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Dezember 2018
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Die Stooges – Drei Vollpfosten drehen ab

Die Stooges – Drei Vollpfosten drehen ab

USA 2012 - mit Sean Hayes, Will Sasso, Chris Diamantopoulos, Jane Lynch, Sofia Vergara u.a

Filminfo

Originaltitel:The three Stooges
Genre:Komödie
Regie:Peter & Bobby Farrelly
Kinostart:11.10.2012
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 92 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.fox.de/cinema/the_three_stooges/
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Die drei Stooges sind eine amerikanische Institution. Obwohl die Originalkurzfilme um Larry, Curly und Moe bereits zwischen 1934 und 1954 entstanden sind, kennt auch heute noch fast jedes Kind die beliebten Figuren und ihre humoristischen Markenzeichen. Jetzt haben sich die Farelly Brüder ("Verrückt nach Mary"), bekannt für Humor der eher derberen Art, dieser Comedy Ikonen angenommen und ein ganz neues Stooges-Abenteuer inszeniert. Dabei setzen sie in erster Linie auf den klassischen, familienfreundlichen Stil des Originals. Das ist zu Beginn recht witzig, nutzt sich mit der Zeit aber stark ab.

"Die Stooges" erzählt die Geschichte, wie Moe (Chris Diamantopoulos), Larry (Sean Hayes) und Curly (Will Sasso) als Neugeborene vor einem Waisenhaus ausgesetzt und von den dort arbeitenden Nonnen liebevoll aufgenommen werden. Einige Jahre später sieht das schon ganz anders aus, treiben die drei Chaoten doch all ihre Aufpasserinnen, besonders Sister Mary-Mengele (Larry David), regelrecht in den Wahnsinn. Kein Wunder eigentlich, dass sich für die Jungs kein Paar findet, das bereit wäre, sie zu adoptieren. Und so leben Moe, Larry und Curly auch 25 Jahre später noch in dem Waisenhaus. Doch als sie erfahren, dass dies aufgrund ihrer zahlreichen zerstörerischen Eskapaden vor dem Ruin steht und sie 830.000 Dollar aufbringen müssen, um es vor der Schließung zu retten, machen sich die Stooges auf den Weg in die Fremde, um ihr Zuhause zu retten. Das kommt der durchtriebenen Lydia (Sofia Vergara) gerade recht die den drei Rumtreibern exakt 830.000 Dollar bietet, wenn sie ihren Ehegatten um die Ecke bringen. Denn mit seinem Ableben würde sie in den Genuss mehrerer Millionen Dollar kommen. Zu dumm nur, dass sie keine Profi-Killer, sondern ausgemachte Vollpfosten für diese Aufgabe engagiert hat – da ist das Chaos schon vorprogrammiert.

Dass Peter und Bobby Farrelly große Stooges-Fans sind, ist dem Film durchaus anzumerken. Schließlich haben die Brüder schon lange davon geträumt, die Stooges wieder auferstehen zu lassen. Und als sich ihnen die Möglichkeit dann endlich bot, war auch klar, dass eine solche Auferstehung dann auch standesgemäß vollzogen werden muss. Sämtliche Soundeffekte, die untrennbar mit den Stooges verbunden sind, dürfen ebenso wenig fehlen, wie das Finger-ins-Auge-stechen, Kopfnüsse, das schrille "nyuk-nyuk-nyuk", das Curly immer von sich gibt, wenn er nervös ist, oder Moes fast schon legendäres "Nyaaaahhhh"! So schön es auch ist, dass die Farellys sich derart vor dem Original verbeugen, so bringt das doch auch einige Probleme mit sich.

Für Zuschauer in Deutschland dürfte das größte Problem sein, dass die Stooges hierzulande weitaus weniger populär waren, als in den USA und heute kaum noch Jemanden ein Begriff sein dürften. So wirkt der altbackene Slapstick nicht nur etwas befremdlich, sondern auf Dauer auch arg nervtötend. Sicherlich, es gibt immer wieder recht gute Lacher, die beweisen, dass diese Form von Slapstick in gewisser Weise durchaus zeitlos ist. Dennoch wirkt diese Art von Humor in eine zeitgemäße Geschichte gepresst irgendwie immer angestrengt. Es will sich einfach kein harmonisches Gesamtbild ergeben, was den Unterhaltungswert des Films deutlich senkt.

Dabei ist weder den Darstellern, noch den Regisseuren ein Vorwurf zu machen, denn ihnen allen ist der große Respekt vor dem Original und die Liebe zu den Stooges deutlich anzumerken. Vielleicht ist es eben einfach nur so, dass sich nicht alles, was vor fünfzig Jahren funktioniert hat, in die Gegenwart übertragen lässt. Auch heute lachen ja noch Viele über die Filme von Bud Spencer und Terence Hill. Aber eine Neuauflage in exakt dem gleichen Stil von einst würde auch nicht funktionieren. "Die Stooges" ist gut gemeint und liebevoll umgesetzt, doch das Endergebnis funktioniert einfach nicht. Wer klassischen Slapstick mag, der wird aber trotzdem genügend gute Lacher finden, die einen Kinobesuch gerade noch rechtfertigen!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Die Stooges – Drei Vollpfosten drehen ab (USA 2012)"
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