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Oktober 2018
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Die Schlümpfe (in 3D)

Die Schlümpfe (in 3D)

USA 2011 - mit Neil Patrick Harris, Jayma Mays, Hank Azaria und den Stimmen von Reiner Schöne, Nadine Warmuth, Tim Sander u.a

Filminfo

Originaltitel:The Smurfs (3D)
Genre:Abenteuer, Kinderfilm, Komödie, Animation
Regie:Raja Gosnell
Kinostart:04.08.2011
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 102 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.schluempfe-film.de
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Das darf doch nicht Schlumpf sein. "Die Schlümpfe" kommen ins Kino! Dass die kleinen blauen Zipfelmützenträger auch über 50 Jahre, nachdem sie der Belgier Pierre "Peyo" Culliford erfunden hat, noch immer so populär sind, hätte wohl Niemand zu glauben gewagt. Doch noch immer lieben Millionen von Kindern und Erwachsene die Schlümpfe, die in Comics, Büchern, Zeichentrickserien, als Figuren, in Videospielen oder sogar als Gesangs-Stars Generationen von Fans generiert haben. Da scheint es also nur eine logische Konsequenz, dass es "Die Schlümpfe" nun auch endlich auf die große Leinwand geschafft haben.

In dem (3D)-Abenteuer müssen die Schlümpfe einmal wieder vor dem bösen Zauberer Gargamel (Hank Azaria) fliehen, nachdem dieser durch ein Missgeschick des tollpatschigen Clumsy das Dorf der Schlümpfe gefunden hat. Eine kleine Gruppe um Papa Schlumpf wird dabei durch ein magisches Tor in eine fremde Welt befördert – direkt nach New York. Mit Hilfe der beiden Menschen Patrick (Neil Patrick Harris) und Grace (Jayma Mays) wollen die Gestrandeten zurück nach Schlumpfhausen, bevor sie der ebenfalls nach New York gelangte Gargamel ihnen die blauen Hälse umdrehen kann. Doch der hat schon einen ganz gemeinen Plan ausgehackt, um die Schlümpfe zu fangen, bevor sich das magische Tor wieder öffnet...

Mit Filmen wie "Scooby-Doo" oder "Beverly Hills Chihuahua" hat sich Regisseur Raja Gosnell qualitativ gesehen nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dass ausgerechnet er die liebgewonnenen Schlümpfe in einer Mischung aus Realfilm und Computeranimation ins Kino gebracht hat, ließ nicht viel Gutes erwarten. Doch es kann immerhin festgestellt werden: so schlimm, wie erwartet, ist dieser blaue Kinospaß nicht geworden. Gerade die Anfangssequenz im Dorf der Schlümpfe ist wirklich niedlich und irgendwie auch charmant umgesetzt. Erst wenn Papa Schlumpf, Schlumpfine, Muffi, Schlaubi, Mc Tapfer und die anderen Schlümpfe in New York landen, verliert der Film viel von seinem zunächst vorhandenen Zauber und wird zu einer überraschungsarmen und recht schwachen Familienkomödie der handelsüblichen Art.

Statt Charme überwiegen hier Hektik und Lautstärke. Es wird ständig geschrieen und irgendwo herunter gefallen. Zwar gibt es auch hier immer wieder nette Momente, etwa dann, wenn Schlumpf-Erfinder Peyo Tribut gezollt wird oder sich Patrick darüber aufregt, dass seine neuen blauen Mitbewohner in jedem Satz "schlumpf" sagen müssen. Doch insgesamt nutzen sich die Gags schnell ab und nur der Niedlichkeitsfaktor der Titelhelden rettet den Film dann noch vor der endgültigen Mittelmäßigkeit.

Die realen Darsteller, Serienstars Neil Patrick Harris ("How I met your mother") und Jayma Mays ("Glee") sind, in erster Linie aufgrund des schwachen Drehbuchs, sehr viel flacher und lebloser, als ihre animierten Mitstreiter. Hank Azaria, der seiner Comic-Vorlage schon sehr ähnlich sieht, spielt mit sichtlicher Freude völlig übertrieben böse, so dass zumindest Kinder an dem bösen Schlumpf-Jäger viel Freude haben werden. Überhaupt dürften sich die kleinen Kinobesucher kaum an den für ältere Schlumpf-Fans enttäuschenden Momenten des Films stören. Sie bekommen ein turbulentes Abenteuer geboten, das mit vielen harmlosen, aber auch netten Gags und liebenswerten Helden zu begeistern weiß.

Der 3D Effekt ist in einigen Szenen erfreulich gut umgesetzt, was auch dadurch positiv auffällt, da sich das Geschehen meist bei Tageslicht abspielt – für das verdunkelnde 3D ein klarer Vorteil. Auch wenn "Die Schlümpfe" dreidimensional verschlumpft gut aussehen, gewinnt der Film selbst dadurch nur marginal an Unterhaltungswert. Wer sich Filme lieber ohne Brille ansieht, verpasst also nicht wirklich viel.

Ob in 3D oder 2D, "Die Schlümpfe" werden Kinder begeistern und so ihre Popularität auch nach über 50 Jahren lange noch nicht abklingen lassen. Fans der ersten Stunde dagegen werden den Charme und die liebenswert harmlosen Geschichten der Comics und der alten Zeichentrickserie schmerzlich vermissen. Aber wer weiß: vielleicht dürfen die Schlümpfe ja in einer mehr als wahrscheinlichen Fortsetzung in ihrer eigenen Welt bleiben. Bis es soweit ist, können gerade Kinder auch für diesen ersten Film getrost ins Kino schlumpfen.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Die Schlümpfe (in 3D) (USA 2011)"
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