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August 2018
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Die fantastische Welt von Oz

Die fantastische Welt von Oz

USA 2012 - mit James Franco, Michelle Williams, Mila Kunis, Rachel Weisz, Zach Braff u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Oz – The Great and Powerful
Genre:Fantasy, Abenteuer
Regie:Sam Raimi
Kinostart:07.03.2013
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 130 Min
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.disney.de/oz
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Die Geschichte vom Zauberer von Oz kennt gerade in den USA fast jedes Kind. Seit seiner Erstveröffentlichung im Jahr 1900 ist das Buch von Lyman Frank Baum ein echter Klassiker der Kinderliteratur geworden. Zahlreiche Fortsetzungen, davon ein gutes Dutzend alleine aus der Feder von Baum, Comics und natürlich etliche Film- und TV-Adaptionen haben die Welt von Oz und ihre Bewohner unsterblich gemacht. Ganz besonders die Verfilmung von 1939 mit Judy Garland als Mädchen Dorothy, die es von Kansas nach Oz verschlägt, hat einen nicht unerheblichen Teil zur anhaltenden Popularität der Geschichten beigetragen. Nun hat sich "Spider-Man" Regisseur Sam Raimi, einst Spezialist für blutige Horrorfilme ("Tanz der Teufel"), des Stoffes angenommen. Allerdings wollte er keine Neuverfilmung der bekannten Geschichte um Dorothy bieten. Lieber wollte er sich auf die bislang noch nicht erzählte Vorgeschichte konzentrieren, in der erzählt wird, wie der Zauberer selbst einst nach Oz kam.

"Die fantastische Welt von Oz"  beginnt auf einem kleinen Jahrmarkt in Kansas, auf dem der Zirkusmagier Oscar Diggs (James Franco) nur darauf aus ist, seinem Publikum das Geld aus der Tasche zu ziehen und die Herzen unschuldiger Frauen zu brechen. Und das bringt ihm natürlich jede Menge Ärger ein. Als Oscar deshalb das Weite suchen muss, gelingt ihm die Flucht in einem Heißluftballon. Doch der bringt ihn nicht etwa in Sicherheit, sondern in das ferne, magische Land Oz. Dort trifft er die schöne Hexe Theodora (Mila Kunis), die davon überzeugt ist, dass Oscar der große Zauberer ist, von dem es heißt, dass er kommen würde, um das Land von der bösen Hexe Glinda (Michelle Williams) zu befreien. Theodoras Schönheit und die Reichtümer, die ihm ihre Schwester Evanora (Rachel Weisz) in Aussicht stellt, verhindern, dass Oscar den Irrtum um seine Identität aufklärt. Irgendwie wird er schon einen Weg finden, um die böse Hexe zu besiegen und zum König von Oz zu werden. Doch als er es mit Hilfe des fliegenden Affen Finley und einem kleinen Porzellanmädchen tatsächlich bis ins Reich von Glinda schafft, stellt sich heraus, dass die Dinge doch ganz anders sind, als er bislang glaubte und dass die eigentliche Gefahr von einer ganz anderen Seite ausgeht. Und so muss er sich bald entscheiden, ob er für Oz kämpfen soll oder so schnell als möglich zurück nach Kansas fliehen möchte…

Sam Raimis Reise zu den Anfängen des Zauberers von Oz beginnt mit einer ganz bezaubernden und amüsanten Eingangssequenz. Die in Schwarzweiß gedrehte Szene steckt voller Humor und origineller Einfälle und zeigt James Franco von einer herrlich selbstironisch-schmierigen Seite.  Diese ersten fünf Minuten lassen auf einen ganz großen Spaß für die ganze Familie hoffen, eine Hoffnung, die allerdings bald schon enttäuscht wird. Sobald Oscar in seinem Heißluftballon von einem Tornado aufgesagt und in Oz ausgespuckt wird,  wird das Ganze äußerst bunt und extrem künstlich. Wenn Oscar etwa zum ersten Mal mit Theodora die Straße entlang geht, die Elton John zu seinem Welthit  "Goodbye Yellow Brick Road" inspiriert hat, sieht man derart deutlich, dass die Schauspieler hier vor einer grünen Leinwand agiert haben und der Hintergrund später digital eingefügt wurde, dass es nahezu unmöglich ist, sich in dieser Welt zu verlieren.

Die Landschaften und Pflanzen sind zwar technisch perfekt animiert. Doch zum einen wirken sie zu überstilisiert und steril, um wirklich faszinieren zu können. Zum anderen erinnern sie doch sehr stark an die Welt, die für Tim Burtons "Alice im Wunderland" kreiert worden ist. Es fehlt hier das Eigene, das ganz besondere Etwas, das den Zuschauer zum Staunen bringen kann. Sicherlich, einige Szenen haben einen hohen Schauwert. Doch lässt diese Version von Oz einfach Charme und Wärme vermissen und hat eigentlich Nichts zu bieten, was nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Das gilt auch für die Figuren, die ebenfalls alle nett anzusehen sind, aber letztendlich genauso leer und kalt bleiben, wie die am Computer generierte Landschaft.

Der Humor richtet sich eher an ein junges Publikum. Das gilt besonders für die Figur des fliegenden Affen Finley, der als Sidekick von Oscar Kinder mit seinen Sprüchen garantiert zum Lachen bringen kann. Ältere Zuschauer könnten von diesem nicht wirklich niedlich aussehenden Wesen dagegen schnell genervt sein. Doch auch wenn die Gags eher kindgerecht sind, gilt dies nicht für den gesamten Film. Einige Sequenzen sind doch recht düster und brutal, so dass ganz kleine Zuschauer es dann doch mit der Angst zu tun bekommen könnten. Durch die guten 3D Effekte wird dies natürlich noch intensiviert.

Die Darsteller sind soweit in Ordnung. James Franco überzeugt als Held wider Willen genauso wie Rachel Weisz, die mit offensichtlichem Vergnügen die Rolle der bösen Evanora gespielt hat. Michelle Williams darf von ihrem Talent kaum etwas zeigen und auch Mila Kunis muss sich über weite Strecken des Films hinter einer nicht wirklich überzeugenden Maske verstecken. Geschichte, Darsteller, Optik – all das ist ganz nett, aber eben nicht mehr. Von einem Regisseur wie Sam Raimi hätte da doch sehr viel Besseres erwartet werden dürfen. Wer einfach nur einen puren 3D Bilderrausch erleben möchte und sich nicht daran stört, dass dem Fantasy-Abenteuer Seele und Charme fehlen, der wird  sehr gerne in "Die fantastische Welt von Oz" eintauchen und an dem Kampf gegen die böse Hexe garantiert viel Spaß haben. Wer aber von unterhaltsamem Popcorn-Kino mehr erwartet, als ein paar schmissige Spezialeffekte und einen knalligen Farbenrausch, den wird dieser CGI-Overkill eher kalt lassen. Daher gilt: zumindest für Fans von Filmen wie "Alice im Wunderland" mit Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Die fantastische Welt von Oz (USA 2012)"
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