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Die Herrschaft der Schatten – DVD

Die Herrschaft der Schatten – DVD

USA 2010 - mit Hayden Christensen, Thandie Newton, John Leguizamo, Jacob Latimore u.a

Filminfo

Originaltitel:Vanishing on 7th Street
Genre:Thriller, Mystery, Horror
Regie:Brad Anderson
Verkaufsstart:26.08.2011
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 99 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:Audiokommentar, Behind the Scenes, Featurettes, alternative Enden, Trailer
Regionalcode:2
Label:Koch Media
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Amazon Link : Die Herrschaft der Schatten – DVD

Film: Als Filmvorführer ist Paul (John Leguizamo) Dunkelheit gewöhnt. Doch als nach einem Stromausfall die Projektoren in seinem Vorführraum wieder anspringen, läuft es Paul eiskalt den Rücken runter. Sowohl im Kinosaal, als auch im Foyer ist keine Menschenseele mehr. Lediglich Kleidungsstücke, Schmuck, Uhren und andere Gegenstände liegen auf den Sitzen und auf dem Boden. Auch Nachrichtensprecher Luke (Hayden Christensen) muss am Morgen nach dem Stromausfall erkennen, dass sich alle Menschen aus seiner näheren Umgebung in Luft aufgelöst zu haben scheinen. Nur einige Wenige haben überlebt, doch auch Ihnen droht das mysteriöse wie schnelle Ende. Und das scheint direkt aus der Dunkelheit zu kommen. In einer kleinen Bar verschanzen sich Luke und Paul gemeinsam mit der verzweifelten Rosemary (Thandie Newton) und dem Jungen James (Jacob Latimore), in der Hoffnung, dort den tödlichen Schatten zu entkommen. Doch die Dunkelheit lässt sich so leicht nicht aussperren...

Bereits in Filmen wie dem großartigen "Session 9" und dem intensiven "Der Maschinist" hat Brad Anderson seinen Zuschauern eine ordentliche Gänsehaut verpassen können. Nachdem er zuletzt in erster Linie für TV-Serien wie "Fringe" Regie geführt hat, wagt er sich mit "Die Herrschaft der Schatten" endlich wieder an einen Genrebeitrag in Spielfilmlänge. Gedreht wurde, wie schon in "Session 9", wieder in Detroit, das für Anderson die perfekte Kulisse für einen Endzeit-Thriller darstellt. Gerade im ersten Drittel, in dem die Protagonisten durch die menschenleere Großstadt wandeln, kann sich eine extrem bedrohliche Atmosphäre ausbreiten, die durch einige sehr starke Momente unterstrichen wird.

Es gibt einige deutliche Anleihen bei Stephen Kings "Langoliers", bei dem Kassenhit "I am Legend" oder auch bei dem Klassiker "Quiet Earth – Das letzte Experiment". Dennoch sind Anderson und Drehbuchautor Anthony Jaswinski offensichtlich sehr um eine gewisse Eigenständigkeit bemüht gewesen. Trotz der guten Vorbilder und vieler gelungener Aspekte funktioniert das Ganze allerdings nur bedingt. Denn auch wenn der Einsatz von bedrohlich wirkenden Soundeffekten und das Spiel mit der universellen Angst vor der Dunkelheit für einige gute Gänsehautmomente sorgen, erfüllt die Geschichte die hohen Ansprüchen der Macher nicht wirklich. Zu sehr wird der Zuschauer – man mag mir dieses offensichtliche Wortspiel verzeihen – im Dunkeln gelassen. Das funktioniert zu einem gewissen Grad, da durch die Unwissenheit zunächst Spannung aufgebaut wird. Doch da es bis zum Ende keine wirkliche Erklärung gibt, wirkt der Film mitunter wie eine Aneinanderreihung von atmosphärischen Momenten, denen ein zusammenhängendes Element fehlt.

Ob das an dem geringen Budget liegt oder an der kurzen Drehzeit, sei dahin gestellt. Fakt ist, dass Brad Anderson durchaus das Talent hat, aus einer Grundidee wie der, die diesem Film zugrunde liegt, mehr zu machen, als nur einen atmosphärischen Endzeit-Thriller. "Die Herrschaft der Schatten" ist wirklich kein schlechter Film, dafür gibt es einfach zu viele effektive Momente. Doch nach dem unbefriedigenden Finale bleibt das Gefühl, dass die an sich gute Idee nicht wirklich zu Ende gedacht worden ist. Gute Darsteller, ein paar beeindruckende Bilder und ordentliche Gruseleffekte machen den Film unterm Strich für alle Liebhaber von Mystery-Thrillern durchaus sehenswert – und dennoch ist es schade, dass gerade ein Regisseur wie Brad Anderson hier das ihm vorliegende Potential nur ansatzweise ausschöpfen konnte.

Bild + Ton: Der gute Einsatz von atmosphärischen Soundeffekten macht den Ton zu dem besten Aspekt der technischen Umsetzung. Immer wieder gelingt es durch zum Teil eher unterschwellige, dann wieder offensichtlich bedrohliche Sounds eine echte Gänsehaut zu schaffen. Das Bild kann da nicht wirklich mithalten. Zwar gibt es keine Verschmutzungen, Farbgebung und Gesamtschärfe liegen auch auf gutem Niveau. Nur in den nicht gerade wenigen dunklen Szenen ist hier und da ein leichtes Bildrauschen und Schwächen bei der Detaildarstellung auszumachen. Unterm Strich gibt’s dennoch ein: Gut!

Extras: Das interessanteste Extra ist zweifelsohne der Audiokommentar von Regisseur Brad Anderson. Hier erzählt Anderson etwa davon, wie mit kleinem Budget und in kürzester Zeit gedreht werden musste und dass u.a. ein bereits abgesperrtes Set des zur gleichen Zeit gedrehten Remakes von "Red Dawn" genutzt wurde, um die düstere Endzeitvision umsetzen zu können. Sehr interessant ist auch zu erfahren, dass Anderson aus Kostengründen mit einer hochmodernen RED Digital Kamera drehen musste, was sich deshalb als negativ herausstellte, da die Sets für diese Kamera taghell erleuchtet werden mussten und die dominierende Dunkelheit erst nachträglich in der Nachproduktion digital erschaffen werden konnte. Auch von Problemen bei Testvorführungen und seinem Ärger darüber gibt der Regisseur in dem leider nicht untertitelten Kommentar Auskunft.

Bei dem Blick hinter die Kulissen und den drei Featurettes handelt es sich um jeweils sehr kurze Werbematerialien, die zum Teil das gleiche Material nutzen. So wiederholen sich die Aussagen der hier interviewten Macher und Darsteller vereinzelt, was dem Informationsgehalt dieser Specials nicht gerade zuträglich ist. Auch die alternativen Enden sind eine kleine Mogelpackung, da es sich hier eigentlich immer um das gleiche Ende handelt, das nur leicht umgeschnitten worden ist. Der Originaltrailer und der deutsche Trailer runden das nur bedingt überzeugende Bonuspaket ab.

Fazit: "Die Herrschaft der Schatten" ist ein atmosphärischer Endzeit-Thriller mit einigen großartigen Momenten, aber auch einigen Schwachpunkten, zu denen auch die etwas verwirrende Story gehört. Technisch liegt die DVD auf gutem Niveau, die Extras sind, vom informativen Audiokommentar abgesehen, etwas oberflächlich. Insgesamt gibt es dafür noch ein ordentliches: Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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