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Ein freudiges Ereignis

Ein freudiges Ereignis

Frankreich 2011 - mit Louise Bourgoin, Pio Marmaï, Josiane Balasko, Thierry Fremont ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Un Heureux Événement
Genre:Komödie, Drama
Regie:Rémi Bezançon
Kinostart:04.04.2013
Produktionsland:Frankreich 2011
Laufzeit:ca. 109 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.einfreudigesereignis-film.de
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Es ist der freudige Höhepunkt der perfekt wirkenden Beziehung der Philosophie-Studentin Barbara (Louise Bourgoin) und des lebenslustigen Nicolas (Pio Marmaï): das Paar erwartet ein Baby. Eigentlich hatten sich die Beiden so sehr auf diesen Moment gefreut. Doch mit fortschreitender Schwangerschaft kommen Barbara immer mehr Zweifel daran, ob sie für diesen großen Schritt bereit ist und ihre Beziehung gefestigt genug ist, um den kommenden Anforderungen standhalten zu können. Mit den anderen Frauen in dem Schwangerschaftskurs kann sie sich so gar nicht identifizieren und auch ihr brach liegendes Sexleben nagt an Barbaras Nerven. Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Gewichtzunahme, alles ganz normale Begleiterscheinungen, mit denen sich Barbara aber einfach nicht abfinden möchte. Doch all das ist noch gar nichts gegen das Chaos, das nach der Geburt der kleinen Lea auf das Paar wartet. Und bald schon hat die anstrengende Realität jeden Funken der einstigen Euphorie abgetötet und die jungen Eltern stehen vor der schwierigen Aufgabe, sich um ihre kleine Tochter zu kümmern und gleichzeitig ihre Beziehung zu retten…

In "Ein freudiges Ereignis" wirft Regisseur Rémi Bezançon ("C`est la vie – So sind wir, so ist das Leben") einen mal humorvollen, mal sehr bitteren Blick auf die Veränderungen, die eine Schwangerschaft für das Leben der Eltern bedeuten. Sein Film beginnt wie eine wunderbar unkonventionelle und charmante Romanze, die mit viel Herz und Humor vom Beginn einer großen Liebe erzählt. Es gelingt ihm dabei mit Hilfe seiner Hauptdarsteller sehr gut, dass Barbara und Nicolas den Zuschauern schnell ans Herz wachsen und man sich über ihre Liebe wirklich freut – eine Freude, die gemeinsam mit dem Leinwandpaar in der Nachricht über den kommenden Nachwuchs gipfelt.

Hier beginnt der Film seine langsame, aber spürbare Veränderung. Der Humor verliert zunehmend seine Verspieltheit, wird nicht nur realitätsnäher, sondern auch spürbar zynischer. Und auch der Grundton der Geschichte verliert seine Fröhlichkeit und wird mehr und mehr von düsteren Momenten bestimmt. Das soll jetzt nicht heißen, dass die Geburt eines Kindes hier als reines Horrorszenario gezeigt wird. Aber Bezançon versucht sehr effektiv nachzuzeichnen, welche Belastung eine Schwangerschaft für eine Frau bedeutet und wie schwer es sein kann, mit dem Verlust der bisherigen Lebensgewohnheiten umzugehen. Denn während es viele Eltern gibt, denen das angesichts der Freude über den Nachwuchs sehr leicht fällt und die dann im Elternsein völlig aufgehen, gibt es eben auch Menschen wie Barbara und Nicolas, für die das neue Leben, das komplett von dem Baby und seinen Bedürfnissen bestimmt wird, eine wahre Tortur ist. Darunter hat dann nicht nur die eigene Psyche und die Bindung zum Kind, sondern eben auch die Beziehung der Eltern untereinander zu leiden. Und das zeigt der Film auf eine sehr lebensnahe und ungeschönte Art und Weise.

Das ist mitunter durchaus frustrierend und deprimierend, weshalb "Ein freudiges Ereignis" werdenden Eltern nicht unbedingt empfohlen werden kann. Doch auch, wenn die Verfilmung des Romans von Eliette Abéccassis das Elternsein nicht als das höchste Glück auf Erden preist und der Film trotz seines schönen Anfangs und seiner amüsanten Momente nicht wirklich als Wohlfühlkino bezeichnet werden kann, ist seine emotionale Ehrlichkeit und die Vermeidung aller bekannten Klischees absolut erfrischend. Das, gepaart mit der wirklich hervorragenden Leistung von Louise Bourgoin und einer sehr persönlich anmutenden Inszenierung, macht "Ein freudiges Ereignis" zu einem wirklich sehenswerten Stück französischen Kinos!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Ein freudiges Ereignis (Frankreich 2011)"
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