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Dezember 2018
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Ein Sommer in der Provence

Ein Sommer in der Provence

Frankreich 2014 - mit Jean Reno, Anna Galiena, Chloé Jouannet, Hugo Dessioux, Lukas Pelissier u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Avis de Mistral
Genre:Komödie
Regie:Rose Bosch
Kinostart:25.09.2014
Produktionsland:Frankreich 2014
Laufzeit:ca. 104 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.sommerinderprovence-film.de
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Die Sommerferien sollten eigentlich die schönste Zeit des Jahres im Leben von Kindern sein. Nicht so für die Teenager Léa (Chloé Jouannet) und Adrien (Hugo Dessioux). Nachdem sich ihre Eltern getrennt haben, müssen sie mit ihrem kleinen Bruder Théo (Lukas Pelissier) bei den Großeltern in der Provence verbringen. Für die Teenies aus Paris ist die Aussicht auf Urlaub auf dem Land ohne Disco, Kino oder Internet der pure Horror. Dass ihr Großvater Paul (Jean Reno), den sie erst jetzt kennenlernen, ein mürrischer Griesgram ist, macht die Sache auch nicht gerade angenehmer. Und so dauert es auch nicht lange, bis die Jugendlichen und ihr Großvater aneinander geraten. Doch gerade, als die Situation richtig aus dem Ruder zu geraten droht, hält dieser Sommer in der Provence für beide Generationen noch einige Überraschungen bereit, die alles verändern werden…

"Ein Sommer in der Provence" bietet seinen Zuschauern fast zwei Stunden Kurzurlaub in einer wahrhaft idyllischen Umgebung. Regisseurin Rose Bosch ("Die Kinder von Paris") schafft eine bezaubernde Atmosphäre, in der sich die recht konventionelle Familiengeschichte schön entfalten kann. Im Gegensatz zu den beiden Teenagern, für die dieser Ort anfänglich die wahre Hölle ist, fühlt man sich als Zuschauer auf dem Anwesen von Paul und Irène (Anna Galiena) sofort wohl. Umgeben von nichts als Olivenbäumen und malerischer Landschaft, scheint das einfache Bauernhaus ein Platz zu sein, an dem man selber gerne die Ferien verbringen möchte – und sei es auch nur für wenige Stunden. Das hilft dabei, einige sehr vorhersehbare Momente und recht klischeehafte Charakterzeichnungen wohlwollend hinzunehmen und den Film einfach als das zu genießen, was er ist: einfach nette, harmlose Kinounterhaltung, die nicht den Geist beleidigt und die Seele schmeichelt.

Dass der Film funktioniert, liegt allerdings nicht nur an den schönen Bildern, sondern auch an einem wirklich großartigen Jean Reno. Als mürrischer Großvater, der keine Gelegenheit auslässt, um zum guten Tröpfchen zu greifen oder über Gott und die Welt zu schimpfen, liefert Reno eine wunderbare Leistung ab. Wenn der kleine gehörlose Théo das steinerne Herz des alten Griesgrams langsam zum Schmelzen bringt, sorgt der französische Superstar für den einen oder anderen Gänsehautmoment. Besonders amüsant aber wird es, wenn Pauls "Früher war alles besser"-Mentalität mit der "Wenn es dafür keine App gibt, ist es doof"-Einstellung von Léa und Adrien aufeinanderprallt. Denn obwohl diese Konflikte eigentlich extrem klischeehaft sind, sorgt das Spiel von Jean Reno dafür, dass man sich als Zuschauer hier köstlich amüsiert.

Doch nicht nur Reno, auch seine jungen Co-Stars hinterlassen einen durchweg positiven Eindruck. Zwar liefern sie jetzt keine wirklich eindrucksvollen Leistungen ab. Aber wenn sich die Beiden mit ihrem Opa zanken oder Adrien dem Charme der extrem verführerischen Dorfschönheit Magail (Aure Atika) bzw. dem ihres Dekolletés erliegt, während Léas Herz für den charmanten Pizzabäcker Tiago (Tom Leeb) heftig zu schlagen beginnt, dann merkt man, dass Rose Bosch ihre Darsteller wirklich sehr gut ausgewählt hat. So konstruiert auch einige Szenen wirken mögen, das Spiel der Jungdarsteller wirkt angenehm authentisch und absolut überzeugend. Das gilt natürlich auch für den Kleinen Lukas Pelissier, der mit seinem Charme nicht nur seinen Film-Opa, sondern auch alle Zuschauer ganz schnell um den Finger wickelt.

"Ein Sommer in der Provence" ist sicher kein Meisterwerk und hat auch nicht das Zeug zum Klassiker. Aber der Film bietet nette, charmante Wohlfühlkost, die einfach gestrickt, aber dadurch nicht weniger effektiv ist. Es ist ein Film, der sein Publikum zumindest kurzzeitig glücklich macht und der bis auf einige kleine Längen auch sehr gut unterhalten kann. Das ist vielleicht nicht ganz so aufregend wie ein echter Besuch in der Provence, absolut sehenswert ist das Ganze aber allemal!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Ein Sommer in der Provence (Frankreich 2014)"
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