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Die Kunst zu gewinnen – Moneyball

Die Kunst zu gewinnen – Moneyball

USA 2011 - mit Brad Pitt, Jonah Hill, Philip Seymour Hoffman, Robin Wright, Chris Pratt, Ken Medlock ...

Filminfo

Originaltitel:Moneyball
Genre:Drama, Komödie
Regie:Bennett Miller
Kinostart:02.02.2012
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 133 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.die-kunst-zu-gewinnen.de
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Sportfilme haben es in Deutschland generell eher schwer. Wenn dann noch ein typisch amerikanischer Sport wie Baseball im Mittelpunkt der Geschichte steht, schmälert dies die Erfolgschancen noch zusätzlich. Doch "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich durchaus einmal solchen Filmen öffnen sollte, selbst wenn Kenntnisse oder gar Interesse für die Sportart fehlt. Denn das neueste Werk von "Capote"-Regisseur Bennett Miller bietet eben nicht nur einen interessanten Einblick hinter die Kulissen des Baseball-Zirkus, sondern auch ganz große Unterhaltung der intelligenteren Art.

Basierend auf wahren Ereignissen wird die Geschichte von Billy Bane (Brad Pitt), der einst selbst eine große Hoffnung auf dem Baseballfeld war, letztendlich aber an seinen eigenen hohen Erwartungen gescheitert ist. Nun arbeitet Billy als Manager für die Oakland A`s, die er aus ihrer finanziellen Misere und dem damit verbundenen Misserfolgen retten soll. Doch alle Versuche, fähige Spieler einzukaufen werden von den sehr viel reicheren Teams zunichte gemacht. Doch so schnell lässt sich Billy nicht ins Abseits schießen. Zusammen mit dem unerfahrenen Yale-Absolventen Peter Brand (Jonah Hill) will er eine Theorie testen, nach der Spieler nicht aufgrund ihres Marktwertes, sondern aufgrund von Computer-Statistiken ausgewählt werden. Theoretisch könnten sie ein Gewinnerteam aus all den Spielern zusammenstellen, die entweder verletzt, zu alt oder auf sonst eine Art Außenseiter sind. Gegen jede Vernunft und den Willen des Field Managers (Philip Seymour Hoffman) setzen Billy und Peter ihren Plan in die Tat um – zunächst mit desaströsen Folgen. Doch anders als auf dem Feld will Peter hinter den Kulissen nicht so schnell aufgeben...

Zwar geht es in "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" um die amerikanische Baseball-Liga, doch das, was der Film eigentlich zeigt, lässt sich problemlos auch auf andere Sportarten in anderen Ländern übertragen. Wie hier mit Spielern gepokert wird, diese mit Taktik getauscht und verkauft werden und wie ihr Marktwert bestimmt wird, ist kein rein amerikanisches Phänomen. Doch es würde der Regie von Bennett Miller und dem großartigen Drehbuch von Steven Zaillian ("Schindlers Liste") und Aaron Sorkin ("The Social Network") einfach nicht gerecht werden, würde "Moneyball" nur als Sportfilm angesehen werden. Vielmehr ist der Film eine Geschichte über Werte und Wertschätzung, nicht nur auf professioneller, sondern ganz besonders auch auf persönlicher Ebene. Es geht darum, den echten Wert eines Menschen zu entdecken und zu fördern. Und darum, auch an seine eigenen Stärken zu glauben. Denn erst, wem das gelingt, der hat die Kunst zu gewinnen tatsächlich verstanden.

Während das Drehbuch mit großartigen Dialogen vollgestopft zu sein scheint, lag es nun an den Darstellern, diese auch adäquat auf die Leinwand zu übertragen. Und das ist dem großartigen Ensemble wirklich eindrucksvoll gelungen. Ganz besonders Brad Pitt, der sich in jeder Szene etwas zum Essen oder Trinken in den Mund zu stopfen scheint, ist als ein wenig großspuriger Dickkopf, der mit seinen Sprüchen seine inneren Dämonen zum Schweigen zu bringen versucht, einfach großartig. Dass es dafür eine Oscar-Nominierung gab, ist mehr als gerechtfertigt. Gleiches gilt auch für Jonah Hill, der nach dem großen Erfolg von "Superbad" auf einen ganz speziellen Rollentypus festegelegt zu sein schien. Doch hier darf er eine sehr viel erwachsenere Darstellung abliefern, die zwar auch komödiantische Züge trägt, aber auch viel schauspielerisches Talent offenbart. Doch auch Nebendarsteller wie ein glatzköpfiger Philip Seymour Hoffman oder der aus Serien wie "Everwood" bekannte Chris Pratt machen den Film schauspielerisch zu einem echten Homerun.

"Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" ist Unterhaltungskino mit Köpfchen, ein von Dialogen und den Schauspielern getragenes Drama mit realsatirischen Zügen, das einmal mehr beweist, dass Hollywood sehr viel besser sein kann, als sein Ruf. Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Die Kunst zu gewinnen – Moneyball (USA 2011)"
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