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Die Tribute von Panem – The Hunger Games

Die Tribute von Panem – The Hunger Games

USA 2011 - mit Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Stanley Tucci ...

Filminfo

Originaltitel:The Hunger Games
Genre:Abenteuer, Action, Drama, Sci-Fi, Romantik
Regie:Gary Ross
Kinostart:22.03.2012
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 142 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.TributeVonPanem.de
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Die Trilogie "Die Tribute von Panem" von Suzanne Collins gehört neben den "Twilight"-Büchern zu den weltweit erfolgreichsten Jugenbuchreihen überhaupt. Und so war es nach dem enormen Erfolg der Verfilmungen der Bücher von Stephenie Meyer eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch "Panem" den Sprung auf die große Leinwand schaffen würde. Aufgrund seiner eher düsteren und brutalen Geschichte stand es allerdings zu befürchten, dass die Zuschauer nur eine extrem weichgespülte Adaption zu sehen bekommen würden, in der mehr Fokus auf den romantischen Aspekt der Geschichte gelegt werden würde, um eben dieselbe Zielgruppe ansprechen zu können, die so viele Millionen in die Kassen der "Twilight" Macher gespült haben. Doch auch wenn eine gewisse Abschwächung der Intensität der Romanvorlage beobachtet werden kann, so ist die Verfilmung doch insgesamt eine sehr gelungene und werksgetreue Umsetzung des ersten Bandes geworden.

Die Geschichte spielt in einer düsteren Zukunft, in der das vom wohlhabenden Kapitol regierte Land in zwölf Distrikte unterteilt ist. Um die nach einem missglückten Aufstand gegen das Kapitol unterjochten Bewohner der Distrikte von Panem stets daran zu erinnern, dass sich Revolution nicht lohnt, müssen Jahr für Jahr je zwei Kinder aus den Distrikten in den Hungerspielen gegeneinander ankämpfen. Dem Sieger droht Ruhm und Wohlstand – doch die übrigen Teilnehmer werden die blutigen Spiele nicht überleben. Als im Distrikt 12 die kleine Prim Everdeen für die Spiele ausgelost wird, meldet sich ihre ältere Schwester Katniss (Jennifer Lawrence) freiwillig, um statt ihrer den Kampf um Leben und Tod aufzunehmen. Gemeinsam mit dem ebenfalls ausgelosten Bäckersohn Peeta (Josh Hutcherson) wird Katniss ins Kapitol gebracht, um dort auf die Spiele vorbereitet zu werden. Schon bei der Parade schaffen es die Beiden, die meiste Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch auch wenn das ihre Gunst beim Publikum und bei möglichen Sponsoren steigen lässt, die Chancen auf ein Überleben stehen dadurch kaum besser – zumal Katniss und Peeta wissen, dass sie spätestens in der Arena zu erbitterten Gegnern werden müssen, wenn sie als Sieger zurück in ihren Distrikt kehren möchten. Mögen die Spiele beginnen…

Regisseur Gary Ross ("Pleasantville") stand bei der Umsetzung des beliebten Romans vor einer schwierigen Aufgabe: zum einen wollte er der Vorlage gerecht werden und sich so nah wie möglich an die Ideen von Suzanne Collins halten. Zum anderen durfte der Film freilich nicht zu brutal und blutig werden, um noch eine Altersfreigabe erreichen zu können, die es der anvisierten Zielgruppe erlaubt, den Film auch sehen zu dürfen. Und tatsächlich ist es ihm und seinem Team gelungen, genau den richtigen Ton zu finden. Mit Hilfe von Kameraschwenks, schnellen Schnitten und geschickten Blickwinkeln wird eigentlich Alles, was im Buch beschrieben wird, auch im Film gezeigt, ohne dass der Zuschauer zu viel Blut und Brutalität zu sehen bekommt. Wer also befürchtet hat, dass die Hungerspiele im Kino verwässert daher kommen, kann beruhigt aufatmen. Wer allerdings gehofft hat, dass die Kamera bei jedem Tod in der Arena voll draufhält, der wird garantiert enttäuscht werden.

Doch es sind natürlich nicht nur die blutigen Kämpfe der Hungerspiele, die den Film ausmachen. Die gute Ausstattung, sei es im Distrikt 12, im Kapitol oder in der Arena, die Kostüme und das Make Up machen deutlich, wie eng sich die Macher an die Vorlage gehalten haben. Sicherlich, es gibt kleine Änderungen und Straffungen. So erfährt der Zuschauer etwa nicht, was mit den Körpern der Toten bei den Hungerspielen geschieht. Der familiäre Hintergrund von Katniss, besonders der Tod ihres Vaters und das darauf folgende Verhalten ihrer Mutter, wird nur im Vorbeigehen gestreift, so dass Diejenigen, die den Roman nicht kennen, an solchen Stellen vielleicht ein wenig im Nachteil sein werden. Und auch bei blutrünstigen Wesen gegen Ende des Films wurde eine kleine, aber signifikante Änderung vorgenommen, was aber für die Geschichte an sich nur bedingt von Bedeutung ist. Richtig störende Kürzungen oder Änderungen haben die Macher geschickt vermieden.

Auch das Casting ist absolut zufrieden stellend. Zugegeben, Jennifer Lawrence blickt in einigen Szenen vielleicht ein wenig zu leidend in die Gegend, doch unterm Strich ist sie die perfekte Besetzung für die kämpferische Katniss Everdeen. Denn sie ist trotz kaum verändernder Mimik nicht emotionslos und blass. Man erkennt, dass Katniss nicht nur physische, sondern auch innere Kämpfe austragen muss und dadurch wird diese Figur auch auf der Leinwand zu einer echten Identifikationsfigur gerade für jüngere Zuschauerinnen.

Mit Stanley Tucci, Woody Harrelson, Elizabeth Banks oder Donald Sutherland sind auch die Nebenrollen sehr gut besetzt. Gut, noch ist Sutherland als Präsident Snow noch nicht furchteinflößend genug, um ihn zu einem übergeordneten Bösewicht zu machen. Die Grundlagen dafür sind aber da und man kann sich schon jetzt darauf freuen, wenn Snow in den sehr wahrscheinlichen Fortsetzungen zum offenen Gegenspieler von Katniss wird.

Auch das mögliche romantische Dreieck zwischen Katniss, Peeta und Gale wird, wie im Buch auch, nur angedeutet. Die Macher haben es also vermieden, aus der Geschichte eine große Teenie-Romanze zu machen, die das Buch einfach nicht ist, die aber vielleicht leichter zu vermarkten gewesen wäre. Nein, stattdessen ist der Film ein spannender Überlebensthriller mit apokalyptischen Science-Fiction Zügen, etwas Drama und eben auch einer Prise Romantik. Alles in derart gut abgestimmten Dosen, dass der Film eben nicht nur Teenager anspricht, sondern durchaus auch ein älteres Publikum gut unterhalten kann. Damit ist ein äußerst gelungener Startschuss für ein Franchise gefallen, dass hoffentlich mit einer ebensolchen Qualität fortgesetzt werden wird. Nicht nur, aber ganz besonders für Fans des Romans absolut sehenswert!!!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Die Tribute von Panem – The Hunger Games (USA 2011)"
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