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Die Tribute von Panem – Catching Fire

Die Tribute von Panem – Catching Fire

USA 2013 - mit Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Elizabeth Banks u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Hunger Games - Catching Fire
Genre:Abenteuer, Fantasy, Action
Regie:Francis Lawrence
Kinostart:21.11.2013
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 146 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.tributevonpanem.de
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Das Warten hat ein Ende – die Hungerspiele gehen endlich in die zweite Runde. Eigentlich hatten Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) und Peeta Mellark (Josh Hutcherson) ihre tödlichen Hungerspiele gewonnen, was ihnen eigentlich eine unbeschwerte Zukunft in Wohlstand und Sicherheit garantieren sollte. Doch dass Katniss dem Kapitol und damit auch Präsident Snow (Donald Sutherland) die Stirn geboten hat, lässt sich dieser natürlich nicht so einfach gefallen. Zumal es deutlich wird, dass sich der Mut von Katniss auch auf die Bewohner der verschiedenen Distrikte übertragen hat und dass in der unterjochten Bevölkerung ein unkontrollierbarer Aufstand zu brodeln beginnt. Um das im Keim zu ersticken, ist Snow jedes Mittel recht. Er geht sogar so weit, dass er die lange etablierten Regeln der Hungerspiele ändert und alle bisherigen Sieger in einem epischen Kampf zurück in die Arena schickt. Katniss und Peeta müssen also erneut um ihr Leben kämpfen, dieses Mal gegen die Besten vom Besten. Doch schnell wird klar, dass es sich bei diesen Hungerspielen nur um einen kleinen Teil eines viel größeren Plans handelt, dessen Vereitlung das Schicksal der Distrikte für immer verändern könnte…

Mit der Verfilmung des ersten Bandes von Suzanne Collins` "Panem"-Trilogie hatte Gary Ross 2012 einen weltweiten Blockbuster gelandet. Auch wenn der Erfolg in Deutschland ein wenig hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, kann sich ein weltweites Einspielergebnis von beinahe 700 Millionen Dollar bei einem Budget von 78 Millionen Dollar absolut sehen lassen. Kein Wunder also, dass die Adaption von Band 2 möglichst schnell über die Bühne gehen sollte. Obwohl das Budget ein wenig aufgestockt wurde, nahm Ross als Regisseur seinen Hut. Der Zeitdruck stand seiner künstlerischen Vision im Weg, weshalb nun Francis Lawrence seinen Platz einnehmen lässt. Und so talentiert Gary Ross als Regisseur auch ist, der Wechsel hat der Reihe absolut gut getan. Das macht sich alleine schon visuell bemerkbar. Wo Ross sich einer etwas anstrengenden Wackelkamera-Optik bedient hat, setzt Lawrence auf eine dystopische Opulenz, durch die "Die Tribute von Panem – Catching Fire" einfach größer und spektakulärer erscheint, als sein Vorgänger.

Gleichzeitig nimmt sich Lawrence auch mehr Zeit, um die Dramaturgie zu entwickeln. Sein Film wirkt nicht ganz so gehetzt, wie das bei Teil 1 stellenweise noch den Anschein hatte. Dass sich der Film dabei eng an die Buchvorlage hält, dürfte zumindest Fans der Romane freuen. Für Zuschauer, die mit den Büchern nicht vertraut wirken, könnte sich die erste Stunde dagegen ein wenig ziehen. Doch auch wenn hier nicht viel erzählerisches Tempo vorgelegt wird, ist die langsame Entwicklung doch sehr wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte und vor allem auch für die Charaktere. Es ist sehr positiv zu werten, dass sich der Film die Zeit nimmt, um zu zeigen, was die Ereignisse aus Teil 1 für eine Auswirkung auf Katniss, auf Peeta, auf Haymitch und auf die Bewohner der einzelnen Distrikte hatte. Denn auch wenn man glauben mag, dass hier nur die Geschichte aus dem ersten Buch leicht variiert noch einmal aufgewärmt wird, so ist das Ganze bei genauerem Hinsehen eine klare Weiterentwicklung, die den Zuschauer langsam aber sicher zu den Ereignissen hinführt, die in den abschließenden beiden Filmen im Mittelpunkt stehen werden.

Um die in den Büchern vorkommende Brutalität zielgruppengerecht zu präsentieren, hatte Ross auch in den Szenen in der Arena auf eine eher verwackelte Optik gesetzt. Bei Lawrence sind einige Szenen, die bei zu detaillierter Umsetzung zu einer höheren Altersfreigabe geführt hätten, einfach ein wenig dunkler umgesetzt. So kann man als Zuschauer eben vieles nur erahnen, was der Spannung und der Effektivität des Ganzen aber kaum schadet. "Die Tribute von Panem – Catching Fire" erlaubt zumindest den Fans ein sehr intensives Eintauchen in die Welt von Katniss Everdeen – und damit hat der Film seinen Auftrag voll und ganz erfüllt.

Dass es sich hierbei in gewissem Maße um ein Qualitätsprodukt handelt, zeigt auch die gute Darstellerriege. Jennifer Lawrence, die seit Teil 1 zur Oscar-Gewinnerin aufgestiegen ist, bleibt zwar auch hier wie im Vorgänger hinter ihren Möglichkeiten zurück, erweist sich aber als deutlich überzeugendere und facettenreichere Schauspielerin, als etwa Kristen Stewart – Bella-Fans mögen es mir verzeihen - aus "Twilight" oder Lily Collins aus den "Chroniken der Unterwelt". Mit Größen wie Philip Seymour Hoffman, Donald Sutherland oder Stanley Tucci an ihrer Seite sind auch schwächere Performances wie die von Liam Hemsworth leicht zu verschmerzen. Sicherlich, Oscar-reif ist das alles nicht. Aber gemessen an anderen Vertretern dieses Genres liegt "Die Tribute von Panem – Catching Fire" einfach schon schauspielerisch deutlich über dem Durchschnitt.

Insgesamt hat Francis Lawrence eine sehr gute Adaption des zweiten Buches abgeliefert. Es ist eine spannende Zukunftsvision geworden, in der die zielgruppengerechte Romanze in erträglichen Dosen serviert wird und andere, sehr viel spannendere Aspekte deutlicher im Vordergrund stehen. Die Effekte, die Musik, die Darsteller und nicht zuletzt das Drehbuch, das nur ganz vereinzelt auch etwas schwülstige Dialoge zurückgreift – in all diesen Aspekten kann "Die Tribute von Panem – Catching Fire" überzeugen. Damit gehört der Film nicht nur zu den gelungeneren Blockbustern dieses Jahres, sondern auch zu den seltenen Fällen, bei denen eine Fortsetzung besser ist, als der erste Teil. Wer Teil 1 mochte, wird Teil 2 lieben, weshalb es für Fans auch ein klares "Sehenswert" gibt!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Die Tribute von Panem – Catching Fire (USA 2013)"
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