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Die Möbius Affäre

Die Möbius Affäre

Frankreich 2013 - mit Jean Dujardin, Cécile de France, Tim Roth, Émilie Dequenne, Wendell Pierce u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Möbius
Genre:Thriller, Drama, Romantik
Regie:Éric Rochant
Kinostart:01.08.2013
Produktionsland:Frankreich 2013
Laufzeit:ca. 108 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.die-moebius-affaere.de
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In Monaco, dem Mekka der Reichen und Schönen, soll der russische Top-Spion Grégory Lioubov alias Moïse (Jean Dujardin) mit seinem Team die französisch-amerikanische Finanzexpertin Alice (Cécile de France) dazu bringen, für sie als Undercover-Agentin zu arbeiten und Informationen zu beschaffen, die gegen den russischen Oligarchen Ivan Rostovski (Tim Roth) verwendet werden können. Alice, die als Mitverantwortliche für den Lehmann-Bankrott aus den USA ausgewiesen wurde, wird im Gegenzug versprochen, dass sie in ihre alte Heimat zurückkehren kann. Der Plan scheint zunächst aufzugehen, als es Alice gelingt, nahe an Ivan heranzukommen und sein Vertrauen zu gewinnen. Moïse ahnt nicht, dass seine Undercover-Agentin bereits für den CIA arbeitet und sich nun auf ein extrem gefährliches Doppelspiel angelassen hat. Doch er spürt, dass etwas nicht stimmt und bricht daher mit einer seiner wichtigsten Regeln: er nähert sich der Frau, die er bislang nur aus dem Hintergrund beobachtet hat. Zwischen den Beiden entsteht in kürzester Zeit eine ganz besondere Bindung, die nicht nur für Alice fatale Folgen haben könnte…

Das Möbius-Band ist eine geometrische Figur, die einem zweifachen Ring ähnelt, der allerdings nur eine Oberfläche und eine Kante hat. Es gibt kein Anfang und kein Ende, keine klare Innen- und Außenseite. Die Eigenschaften des Möbius-Bandes lassen sich perfekt auf die Geschichte von Éric Rochants vielschichtigen Spionage-Thriller übertragen. In "Die Möbius Affäre" gibt es keine ganz eindeutige Differenzierung zwischen Gut und Böse und auch verschiedene Genres gehen hier scheinbar nahtlos ineinander über und vermischen sich zu einem ganz eigenen Ganzen. Während er die Geschichte zunächst ganz nach dem Muster klassischer Spionage-Thriller aufbaut, schwelgt er später derart ausführlich in der prickelnden Romanze zwischen Moïse und Alice, dass der Film hier eher wie ein leidenschaftliches Liebesdrama wirkt.

Hintergründige Kommentare auf die Finanzkrise sorgen dafür, dass die Geschichte trotz einer eher altmodisch anmutenden Inszenierung sehr zeitgemäß wirkt. Eine tolle Kameraarbeit, atmosphärische Musik und das überzeugende Spiel der Darsteller kann der Film ebenfalls für sich verbuchen. Dass zwischen Oscar-Gewinner Jean Dujardin und Cécile de France kräftig die Funken sprühen, steht einem positiven Gesamteindruck auch nicht unbedingt im Weg. Dennoch will sich so richtige Begeisterung am Ende einfach nicht einstellen. Die Szenen, in denen Moïse Alice zur Ekstase bringt, sind trotz einer sehr zärtlichen, ästhetischen Umsetzung zu sehr in die Länge gezogen und verlieren dadurch viel von der Wirkung, die sie zu Beginn noch ausstrahlen. Hier hätte Rochant lieber mehr Zeit darauf verwenden sollen, um deutlicher zu machen, warum der Spion der hübschen Finanzexpertin derart verfällt. Dass er nach nur einem Blickkontakt all die Regeln in den Wind schießt, die ihn in seinen Jahren als Spion zu einem echten Profi gemacht haben, ist für den Zuschauer nur wenig nachvollziehbar.

Die tiefe Emotionalität, die in die Momente zwischen den beiden heimlichen Geliebten einfließt, lässt die Inszenierung ansonsten leider vermissen. Dadurch bleiben die Figuren trotz der guten Darsteller ein wenig eindimensional und unzugänglich. Das hat wiederum zur Folge, dass der Film insgesamt ein wenig sperrig wirkt, was den Genuss ebenfalls ein wenig schmälert. Doch das größte Manko der "Möbius Affäre" ist das Finale. Obwohl der Film mitunter emotional etwas unterkühlt daher kommt, ist seine verschachtelte Geschichte doch insgesamt sehr spannend erzählt und clever konstruiert. Doch die letzte Szene zwischen Moïse und Alice wirkt im Vergleich dazu einfach nur platt und viel zu kitschig. Gerade weil das Geschehen eigentlich auf einen düsteren, aber sehr konsequenten Abschluss zusteuert, ist die letzte Wendung trotz eines gewissen Gänsehautfaktors ziemlich enttäuschend.

Auch wenn am Ende die positiven Aspekte überwiegen, bleibt doch das Gefühl, dass "Die Möbius Affäre" ein noch besserer und spannenderer Film hätte werden können. Wer klassische Spionage-Thriller schätzt und sich auch an einer gehörigen Portion Romantik nicht stört, der bekommt ansprechend gefilmtes und eindringlich gespieltes Spannungskino mit ein paar Längen geboten. Das reicht, mit kleinen Abstrichen, für ein ordentliches: Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Die Möbius Affäre (Frankreich 2013)"
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