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Drive Angry – DVD

Drive Angry – DVD

USA 2011 - mit Nicholas Cage, Amber Heard, William Fichtner, Billy Burke, Katy Mixon ...

Filminfo

Originaltitel:Drive Angry
Genre:Action, Fantasy, Horror, Komödie
Regie:Patrick Lussier
Verkaufsstart:24.06.2011
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 100 Min.
FSK:ab 18 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch, Englisch, Finnisch, Italienisch, Norwegisch, Spanisch, Schwedisch, Isländisch
Bildformat:16:9 (1.78:1)
Extras:Nicht verwendete Szenen
Regionalcode:2
Label:Warner Home Video Germany
Webseite:www.driveangry3d.de
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Amazon Link : Drive Angry – DVD

Film: Mit dem Teufel hat Nicholas Cage ja spätestens seit "Ghost Rider" so seine Erfahrung. Jetzt muss er unter der Leitung von "My Bloody Valentine"-Regisseur Patrick Lussier erneut einen cineastischen Höllenritt hinlegen. Und der macht trotz recht geringer Cleverness der Geschichte richtig viel Spaß.

Cage spielt in "Drive Angry" den flüchtigen Kriminellen John Milton, der sich auf einem blutigen Rachefeldzug befindet. Gemeinsam mit der attraktiven Kellnerin Piper (Amber Heard), die eigentlich nur zufällig seinen Weg gekreuzt hat, jagt Milton den Sektenprediger Jonah King (Billy Burke), der Miltons Tochter getötet hat und nun beim nächsten Vollmond auch noch seine Enkeltochter opfern will. Das will Milton freilich mit aller Macht verhindern. Doch nicht nur, dass dem ungleichen Duo durch die blutige Spur, die Milton und die schlagkräftige Piper dabei hinterlassen, die Polizei ständig im Nacken sitzen. Auch der mysteriöse Buchhalter (William Fichtner) heftet sich an ihre Fersen. Und das nicht ohne Grund, denn Milton ist nicht aus irgendeinem Gefängnis, sondern aus der Hölle geflohen und soll auch umgehend dorthin zurück. Doch so leicht lässt sich Milton von seinem Rachefeldzug natürlich nicht abhalten...

Hirn aus und anschnallen: "Drive Angry" ist ein purer Spaßfilm. Anspruch und Moralempfinden sollten hier einfach mal Pause machen. Denn Lussier hat eine mörderisch unterhaltsame Schlachtplatte angerichtet, die einerseits als Hommage an die Actionfilme der 70er Jahre, aber auch als blutiger Horrorfilm sehr gut funktioniert. Dabei scheint Lussier keine Kompromisse eingehen zu wollen. Wie schon bei "My Bloody Valentine" fliegen auch in seinem neuesten, offensichtlich mit einem deutlich höheren Budget ausgestatteten Werk diverse Körperteile direkt auf den Zuschauer zu (was in der 3D Fassung freilich einen besseren Effekt zur Folge hat), die optischen Vorzüge einiger Darstellerinnen werden immer wieder gerne unverhüllt zur Schau gestellt und auch die Dialoge sind selten etwas für zarte Ohren. Da sich das Ganze aber derart überzogen präsentiert, kommt man in keiner Sekunde auf die Idee, das Ganze ernst zu nehmen oder sich gar an der durchaus fragwürdigen Moral der Geschichte zu stören.

Der in 3D gedrehte Actionspaß nutzt die dreidimensionale Optik freilich sehr gut aus und daher steht diese dann in vielen Szenen auch im Mittelpunkt. Doch Lussier hat auch viel Wert darauf gelegt, dass die Charaktere und die Action davon nicht zu sehr in den Hintergrund gedrängt werden, so dass der Film auch in 2D noch gut funktioniert. Und das ist auch gut so, denn schließlich ist der oft gescholtene Nicholas Cage hier so cool wie lange nicht mehr, auch wenn er eigentlich nur eine weitere Variante der zahlreichen Actioncharaktere verkörpert, die er in den letzten Jahren schon mal mehr, mal weniger erfolgreich auf die Leinwand gebracht hat. Amber Heard dagegen scheint auf den ersten Blick nur attraktives Beiwerk zu sein, beweist aber schon nach wenigen Minuten, dass sie nicht weniger cool und vor allem durchsetzungsfähig ist, was den Spaßfaktor dieses Leinwand-Duos deutlich erhöht. Piper ist eben nicht die zerbrechliche Prinzessin in Not, sondern eine überaus starke junge Frau, die sich wirklich gar Nichts gefallen lässt.

Doch so gut die beiden Hauptdarsteller auch sind, der heimliche Star des Films heißt William Fichtner. Der aus der TV-Serie "Prison Break" und etlichen Nebenrollen in Blockbustern wie "Armageddon" oder "Der Sturm" bekannte Mime liefert als höllischer Buchhalter eine wunderbar sadistisch-humorvolle Darstellung ab, die steife Bürokratie und mörderischen Killerinstinkt aufs Originellste miteinander vereint. Alleine Fichtners Auftritte sind jeden Cent der DVD wert.

Zugegeben, die Story von "Drive Angry" wird mit Sicherheit keine Preise für ihre Originalität und ihren logischen Gehalt gewinnen. Doch bei einem Film, der so unverhohlen einfach nur Spaß machen möchte und es Genrefans erlaubt, sich über 100 Minuten lang sinnfrei aufs Beste zu unterhalten, sei eine eher dünne Story doch gerne verziehen. Wer mit Blut, explodierenden Autos, herumfliegenden Körperteilen und nackten Frauen ein Problem hat, sollte diesen Film auf jeden Fall meiden. Für wen das Alles aber Argumente für einen unterhaltsamen DVD-Abend sind, der kommt hier voll und ganz auf seine Kosten! Absolut sehenswert!

Bild + Ton: Zugegeben, das Bild wirkt in der 2D Variante mitunter etwas flach, die Kontraste sind hier und da arg überhöht und die Detailschärfe lässt in manchen Szenen zu wünschen übrig. Insgesamt aber bleibt trotz dieser Schwächen ein recht positiver visueller Eindruck zurück. Der Sound dagegen stimmt, hier sorgen etliche knallige Soundeffekte für ordentlich Dynamik im Geschehen. Gut!

Extras: Die nicht verwendeten Szenen, der einzige Bonus auf der DVD, sind leider fast schon wieder vorbei, sobald man sie ausgewählt hat. Knapp über eine Minute an dem Film nicht wirklich fehlendem Material sind hier zu sehen. Wer mehr will, muss zur Blu-Ray greifen, wobei der Blick hinter die Kulissen, der dort offeriert wird, auch nicht wirklich umwerfend ausgefallen ist.

Fazit: "Drive Angry" ist hemmungsloses Spaßkino, Horror-Action-Trash der launigen Sorte. Kein hochgeistiger Film, aber wer einfach nur sinnfreien Spaß der blutigen Sorte sucht, wird hier Bestens bedient. Die DVD leidet ein wenig unter der flacheren 2D Optik und hat nur magere Extras zu bieten. Empfehlenswert ist die Scheibe trotzdem!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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