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Dezember 2018
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Die Tänzerin

Die Tänzerin

Frankreich 2016 - mit Soko, Gaspard Ulliel, Mélanie Thierry, Lily-Rose Depp u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:La Danseuse
Genre:Drama
Regie:Stéphanie di Giusto
Kinostart:03.11.2016
Produktionsland:Frankreich 2016
Laufzeit:ca. 112 Min
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.taenzerin-derfilm.de
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Nach der Ermordung ihres Vaters zieht es Loïe Fuller (Soko) im ausgehenden 19. Jahrhundert aus dem amerikanischen Westen nach New York, wo sie gegen den Willen ihrer streng abstinent lebenden Mutter Schauspielerin werden möchte. Durch einen Zufall kreiert sie auf der Bühne einen Tanz, der sie einmal in Europa zum großen Star der Belle Epoque machen wird. Der Weg dorthin ist von zerstörerischem Perfektionismus, Verletzungen und Ablehnung gepflastert. Doch mit eisernem Willen und der Unterstützung von dem Adeligen Louis Dorsay (Gaspard Ulliel) und der sanften Gabrielle (Mélanie Thierry) schafft Loïe es bis nach Paris. Ganz nah am Ziel ihrer Träume merkt die Tänzerin allerdings, dass sie nicht nur ihr Körper, sondern auch ihr Verstand an die Grenze seiner Belastbarkeit gebracht hat…

Mit "Die Tänzerin" will Regisseurin Stéphanie di Giusto der nahezu in Vergessenheit geratenen Tanz-Legende Loïe Fuller (1862 – 1928) ein filmisches Denkmal setzen. Ihr Regiedebüt ist das Porträt einer selbstbewussten Kämpferin, die allen Widerständen trotzt, um ihren Traum zu verwirklichen. Mit ihrem Serpentinentanz hat sie in ihrer Zeit künstlerische Grenzen gesprengt und das Publikum auf wahrhaft magische Art verzaubert. Ihre Performance war eine Revolution, deren Einfluss bis heute spürbar ist. Und dennoch gibt es nur Wenige, die sich an diese Tänzerin erinnern. Und genau das will di Giusto mit ihrem Film ändern.

Mit der französischen Popmusikerin und Schauspielerin Soko hat die Regisseurin eine sehr passende Hauptdarstellerin gefunden, die von einem überzeugenden Ensemble begleitet wird. Gerade Gaspard Ulliel und Mélanie Thierry liefern als Fullers Weggefährten sehr starke Leistungen ab. Doch auch wenn die Geschichte sehr interessant und die Schauspieler überzeugend sind, so ändert das leider wenig an der Tatsache, dass der Film an sich ein sehr konventionelles Biopic geworden ist. Anders als die Frau, die sie porträtiert, wagt sich di Giusto nicht, die künstlerischen Grenzen des Genres, in dem sie sich bewegt, zu sprengen oder auch nur zu variieren. Streng hält sie sich an das Muster üblicher Filmbiografien, so dass ihr Debüt trotz einer an sich individuellen Geschichte am Ende absolut austauschbar geworden ist.

Ein paar faszinierende Tanzsequenzen, die tolle Ausstattung und Kostüme, sowie die gegen alle Klischees anspielenden Darsteller reichen immerhin aus, um "Die Tänzerin" mit genügend Schau- und Unterhaltungswert auszustatten, so dass der Film unterm Strich für solche Zuschauer, die sich für die Geschichte interessieren, trotz der etwas einfallslosen Inszenierung sehenswert zu machen. Keine große Revolution, aber dennoch ein mitreißendes Porträt einer wirklich spannenden Frau. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Die Tänzerin (Frankreich 2016)"
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