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Dezember 2018
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Die Libelle und das Nashorn

Die Libelle und das Nashorn

Deutschland 2012 - mit Mario Adorf, Fritzi Haberlandt, Irm Hermann, Maria Faust, Samuel Finzi u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Drama, Komödie
Regie:Lola Randl
Kinostart:06.12.2012
Produktionsland:Deutschland 2012
Laufzeit:ca. 83 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.libelleundnashorn-derfilm.de
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Diesen Tag will die Nachwuchsautorin Ada Hänselmann (Fritzi Habermann) am liebsten so schnell wie möglich hinter sich bringen. Voller Stolz wollte sie bei einer Lesung ihren ersten Roman vorstellen. Doch die anwesenden Gäste interessierten sich nur für den Schauspieler Nino Winter (Mario Adorf), der bei der gleichen Veranstaltung seine Biografie vorgestellt hat. Und dann macht auch noch ihr Freund am Telefon Schluss mit Ada. Im Hotel will sie diese doppelte Schmach einfach nur vergessen. Doch dann begegnet sie dort dem alternden Leinwandstar, dessen Flug verschoben wurde, wieder. Nach einem zögerlichen Start beginnt ein angeregtes Gespräch zwischen den Beiden, dass zu einem ungewöhnlichen Spiel und schließlich zu einer ganz besonderen Nacht führt, die für die beiden ungleichen Menschen noch jede Menge Überraschungen bereit hält...

"Die Libelle und das Nashorn" entstand aus einer sehr traurigen Situation heraus. Denn eigentlich war Regisseurin und Drehbuchautorin Lola Randl gerade dabei, ihren Film "Die Erfindung der Liebe" zu drehen, als die Arbeiten nach dem überraschenden und viel zu frühen Tod der 26jährigen Hauptdarstellerin Maria Kwiatkowsky abgebrochen werden mussten. Um dies zu verarbeiten, wandte sich Randl einem komplett anderen Projekt zu. Herausgekommen ist die mal skurrile, mal etwas märchenhafte, dann wieder humorvolle und sehr emotionale Geschichte einer ungewöhnlichen Nacht, in der sich eine noch ungewöhnlichere Freundschaft entwickelt.

Keine Frage, das souveräne Spiel von Mario Adorf und das verspielte Agieren von Fritzi Haberlandt können überzeugen und verleihen dem Film einen gewissen Reiz, dem die ganz eigene Atmosphäre der Inszenierung durchaus noch zuträglich ist. Dennoch hat das Gesamtbild einige deutliche Schönheitsfehler, die sich negativ auf den Unterhaltungswert des Films auswirken. So wirken gerade die Dialoge bisweilen etwas gestelzt und arg um Komik oder um eine gewisse Schrägheit bemüht. Das wirkt sich besonders auf die Figur der Ada negativ aus. Schafft es Haberlandt gerade zu Beginn noch, Ada äußerst sympathisch und auf ihre etwas verpeilte Art liebenswert erscheinen zu lassen, wirkt sie bei ihren Unterhaltungen mit Nino bisweilen arg unsensibel und aufdringlich, was ihren Sympathiewert nicht gerade nach oben schraubt. Irgendwann scheint man zu verstehen, warum sie ihr Freund verlassen hat.

Keine Frage, der Film hat einige sehr nette Momente, steckt voller schöner Ideen und wandelt gekonnt an der Grenze zwischen Humor und Melancholie. Das reicht dann sicherlich auch aus, um Zuschauer, die kleinere deutsche Filme jenseits des Mainstream mögen, zufrieden stellen zu können. Allen anderen werden sowohl der deutliche Fernsehspielcharakter, die mitunter etwas bemühten Dialoge und der leider viel zu selten funktionierende Humor wenige Begeisterungsstürme entlocken können. Dafür gibt es am Ende dann leider auch nur ein: sehr bedingt sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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