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Die Haut, in der ich wohne

Die Haut, in der ich wohne

Spanien 2011 - mit Antonio Banderas, Elena Anaya, Marisa Paredes, Jan Cornet, Blanca Suárez ...

Filminfo

Originaltitel:La piel que habito
Genre:Thriller, Drama, Mystery
Regie:Pedro Almodóvar
Kinostart:20.10.2011
Produktionsland:Spanien 2011
Laufzeit:ca. 121 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.almodovar.de
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Mit "Die Haut, in der ich wohne" hat Pedro Almodóvar ein weiteres filmisches Kunststück geschafft. Intelligent, originell und verstörend kommt dieses Thrillerdrama daher und es sei jedem interessierten Zuschauer nahe gelegt, sich so wenig wie möglich über den Inhalt verraten zu lassen. Denn auch wenn ab einem gewissen Zeitpunkt die große Überraschung des Films erahnt werden kann, so ist die eigentliche Enthüllung doch erst dann so richtig effektiv, wenn man so lange als möglich im Dunkeln tappt. 

Daher soll an dieser Stelle nur soviel verraten werden: Nachdem seine Frau bei einem Autounfall verbrannt ist, setzt der geniale plastische Chirurg Dr. Robert Ledgard (Antonio Banderas) alles daran, eine künstliche Haut zu erschaffen, die widerstandsfähig genug ist, um ein Feuer wie das, durch das seine Frau ums Leben gekommen ist, zu überstehen. Abgeschottet in seinem luxuriösen Haus arbeitet Robert mit Hilfe seiner treuen Haushälterin Marilia (Marisa Paredes) seit Jahren an seiner Versuchsperson, der schönen Vera (Elena Anaya), die nach all den Operationen Roberts verstorbener Frau zum Verwechseln ähnlich sieht. Jede Bewegung, die Vera macht, wird genauestens überwacht und sie bleibt stets in ihrem Zimmer eingeschlossen. Denn Niemand soll von den Forschungen und den geheimen Operationen erfahren, die Robert in seinem Haus durchführt. Doch als Marilias Sohn eines Abends auf der Flucht vor der Polizei in dem Haus auftaucht, nehmen die Ereignisse eine dramatische Wendung... 

"Die Haut, in der ich wohne" ist schon irgendwie ein kranker Film – was in diesem speziellen Fall aber durchaus als Kompliment zu sehen ist. Die Geschichte ist verstörend und bis zum Ende hin packend inszeniert. Anhand von Rückblenden und Wechseln der Erzählperspektive setzt Almodóvar nach und nach ein Puzzle zusammen, das sich Elementen des Dramas, der Romanze und des Thrillers genauso bedient, wie bei der klassischen griechischen Tragödie. Gewürzt mit skurrilem Humor und einer Prise Erotik ist so ein faszinierender Trip in die Abgründe einer besessenen Seele entstanden, dem man sich als Zuschauer nur schwer entziehen kann. 

Neben seiner wieder einmal faszinierenden Bildsprache kann sich Almodóvar auch bei seinem neuesten Werk wieder auf ein extrem starkes Schauspielensemble verlassen. Besonders Antonio Banderas ist hier so gut wie schon lange nicht mehr. Elena Anaya ("Sprich mit ihr") ist betörend und verletzlich, doch bei weitem nicht das klassische Opfer. Und Robert Àlamo ist in seinem Tigerkostüm der wohl größte Widerling, der in diesem Jahr im Kino zu sehen war. Ihnen und den anderen Darstellern dabei zuzusehen, wie sie ihre Figuren mit Leben und die Geschichte mit Drama, Liebe, Angst und Verzweiflung füllen, ist ein schlichtweg großartiges Erlebnis und ein ganz großes Vergnügen. 

Viel mehr soll an dieser Stelle nicht über "Die Haut, in der ich wohne" gesagt werden. Denn je mehr Sie im Vorfeld über diesen Film wissen, desto weniger kraftvoll kann sich die verschachtelte Geschichte dann entfalten. Sicherlich ist dieser ganz spezielle Thriller nicht wirklich etwas für das Massenpublikum, sondern eher etwas für erprobte Programmkinogänger. Doch wer die Filme von Pedro Almodóvar liebt oder sich gerne auf ganz besondere Seherlebnisse einlässt, dem kann der auf dem Roman von Thierry Jonquet basierende Film auf jeden Fall ans Herz gelegt werden. Zweifelsohne einer der Höhepunkte dieses Kinoherbstes und daher auch: absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Die Haut, in der ich wohne (Spanien 2011)"
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