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Die Misswahl

Die Misswahl

Großbritannien 2020 - mit Keira Knightley, Jessie Buckley, Gugu Mbatha-Raw, Greg Kinnear ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Misbehaviour
Genre:Komödie, Drama
Regie:Philippa Lowthorpe
Kinostart:01.10.2020
Produktionsland:Großbritannien 2020
Laufzeit:ca. 107 Min.
FSK:ab 0 Jahren
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London im Jahr 1970: Nicht nur in ihrem Studium merkt Sally Alexander (Keira Knightley) Tag für Tag, dass sie als Frau ständig benachteiligt ist. Auch wenn ihr die Methoden der aufkommenden Frauenbewegung etwas radikal erscheinen, kommt sie zu dem Schluss, dass es vielleicht radikaler Methoden bedarf, um wirklich etwas zu verändern. So schließt sie sich einer Gruppe um die rebellische Jo Robinson (Jessie Buckley) an, die sich bereits ein Ziel für ihren Protest ausgesucht hat: Den jährlich ausgetragenen "Miss World"-Wettbewerb, der in diesem Jahr in London stattfinden wird. Während sich die Teilnehmerinnen auf ihren Auftritt bei dem TV-Ereignis des Jahres vor 100 Millionen Zuschauern vorbereiten, planen die Frauen des "Women’s Liberation Movement" eine besondere Aktion während der von Komiker Bop Hope (Greg Kinnear) moderierten Show, um die Welt endlich wachzurütteln. Dabei übersehen sie allerdings, dass der Wettbewerb für einige Teilnehmerinnen, wie die  Außenseiterin Miss Grenada (Gugu Mbatha-Raw), die Möglichkeit bedeutet, in ihrem Land als Frauen wirklich etwas bewegen zu können – auch wenn sie dafür in Badeanzügen posieren müssen… 

"Die Misswahl" basiert auf wahren Ereignissen während der TV-Übertragung der "Miss World" Wahl von 1970. Regisseurin Philippa Lowthorpe, die für ihre Arbeit an der gefeierten Serie "Call the Midwife – Ruf des Lebens“ als erste Frau mit einem BAFTA in der Kategorie Fernsehen ausgezeichnet wurde, schafft es sehr gut, die Ereignisse nicht zu einseitig darzustellen. Es wäre leicht gewesen, sich nur auf den Kampf der Frauenbewegung zu konzentrieren. Doch da eben auch die andere Seite aus Sicht einiger Teilnehmerinnen beleuchtet wird, kann eben auch klar werden, dass dieser Wettbewerb bei all der gerechtfertigten Kritik durchaus auch ein wichtiges Werkzeug für den schwierigen weg zur Gleichberechtigung sein kann. 

Es ist auch angenehm, dass der Film nicht zu intensiv mit dem erhobenen Zeigefinger arbeitet, sondern immer wieder auch leichte, komödiantische Aspekte zum Einsatz kommen lässt. Das wirkt ab und an ein klein wenig plakativ – etwa dadurch, dass Greg Kinnear als Bob Hope zur sexistischen Witzfigur verkommt. Insgesamt aber ist die Mischung aus humorvoller Leichtigkeit und ernsthafter Botschaft wirklich gut gelungen. Besonders ein Gespräch zwischen Sally und Jennifer alias Miss Grenada transportiert diese sehr gut an das Publikum und bringt nicht nur Sally, sondern auch die Zuschauer zum Nachdenken. 

"Die Misswahl" ist ein charmanter, dabei aber auch recht konventioneller Film. Er ist leichtfüßig, dabei aber niemals platt inszeniert und toll gespielt. Trotzdem bleibt am Ende das Gefühl, dass aus dem Stoff durchaus noch etwas mehr hätte herausgeholt werden können. Richtig sehenswert ist hier aber auch der Abspann, der den Schauspielerinnen ihre echten Vorbilder gegenüberstellen und offenbaren, was nach den Ereignissen von 1970 aus den Frauen geworden ist – was einige wirklich spannende Informationen mit sich bringt. Wer unterhaltsame Filme über starke Frauen mag, der kann an dieser "Misswahl" getrost teilnehmen. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Die Misswahl (Großbritannien 2020)"
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