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Die unerschütterliche Liebe der Suzanne

Die unerschütterliche Liebe der Suzanne

Frankreich 2013 - mit Sara Forestier, François Damiens, Adèle Haenel, Paul Hamy u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Suzanne
Genre:Drama
Regie:Katell Quillévéré
Kinostart:19.06.2014
Produktionsland:Frankreich 2013
Laufzeit:ca. 94 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.arsenalfilm.de/suzanne/
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Obwohl seine Frau sehr früh verstorben ist und ihm nur wenig finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, schafft es der LKW-Fahrer Nicolas (François Damiens) recht gut, seinen beiden Töchtern Suzanne (Sara Forestier) und Maria (Adèle Haenel) eine glückliche Kindheit zu bescheren. Die beiden Mädchen halten fest zusammen, komme was wolle. Das Familienglück des Trios ist aber längst nicht so unerschütterlich, wie es manchmal den Anschein hat. Das zeigt sich, als das rebellische Teenager-Mädchen Suzanne verkündet, dass sie schwanger ist. Nicolas kann seine Enttäuschung nicht verbergen, hält aber trotzdem zu seiner Tochter und hilft dabei, seinen kleinen Enkel Charly aufzuziehen. Doch die Risse, die durch Suzannes frühe Schwangerschaft im Vertrauensverhältnis zu ihrem Vater und ihrer Schwester entstanden sind, vertiefen sich endgültig, als sie den zwielichtigen Julien (Paul Hamy) kennen lernt und sich unsterblich in ihn verliebt. Geblendet von dieser unerschütterlichen Liebe trifft Suzanne Entscheidungen, die nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihres Sohnes nachhaltig verändern werden…

In "Die unerschütterliche Liebe der Suzanne" verfolgt Regisseurin Katell Quillévéré  das Leben ihrer Protagonistin über einen Zeitraum von fünfundzwanzig Jahren. In kurzen Einblicken auf wichtige Phasen in Suzannes Leben vermischt so eine fast schon dokumentarisch wirkende Realitätsnähe mit deutlich fiktionalen Elementen. Dadurch, dass meist sehr unaufgeregte Momente durch unvermittelte Zeitsprünge von zum Teil mehreren Jahren unterbrochen werden, gibt es keine stringente Handlung im herkömmlichen Sinne. Vieles, was Suzanne, ihrer Schwester und ihrem Vater in der Zeit, die der Film überspringt, passiert, wird entweder gar nicht oder nur im Ansatz vermittelt, auch dann, wenn es eine entscheidende Bedeutung für die Entwicklung der Charaktere hat. Quillévéré will den Zuschauer dadurch zum aktiven Teilnehmer an der Geschichte machen, der die durch die abrupten Schnitte entstehenden Lücken auch durch Erinnerungen an die eigene Jugend füllen soll.

Zudem sollen die Umbrüche in Suzannes Leben durch die Auslassungen bestimmter Szenen noch intensiver verdeutlicht werden. Das mag auf der einen Seite auch sehr gut funktionieren. Auf der anderen Seite macht es eine solche Erzählweise dem Zuschauer sehr schwer, eine echte Bindung zu den Figuren aufzubauen. Zudem ist Suzanne in ihrer rebellischen Phase und später durch die Fehlentscheidungen, die sie trifft, nicht unbedingt ein richtig sympathischer Charakter. All das macht den Film zu einer sehr sperrigen Herausforderung, der sich wohl nur Zuschauer stellen werden, die ein Faible für französisches Arthauskino der herausfordernden Art haben.

Denen wird es dann aber mit Sicherheit gelingen, die einnehmende Wahrhaftigkeit zu entdecken, die diesen Film auszeichnet. Diese ist nicht nur in der sensiblen, bisweilen mit leisem Humor gewürzten Inszenierung, sondern auch in dem sehr guten Spiel von Sara Forestier zu spüren. Gerade Forestier schafft es sehr gut, dem mitunter etwas zu getragenen Erzählfluss eine Intensität zu verleihen, die, sofern man sich auf patchworkhafte Geschichte eingelassen hat, überzeugend zu fesseln weiß. "Die unerschütterliche Liebe der Suzanne" ist wahrlich kein Film für ein Massenpublikum, keine leichte Kost, um entspannt dem Alltag zu entfliehen. Doch wer ehrliche, lebensnahe und hervorragend gespielte Drama-Kost schätzt und das junge französische Programmkino liebt, der sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

  • Die unerschütterliche Liebe der Suzanne
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Kino Trailer zum Film "Die unerschütterliche Liebe der Suzanne (Frankreich 2013)"
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