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Die Höhle – BD

Die Höhle – BD

Spanien 2012 - mit Marta Castellote, Xoel Fernández, Eva García-Vacas, Marcos Ortiz u.a

Filminfo

Originaltitel:La Cueva
Genre:Thriller, Horror
Regie:Alfredo Montero
Verkaufsstart:14.10.2014
Produktionsland:Spanien 2012
Laufzeit:ca. 77 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Spanisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.78:1) 1080 / 24p HD
Extras:Making of, Featurettes, Trailer, Programmtipps
Regionalcode:B
Label:Ascot Elite Home Entertainment
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Amazon Link : Die Höhle – BD

Film: Es soll eigentlich ein entspannter Traumurlaub für fünf Freunde werden, die sich auf der spanischen Ferieninsel Formentera treffen. Entspannt am weißen Sandstrand liegen, im kristallklaren Wasser schwimmen oder durch die traumhafte Landschaft wandern. Das klingt alles nach Idylle pur. Doch dieser Eindruck weicht schnell dem puren Horror, als die Gruppe eine Höhle entdeckt und beschließt, diese zu erkunden. Denn als sie sich in den engen Gängen verirren, wird die Höhle zu einem mörderischen Labyrinth, aus dem scheinbar kein Weg mehr herausführt. Als dann auch noch die Vorräte zur Neige gehen, treibt die Panik die Eingeschlossenen zu einer drastischen Entscheidung, die aus Freunden erbitterte Feinde machen wird…

"Die Höhle" ist ein weiterer Vertreter des stetig wachsenden Found-Footage-Subgenres. Wie der großartige Höhlen-Horror "The Descent" oder zuletzt "Katakomben" versucht auch der spanische Filmemacher Alfredo Montero mit seinem Spielfilmdebüt durch enge Gänge und Dunkelheit mit den Urängsten seiner Zuschauer zu spielen und eine beklemmende, klaustrophobische Grundatmosphäre zu schaffen. Das gelingt ihm stellenweise auch sehr gut, sobald seine Protagonisten die titelgebende Höhle betreten. Bis es soweit ist, gibt es die für den Found-Footage-Film üblichen Belanglosigkeiten, durch die gezeigt werden soll, wie später der Horror in den ganz normalen Alltag der Figuren einbricht. Das war vielleicht mal eins ehr effektives Stilmittel, wirkt aber im tausendsten Aufguss einfach nur noch langweilig.

Was man dem Film dagegen zugutehalten muss, ist die Tatsache, dass es hier kein übernatürliches Grauen gibt, sondern das die Menschen in der hier skizzierten Extremsituation zu den wahren Monstern werden. Allerdings merkt man gerade in diesem Aspekt auch, dass Montero hier seinen ersten Spielfilm inszeniert hat. Denn um die Szene, in der sich die Eingeschlossenen für ihr eigenes Überleben zu einem sehr extremen Schritt entschließen, wirklich richtig schockierend wirken zu lassen, hätte sie etwas sorgfältiger aufgebaut werden müssen. Zwar wird die Panik, die bei den Fünf regiert, ganz gut nachvollziehbar, doch es geht einfach zu schnell von der ersten Überlegung bis zur Durchführung besagten Schrittes, um tatsächlich glaubhaft zu wirken.

Zudem funktioniert die visuelle Umsetzung nur bedingt. Das Bild ist oftmals zu verwackelt und zu dunkel, was deutlich auf Kosten der Atmosphäre geht. Mit seinem Anspruch, das Ganze so realistisch wie möglich wirken zu lassen, übertreibt es Montero einfach ein wenig – zumal das, was die Kamera hier aushalten muss, ohne ernsthaften Schaden zu nehmen, diesem Realitätsanspruch völlig wiederspricht. Natürlich eignet sich der Found-Footage-Stil gerade für eine solche Geschichte ganz hervorragend. Doch mittlerweile gibt es etliche Vertreter dieses Genres, die gezeigt haben, dass man den Look auch etwas weniger verwackelt und dennoch effektiv einsetzen kann.

Keine Frage, "Die Höhle" hat einige sehr intensive Momente, bei denen Zuschauern mit Platzangst durchaus die Luft wegbleiben kann. Und über das, was in der Höhle geschieht, muss man auch nach dem Ende des recht kurzen Films noch lange nachdenken, weil man sich zwangsläufig fragt: wie würde ich in einer solchen Situation handeln? Doch davon abgesehen hat der Thriller auch zu Beginn mit einigen Längen und in der Höhle mit vielen zu verwackelten und zu dunklen Aufnahmen zu kämpfen, was das Vergnügen an diesem Schocker doch merklich schmälert. Daher gilt: nur für Found-Footage-Fans mit extremer Platzangst extrem effektiv und absolut sehenswert. Alle anderen sollten lieber noch einmal  "The Descent" einlegen!  

Bild + Ton: Nicht nur der Found-Footage-Stil, sondern auch die vielen sehr dunklen Szenen sorgen dafür, dass das Bild keinen großen Jubel hervorruft. Es gibt zwar keinerlei Verschmutzungen und wenn die Kamera mal etwas ruht, kommt auch die ordentliche Bildschärfe zur Geltung. Doch zu oft ist das Geschehen einfach zu wackelig oder zu dunkel, um seine positiven Eigenschaften wirklich unter Beweis stellen zu können. Der Sound hat einige sehr atmosphärischen Momente zu bieten, die das klaustrophobische Geschehen noch gut unterstützen, bleibt aber ansonsten eher zurückhaltend. Insgesamt entspricht die technische Umsetzung genau dem, was man von einem Found-Footage-Thriller erwarten kann. Gut!

Extras: Im Bonuspaket enthalten sind ein Making of (ca. 11:15 Min.), sowie kurze Featurettes über die wahre Geschichte, die dem Film zugrunde liegt (ca. 4 Min.), über das, was den Darstellern Angst macht (ca. 2:30 Min.), über "das Ereignis" (ca. 3:45 Min.), sowie über die Dreharbeiten auf Formentera (ca. 2:32 Min.) und den Dreh in einer Höhle (ca. 3:20 Min.). Insgesamt wird dem Zuschauer hier ein ganz ordentlicher Einblick in die Produktion geboten. Der Trailer und weitere Programmtipps komplettieren das Zusatzangebot.

Fazit: Und noch ein Found-Footage Film: "Die Höhle" schafft es nicht, dem Subgenre wirklich neue Seiten abzugewinnen und ist auch nicht ganz so effektiv, wie andere Höhlen-Schocker wie "The Descent". Doch als beklemmender Thriller über die Abgründe menschlichen Sozialverhaltens in Extremsituationen funktioniert das Ganze zumindest im letzten Drittel recht gut. Wer mit dem Wackelkamera-Stil des Genres wenig anfangen kann, wird hier schnell genervt sein. Wer aber schon beim Anblick von engen Höhlengängen Schnappatmung bekommt, für den dürfte die zweite Filmhälfte wirklich effektiver Horror sein. Die Blu-ray präsentiert den Film in stimmiger Bild- und Tonqualität und bietet zudem noch einen guten Blick hinter die Kulissen. Trotz einiger dramaturgischer Hänger gibt es daher gerade noch ein: Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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