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Die Legende von Aang

Die Legende von Aang

USA 2010 - mit Noah Ringer, Dev Patel, Jackson Rathbone, Nicola Peltz ...

Filminfo

Originaltitel:The last Airbender
Genre:Fantasy, Action, Kinderfilm
Regie:M. Night Shyamalan
Kinostart:19.08.2010
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 103 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:Die-legende-von-aang.de
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Mit "The sixth Sense" ist M. Night Shyamalan quasi über Nacht zu einer der größten Regiehoffnungen des zeitgenössischen Mainstreamkinos aufgestiegen. Auch wenn mit jedem nachfolgenden Film die Zahl seiner Kritiker größer wurde, kann nicht geleugnet werden, dass den Filmen von Shyamalan stets der Hauch von etwas Besonderem angehaftet ha. Selbst sein letztes Werk, der unterm Strich enttäuschende Öko-Horror "The Happening", hatte einige sehr starke Momente. Doch mit der Verfilmung der beliebten Anime-Serie "Avatar – Der Herr der Elemente" enttäuscht Shyamalan auch seine stärksten Fürsprecher.

Der Film stellt das erste Kapitel eine geplanten – oder nach Ansehen des Werkes besser gesagt angedrohten – Trilogie dar und erzählt von einer Zeit, in der ganz besondere Menschen die vier Elemente, Wasser, Luft, Erde und Feuer, beherrschen konnten. Unter ihnen gibt es jeweils einen Auserwählten, einen "Avatar", der als Einziger alle Elemente gleichsam beherrschen kann. Der junge Aang (Noah Ringer), der von der Wasserbändigerin Katara (Nicola Peltz) und ihrem Bruder Sokka (Jackson Rathbone) aus seinem Gefängnis im ewigen Eis befreit worden ist, scheint der nächste Avatar zu sein. Doch um den Frieden in einer von Krieg zerrütteten Welt wieder herzustellen, muss Aang erst lernen, seine Fähigkeiten zu kontrollieren und richtig einzusetzen. Und so macht er sich mit Katara und Sokka auf eine gefährliche Reise, um seiner Bestimmung zu folgen. Dabei wird er stets von dem jungen Prinz Zuko (Dev Patel) gejagt, der mit der Ergreifung des Avatar endlich den Respekt seines mächtigen Vaters wieder erlangen möchte…

"Die Legende von Aang" ist nicht wirklich schlecht. Aber er ist eine herbe Enttäuschung. Denn auch wenn das Werk einen gewissen Schauwert und bisweilen richtig gute Spezialeffekte zu bieten hat, so ist der Film unterm Strich einfach nur langweilig. Von "großen Schlachten" und allerhand gefährlichen Monstern wird in erster Linie nur erzählt. Zu sehen bekommt der Zuschauer nur einen kleinen Bruchteil davon. Ohnehin wird für einen Film, der sich an eine ohnehin eher ungeduldige junge Zielgruppe richtet, verdammt viel geredet – stets natürlich in einem bedeutungsschwangeren Tonfall mit dramatisch in die Ferne gerichtetem Blick. Und wenn Aang sich dann doch einmal daran machen darf, die Elemente zu beherrschen, wird mehr Augenmerk auf seine Bändigungsrituale gelegt, als darauf, den Charakteren auch so etwas wie Tiefe oder eben Charakter zu verleihen. So bleiben alle Figuren trotz guter Darsteller wie Dev Patel ("Slumdog Millionär") oder Cliff Curtis ("Whale Rider") extrem blass.

Gedreht wurde "Die Legende von Aang" in herkömmlichen 2D. Doch da im Moment mit 3D viel Geld zu machen ist und sogar qualitativ weniger gute Filme erfolgreich laufen, wurde auch Shyamalans Werk ähnlich wie "Kampf der Titanen" nachträglich zu einem 3D Werk konvertiert. Das Ergebnis, für das Zuschauer einen 3D Zuschlag zahlen müssen, ist schwach, enttäuschend und in einigen Momenten sogar richtig schlecht. Denn in eher dunklen Szenen, in denen in der 2D Version noch alle der sehenswerten Effekte zu sehen sind, verblassen diese in der 3D Fassung fast völlig. Es sind Filme wie dieser, die dem 3D Trend nachhaltig Schaden könnten. Denn irgendwann wird auch den begeistertsten 3D-Anhängern auffallen, dass diese nachträgliche 3D Umwandlung dem Film qualitativ schadet und nur dazu dient, dem Publikum mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Und leider funktioniert diese Masche noch immer viel zu gut.

Doch zurück zum Film. Denn ganz gleich ob in 2D oder 3D, mehr als ein paar hübsch anzusehende Effekte hat M. Night Shyamalans Film leider nicht zu bieten. Die Vorlage, die sich nicht nur bei jungen Anime-Fans, sondern auch bei älteren Zuschauern großer Beliebtheit erfreut und genügend Potential für ein tolles Kinoabenteuer geboten hätte, bleibt weitgehend ungenutzt. Der Film orientiert sich zwar an den Ereignissen der ersten Staffel der Serie, hakt diese aber lieb- und einfallslos ab. Dadurch gelingt es weder, Spannung zu erzeugen, noch, die Zuschauer emotional an die Figuren zu binden. Dass die Geschichte am Ende nicht fertig erzählt ist und es im Prinzip noch zwei Fortsetzungen geben könnte, ist relativ egal. Anders, als etwa bei der "Herr der Ringe"-Trilogie, wo man es als Fan gar nicht erwarten konnte, bis der nächste Teil in die Kinos kommt, dürfte es bei "Die Legende von Aang" nur wenige Zuschauer geben, die wirklich mehr von den Abenteuern von Aang und den anderen Elemente-Bändigern sehen möchten. Schade um die vielen vergeudeten Möglichkeiten.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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