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Die Eiskönigin – Völlig unverfroren

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren

USA 2013 - mit den deutschen Stimmen von Hape Kerkeling, Willemijn Verkaik ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Frozen
Genre:Animation, Kinderfilm, Abenteuer, Komödie
Regie:Chris Buck, Jennifer Lee
Kinostart:28.11.2013
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 102 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.disney.de/filme/eiskoenigin
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Die beiden Königstöchter Elsa und Anna sind unzertrennlich und verbringen nahezu jede Minute zusammen in dem malerischen Königreich Arendelle. Dass ihre Schwester über die Gabe verfügt, alles, was sie berührt, zu Eis werden zu lassen, findet Anna einfach großartig, da sie es selbst mitten in der Nacht im Palast schneien lassen kann und das Kinderzimmer in eine riesige Eisbahn verwandelt. Doch plötzlich zieht sich Elsa völlig zurück, wird von ihren Eltern komplett von der Außenwelt abgeschottet. Anna kann das nicht verstehen und versucht im Lauf der Jahre immer wieder, ihre Schwester dazu zu bewegen, das Zimmer zu verlassen. Als das Königspaar bei einem tragischen Unglück ums Leben kommt, muss Elsa tatsächlich ihr Refugium verlassen, da sie nun die Thronfolge antreten muss. Doch während Anna überschäumt vor lauter Freude über das Wiedersehen mit Elsa, hat diese nur Angst davor, dass sie ihre Kräfte bei der Krönungszeremonie nicht unter Kontrolle halten kann. Und so kommt es, wie es kommen muss: als Anna ihrer Schwester verkündet, dass sie den charmanten Prinzen Hans, den sie gerade erst kennen gelernt hat, heiraten wird und Elsa ihr dafür die Zustimmung verweigert, kommt es zu einem Streit, in dessen Verlauf Elsa alles im Schloss in Eis und Schnee verwandelt. Gedemütigt von diesem Kontrollverlust zieht sie sich in die Berge zurück, nicht wissend, dass hinter ihr das gesamte Königreich in einen ewigen Winter verfällt. Um Arendelle zu retten und Elsa zurückzuholen, macht sich Anna auf den gefährlichen Weg durch den ewigen Frost, wobei sie unverhofft Hilfe von dem Naturburschen Kristoff, seinem Rentier Sven und dem liebenswerten Schneemann Olaf erhält…

Ein Disney-Film gehört für Viele mittlerweile so obligatorisch in die Vorweihnachtszeit wie Glühwein und Plätzchen. Mit "Die Eiskönigin – Völlig unverfroren" liefern Chris Buck und Jennifer Lee dann auch ein zumindest dramaturgisch sehr klassisches Disney-Märchen ab, das den Zuschauer auf einer rein visuellen Ebene sofort verzaubern und in die richtige Weihnachtsstimmung versetzen kann. Das 3D-Animationsmärchen ist technisch ganz großes Kino, das seine abenteuerliche Geschichte in bis ins kleinste Detail perfekt umgesetzte Bilder verpackt. Sich in dieser Welt zu verlieren, macht sowohl in 2D, als auch in dem wirklich guten 3D richtig viel Spaß.

So weit, so gut. Doch im Vergleich zum letzten Disney-Märchen "Rapunzel – Neu verföhnt", an das "Die Eiskönigin – Völlig unverfroren" in mehrfacher Hinsicht deutlich angelehnt ist, braucht die Geschichte von Anna und Elsa deutlich länger, um wirklich in Fahrt zu kommen. Gerade in der ersten halben Stunde wird fast nur gesungen, was auf Dauer einfach etwas arg anstrengend ist und die Geschichte immer wieder ausbremst. Zudem sind die Lieder nicht unbedingt das Beste, was für einen Disney-Film bislang komponiert worden ist. Sicherlich, einige der Melodien sind hübsch und eingängig, doch irgendwann wünscht man sich doch, es gäbe auch mal einen ganz normalen Dialog, ohne das gleich wieder Jemand eines seiner Liedchen anstimmt. In der zweiten Hälfte nimmt der Musical-Charakter deutlich ab und wenn dann auch noch Schneemann Olaf auftaucht, schnellt der Unterhaltungswert des bis dahin nur recht netten Films deutlich in die Höhe.

Olaf ist einer dieser Disney-Nebenfiguren, die man schon nach wenigen Sekunden ins Herz schließt und die den eigentlichen Hauptfiguren komplett die Show stehlen. Das wird in der deutschen Sprachfassung noch durch die hervorragende Entscheidung intensiviert, den Schneemann von Hape Kerkeling synchronisieren zu lassen. Kerkeling verleiht der Figur einen ganz eigenen Charakter, der zweifelsohne die besten Lacher des Films auf sich vereint. Neben Olaf sorgt auch Rentier Sven für einige sehr amüsante Momente. Gegen die Beiden kommen ihre "menschlichen" Mitspieler einfach nicht an. Und sie sind es dann auch, die einen die langen und mitunter zu schmalzigen Gesangseinlagen wohlwollend hinnehmen lässt.

"Die Eiskönigin – Völlig unverfroren" ist – gerade für echte Disney-Fans – ein sehr schöner Film. Aber im Gesamtwerk des Studios gehört die sehr freie Adaption des Märchens von Hans Christian Andersen, der ja bereits als Inspirationsquelle für "Arielle, die Meerjungfrau" diente, eher zu den mittelmäßigeren Beiträgen. Doch für einen kurzweiligen und stimmungsvollen Kinobesuch, der kindgerechte Abenteuerspannung, Humor und Herz zu bieten hat, ist dies das perfekte Futter.

Ein kurzes Wort noch zu dem obligatorischen Vorfilm, der sehr originell ausgefallen ist. Hier hat man zunächst das Gefühl, einen sehr alten, klassischen Mickey Mouse Cartoon zu sehen. Doch plötzlich wird die Grenze zwischen traditionellem Zeichentrick und modernen 3D Animationen durchbrochen und heraus kommt ein wirklich witziger Spaß, an dem Mickey-Fans ihre helle Freude haben werden. Daher gilt für Vor – und Hauptfilm nur mit kleinen Einschränkungen ein klares: Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (USA 2013)"
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