida Lloyd
Kinostart:01.03.2012
Produktionsland:Großbritannien 2011
Laufzeit:ca. 105 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.eisernelady-derfilm.de
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Bereits 17mal wurde Meryl Streep für den Oscar nominiert. Doch erst drei Mal konnte die großartige Schauspielerin den Goldjungen in Empfang nehmen. Den dritten Oscar gab es 2012 für Streeps Darstellung von Großbritanniens ehemaliger Premierministerin Margaret Thatcher, die aufgrund ihres mitunter sehr harten und entschlossenen Auftretens auch als "Die eiserne Lady" bezeichnet wurde. "Mamma Mia!"-Regisseurin Phyllida Lloyd zeichnet vierzig Jahre aus Thatchers Leben nach, wobei sich ihr Film von üblichen Biopics am Ende doch deutlich unterscheidet.

Denn erzählt wird die Lebensgeschichte aus Sicht der mittlerweile über achtzigjährigen Margaret, die sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat und die längsten Gespräche mit ihrem verstorbenen Ehemann Denis (Jim Broadbent) führt. Nachdem ihre Tochter Carol (Olivia Coleman), die sich um die zunehmende Verwirrung ihrer Mutter große Sorgen macht, die ehemalige Spitzenpolitikerin davon überzeugen konnte, endlich die Sachen von Denis aus dem gemeinsamen Kleiderschrank auszusortieren, wird Margaret zunehmend von Erinnerungen an ihre erste Begegnung, ihre ersten Gehversuche in der Politik und schließlich an ihre vielen Triumphe, aber auch an diverse politische Rückschläge und Fehlentscheidungen erinnert. Es sind Erinnerungen, denen sich Thatcher stellen muss, um den Rest ihres Lebensweges nicht von der Vergangenheit bestimmt gehen zu können…

Keine Frage, "Die eiserne Lady" ist Schauspielkino auf ganz hohem Niveau. Nicht nur Meryl Streep, die Dank der hervorragenden Arbeit der Maskenbildner als jüngere, aber auch als alternde Margaret Thatcher begeistert, sondern auch die übrigen Darsteller liefern hervorragende Leistungen ab. Alexandra Roach als jugendliche Margaret oder Jim Boradbent als Thatchers Ehemann Denis machen den Film rein aus schauspielerischer Sicht zu einem echten Vergnügen. Doch ebenso klar, wie die hohe Qualität der Darsteller ist auch, dass der Film ohne Meryl Streep ein eher belangloses Werk wäre.

Denn die mitunter etwas merkwürdigen, allzu langen Sequenzen, die sich mit der schleichenden Verwirrung von Thatchers Geist beschäftigen, wirken ein wenig bemüht, wogegen die Szenen, die Thatchers politischen Werdegang beleuchten, eher steril anmuten. In diesen Momenten scheint es fast so, als würde Lloyd einige obligatorische Punkte abhaken, ohne in sie das gleiche Herzblut zu investieren, das in den Momenten mit der alternden Thatcher zu spüren ist. Nicht, dass diese Szenen schlecht wären. Es gibt immer wieder ganz wunderbare Szenen, etwa wenn Thatcher lernt, bestimmter und Respekt einflössender zu sprechen. Doch am Ende wirkt das Ganze irgendwie merkwürdig belanglos und, was noch schlimmer wirkt, auch ein wenig seelenlos.

Wenn Thatcher mit ihrem verstorbenen Ehemann, der ihr immer wieder erscheint, spricht, dann wird deutlich, welches Potential Lloyd verschenkt hat. Hier steckt der Film voller Herz und Leben und auch der originelle Ansatz, mit dem von diesem Punkt in Thatchers Leben auf ihr politisches Wirken geblickt wird, ist absolut viel versprechend. Davon ausgehend ist "Die eiserne Lady" leider eine kleine Enttäuschung. Wer ein biografisches Drama im Stil von "Die Queen" erwartet, der wird sicherlich enttäuscht das Kino verlassen. Wer aber eine schauspielerische Glanzleistung beobachten möchte, eine etwas trockene, mit leichtem britischem Humor gewürzte Reise durch vierzig Jahre im Leben von Margaret Thatcher unternehmen will und dabei über einige eher trockene Momente hinweg sehen kann, dem kann ein Besuch bei der "eisernen Lady" durchaus ans Herz gelegt werden.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Die eiserne Lady (Großbritannien 2011)"
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