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Juni 2018
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Elysium

Elysium

USA 2013 - mit Matt Damon, Jodi Foster, Sharlto Copley, Alice Braga, Diego Luna u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Elysium
Genre:Sci-Fi, Action
Regie:Neill Blomkamp
Kinostart:15.08.2013
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 109 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.elysium-film.de
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Im Jahr 2154 ist die Erde durch Umweltverschmutzung, Überbevölkerung und erschöpfte Ressourcen kein besonders lebenswerter Ort mehr. Die wenigen Menschen, die auch in dieser Zeit noch ihren Reichtum bewahren konnten, haben die Erde daher verlassen und leben nun auf der Raumstation Elysium, einem künstlichen Paradies, wo es keinen Hunger, keine Krankheit und keine Kriminalität gibt. Wer es sich den Platz in der Idylle nicht leisten kann, muss sein Dasein auf der Erde fristen und jeden Tag aufs Neue ums Überleben kämpfen. Für den Ex-Sträfling Max (Matt Damon) wird dieser Kampf nahezu aussichtslos, als er bei der Arbeit einer tödlichen Strahlendosis ausgesetzt wird und ihm nur noch fünf Tage bleiben, bis er qualvoll sterben wird. Max weiß, dass er nur auf Elysium noch gerettet werden kann. Doch einem Mann wie ihm würde aufgrund der harten Einwanderungsgesetzte niemals Zutritt auf die Raumstation gewährt werden. Doch Max ist derart verzweifelt, dass er sich von dem Gangsterboss Spider (Wagner Moura) zu einer gefährlichen Mission rekrutieren lässt – eine Mission, deren Gelingen Elysiums Verteidigungsministerin Delacourt (Jodie Foster) mit Hilfe des skrupellosen Kruger (Sharlto Copley) um jeden Preis verhindern will…

In der Musik gibt es das Phänomen des "schwierigen zweiten Albums". Gemeint sind damit Künstler, die mit ihrem Debüt derart eingeschlagen sind, dass auf dem Nachfolger ein unglaublicher Erwartungsdruck lastet – denn schließlich entscheidet sich damit, ob der Künstler nur eine Eintagsfliege gewesen ist oder ob auch in Zukunft mit qualitativ überzeugender und kommerziell erfolgreicher Arbeit gerechnet werden darf. Auch viele Filmemacher sehen sich einem ähnlichen Erfolgsdruck ausgesetzt, wenn ihnen mit einem Film der große Durchbruch gelungen ist. Im Fall des Südafrikaners Neill Blomkampf war dies sein Spielfilmdebüt "Disctrict 9", das mit einem recht geringen Budget nicht nur tolle Effekte, sondern auch eine interessante und vielschichtige Story zu bieten hatte. Intelligente Science-Fiction vom Feinsten, die Kritiker und Genre-Fans gleichermaßen begeistert hat.

Die Erwartungen an seinen Nachfolger "Elysium" sind dementsprechend hoch, zumal Blomkamp hier erneut eine in einer dystopischen Zukunft angesiedelte Geschichte erzählt, die ganz offensichtlich erneut mit bissiger Gesellschaftskritik angereichert ist – nur dass er dieses Mal deutlich mehr Geld verballern durfte und größere Stars vor der Kamera stehen hatte. Im ersten Drittel kann "Elysium" die hohen Erwartungen voll und ganz erfüllen. Die Geschichte ist sehr interessant und verfügt über ein hohes Spannungspotential. Die Figuren werden gut eingeführt, wobei die Dramaturgie schon hier einige sehr ausgetretene Pfade betritt.

Nach dem sehr gelungenen Einstieg nimmt das Geschehen einen arg vorhersehbaren Lauf, wobei die Geschichte zum Ende hin immer mehr von rasanter, mitunter etwas zu verwackelt inszenierter Action dominiert wird. Die Ansätze von Gesellschafts- und Konsumkritik, die zu Beginn noch sehr offensichtlich die Geschichte antreiben, gehen hier fast vollständig verloren. Das ist insofern schade, da der Film sein Potential hier ein wenig verschenkt, auch wenn der Unterhaltungswert an sich kaum Schaden nimmt.

Der bleibt nämlich bis zum Ende auf sehr hohem Niveau. Sicherlich, es gibt einige arg klischeehafte Wendungen und auch die stellenweise recht drastische Brutalität könnte manchem Zuschauer übel aufstoßen. Doch unterm Strich überwiegen die positiven Aspekte ganz eindeutig. So ist der Film visuell einfach großartig. Nicht nur die Raumstation Elysium oder die Kampfroboter, auch die futuristischen Favelas sind eine Meisterleistung in Sachen Computereffekte und Ausstattung. Und auch die Darsteller geben ihr Bestes, um nicht von der visuellen Wucht des Films völlig in den Hintergrund gedrängt zu werden. Neben Matt Damon, der als ganz normaler Kleinkrimineller mit eisernem Überlebenswillen überzeugen kann, liefert vor allem "District 9" Hauptdarsteller Sharlto Copley einen großartigen Auftritt als brutaler Psychopath Kruger ab. Einzig Jodi Foster bleibt ein wenig blass, was allerdings auch daran liegen kann, dass ihre Figur sehr unterkühlt und emotionslos angelegt ist.

"Elysium" ist vielleicht nicht der ganz große Wurf geworden, den man sich von Neill Blomkamp nach "District 9" erhofft hat. Es ist aber trotz einiger dramaturgischer Schwächen noch immer visuell atemberaubende, intelligente Science-Fiction, die beste Unterhaltung bietet, ohne den Intellekt zu beleidigen. Und dafür gibt es natürlich ein mehr als verdientes: Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Elysium (USA 2013)"
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