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März 2019
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Dirigenten – Jede Bewegung zählt

Dirigenten – Jede Bewegung zählt

Deutschland 2015

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Dokumentarfilm
Regie:Götz Schauder
Kinostart:28.01.2016
Produktionsland:Deutschland 2015
Laufzeit:ca. 84 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.mindjazz-pictures.de
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Seit 2002 wird alle zwei Jahre in der Alten Oper Frankfurt ein Internationaler Dirigentenwettbewerb ausgetragen, der dem 1997 verstorbenen Dirigenten Sir Georg Solti gewidmet ist. Junge Nachwuchsdirigenten stellen sich hier einer Fachjury, um den harten Weg ins Finale zu schaffen. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 15.000 Euro, dem Zweitplatzierten immerhin noch 10.000 Euro und dem dritten Platz 5.000 Euro. Zudem dürfen die Sieger des ersten und zweiten Platzes das Frankfurter Opern- und Museumsorchester, das hr-Sinfonieorchester und andere deutsche sowie internationale Orchester dirigieren. Bislang fand der renommierte Wettbewerb sieben Mal statt. Den vierten Wettbewerb im Jahr 2008 hat Filmemacher Götz Schauder mit der Kamera begleitet.

"Dirigenten – Jede Bewegung zählt" beobachtet fünf der insgesamt 24 Teilnehmer von ihrer Anreise nach Frankfurt über die Vorrunden bis hin zum Finale. Es sind sehr unterschiedliche Protagonisten, wie etwa Alondra de la Parra aus New York, die in Amerika bereits eine gefeierte Dirigentin ist und die mit ihrer Teilnahme auch den Durchbruch in Europa schaffen möchte. Oder Aziz Shokhakimov aus Usbekistan, der mit gerade einmal zwanzig Jahren beweisen möchte, dass er zu den ganz großen Nachwuchsdirigenten gehört. Er muss sich gegen den Engländer James Lowe, den Deutschen Andreas Hotz und dem Japaner Shizuo Z Kuwahara behaupten. Letzterer übt auf Jury und Orchester eine ganz besondere Wirkung aus, dirigiert er doch nicht mit dem Taktstock, sondern nur mit seinen Händen.

Anhand dieser Protagonisten lässt der Film die Zuschauer die emotionalen Höhen und Tiefen, den enormen Druck, der auf den Teilnehmern lastet und die Freude über das Erreichen der nächsten Runde wie auch die Enttäuschung über das Ausscheiden gut nachempfinden. Gleichzeitig darf man aber auch der Jury bei ihren Entscheidungsprozessen über die Schulter schauen, was nicht weniger interessant ist. So entsteht gerade in der ersten Stunde ein wirklich mitreißender Einblick in den Wettbewerb, bei dem man als Zuschauer einen ganz neuen Respekt für den Beruf des Dirigenten entwickelt.

Während sich der Film recht viel Zeit nimmt, um die porträtierten Teilnehmer vorzustellen und die Vorrunden zu begleiten, wird das Finale etwas zu schnell abgehakt. Wer nur einen kleinen Moment nicht aufpasst, der bekommt gar nicht richtig mit, wer nun eigentlich gewonnen hat. So wird einer der möglichen emotionalen Höhepunkte fast gar nicht genutzt. Das ist ein wenig schade, da man zu diesem Zeitpunkt doch mit den Finalisten richtig mitfiebert. Da hätte man sich mehr als ein eher beiläufiges Abhaken der großen Entscheidung gewünscht. Dennoch: Insgesamt ist "Dirigenten – Jede Bewegung zählt" eine unterhaltsame und interessante Dokumentation, die nicht nur Liebhabern klassischer Orchestermusik ans Herz gelegt werden kann. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Dirigenten – Jede Bewegung zählt (Deutschland 2015)"
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