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Dracula Untold

Dracula Untold

USA 2014 - mit Luke Evans, Dominic Cooper, Sarah Gadon, Charles Dance, Art Parkinson u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Dracula Untold
Genre:Fantasy, Action, Abenteuer
Regie:Gary Shore
Kinostart:02.10.2014
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 92 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.dracula-film.de/
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Den Namen Dracula dürften wohl die Meisten schon einmal gehört haben. Und fast jeder kennt die Geschichte, die Bram Stoker über den berühmtesten aller Vampire geschrieben hat. Die Legende hat aber tatsächlich einen historischen Ursprung. Denn bei Dracula soll es sich um den einstigen rumänischen Prinzen Vlad III. Drăculea, genannt Vlad der Pfähler, handeln. Während Draculas Geschichte schon unzählige Male im Kino erzählt wurde, ist die Lebensgeschichte des transsilvanischen Herrschers bislang eher nur kurz oder gar nicht abgehandelt worden. Regisseur Gary Shore will das mit seinem Fantasy-Spektakel "Dracula Untold" nun ändern. Wer aber nun eine tatsächlich akkurate Abhandlung der historischen Hintergründe erwartet, der irrt gewaltig. Denn Shores Film nutzt lediglich Versatzstücke aus dem Leben von Vlad dem Pfähler, um daraus ein bildgewaltiges, aber dramaturgisch arg blutleeres Historienabenteuer mit leichten Fantasy- und Horror-Einschlägen zu zaubern.

Im Mittelpunkt des Films steht Vlad III. (Luke Evans), der sich von seiner grausamen Vergangenheit als blutrünstiger Pfähler abgewandt hat, um seinem transsilvanischen Volk ein guter Anführer und seiner Frau Mirena (Sarah Gadon) ein treusorgender Ehemann zu sein. Doch als der türkische Kriegsherr Mehmed (Dominic Cooper) von Vlad tausende Kinder verlangt, die er zu seinen Soldaten ausbilden will, stellt sich Vlad gegen die übermächtigen Osmanen – nicht zuletzt, da er auch seinen eigenen Sohn an Mehmed übergeben müsste. Um sein Volk und seine Familie beschützen zu können, geht Vlad einen Pakt mit einer finsteren Macht ein – ein Pakt, der nach drei Tagen erlischt oder ihn für immer in einen blutrünstigen Vampir verwandeln wird…

"Dracula Untold" hat viele Gute, aber auch etliche extrem schlechte Seiten. Positiv fällt auf jeden Fall Hauptdarsteller Luke Evans ("Der Hobbit: Smaugs Einöde") ins Gewicht. Evans kämpft sich souverän durch die Actionszenen und hält sich auch in den dramaturgisch sehr einfach gezeichneten Momenten extrem wacker. Zugegeben, er ist weder als schonungsloser Pfähler, noch als Vampir wirklich furchteinflößend. Doch als Actionheld macht Evans seine Sache wirklich gut. Auch auf einer visuellen Ebene kann der Film überzeugen. Die Effekte sind ordentlich und die Bilder, die Gary Shore und sein Team auf die Leinwand gezaubert haben, sorgen durchaus für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Und wenn Charles Dance erstmals als Ur-Vampir auftaucht, stellt sich sogar für einige Sekunden tatsächlich so etwas Ähnliches wie leichter Grusel ein.

All diesen doch sehr positiven Aspekten steht ein extrem schwaches Drehbuch gegenüber, das vor grauenhaften Dialogen nur so strotzt. Sobald ein wenig Spannung aufkommt, sorgen die wie pathetische Kalendersprüche anmutenden Dialoge dazu, dass das Geschehen unfreiwillig komische Züge annimmt. Hier wird extrem viel Potential verschenkt, was dem Film viel von seinem durchaus vorhandenen Unterhaltungspotential nimmt. Zudem kann der Brite Dominic Cooper als türkischer Tyrann so gar nicht überzeugen. Die Bedrohung, die von Mehmed eigentlich ausgehen sollte, ist für den Zuschauer in keinem Moment wirklich nachvollziehbar.

Die Erkenntnisse, die Historiker über Vlad III. gesammelt haben, hätten an sich genügend Stoff für ein spannendes und mitreißendes Historien-Epos geboten. Dass sich Shore unzählige dramaturgische Freiheiten genommen hat, um das Ganze mit dem Dracula-Mythos zu verbinden, ist an sich nicht weiter tragisch. Dass die Beiden Autoren Matt Sazama und Burk Sharpless in ihrem Drehbuchdebüt die vielen guten Chancen, die diese Legende ihnen geboten hat, nicht genutzt haben und die Geschichte stattdessen in einem Meer aus schwülstigen Dialogen ertränken, ist angesichts der gelungenen Aspekte der Inszenierung wirklich schade. Wer einfach ein düster-atmosphärisches Vampirmärchen mit ordentlichen Actioneinlagen sehen will und dabei weder Wert auf Dialoge, noch auf Charakterzeichnung legt, der könnte an "Dracula Untold" durchaus Gefallen finden. Wer aber etwas mehr Tiefgang erwartet oder sich handfeste Horrorkost erhofft hat, der wird bitter enttäuscht werden. Daher gilt: nur mit deutlichen Abstrichen noch sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

Kino Trailer zum Film "Dracula Untold (USA 2014)"
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