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Epic – Verborgenes Königreich

Epic – Verborgenes Königreich

USA 2013 - mit den deutschen Stimmen von Josefine Preuß, Raul Richter, Oliver Kalkofe, Oliver Welke, Christoph Waltz u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Epic
Genre:Animation, Abenteuer, Kinderfilm
Regie:Chris Wedge
Kinostart:16.05.2013
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 102 Min
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.epic-derfilm.de
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Nach dem Tod ihrer Mutter muss die 17jährige MK (gesprochen von Josefine Preuß) zurück zu ihrem Vater, dem exzentrischen Professor Bomba, in ihr Elternhaus in einem abgelegenen Waldstück ziehen. Sie hofft, endlich wieder eine engere Beziehung zu ihrem entfremdeten Vater aufbauen zu können, die sie jetzt in Zeiten ihrer Trauer unbedingt braucht. Doch wie schon früher hat ihr Vater nur Augen für seinen Wald. Er ist überzeugt davon, dass dort eine Welt existiert, die sich unserem oberflächlichen Blick einfach nicht erschließt. Von Miniaturmenschen und sprechenden Tieren erzählt Bomba nun schon seit Jahren, was auch ein Grund für die Trennung von MKs Eltern war. Das Mädchen ist überzeugt, dass sie alleine besser dran ist. Doch gerade, als sie sich wieder aus dem Staub machen will, wird sie in ein unglaubliches Abenteuer hinein gezogen. Denn plötzlich ist MK winzig und muss an der Seite des aufbrausenden Nod (Raul Richter), den zwei sprechenden Schnecken Mub und Grub (Oliver Kalkofe und Oliver Welke) und dem großen Krieger Ronin, Anführer der Leafman, darum kämpfen, dass das im Wald verborgene Königreich Moonhaven nicht von dem bösen Mandrake (Christoph Waltz) für immer zerstört wird. Nur wenn sie Moonhaven rettet, kann sie auch wieder zurück in ihre Welt – doch die Zeit für diese Rettung wird knapp und Mandrake und seine Schergen scheinen alle Trümpfe in der Hand zu haben…

Basierend auf einem Kinderbuch von William Joyce entführt Regisseur Chris Wedge ("Ice Age") mit "Epic – Verborgenes Königreich" seine Zuschauer in eine geheimnisvolle Fantasiewelt, die er mit seinem Team visuell fantastisch umgesetzt hat. Diese Seite des Waldes, die von den Menschen eigentlich nicht wahrgenommen werden kann, steckt voller zauberhafter Details, die gerade kleine Kinobesucher mit Sicherheit ins Staunen versetzen wird. Technisch ist dieser Animationsfilm eine absolut gelungene Sache. Auch wenn die obligatorischen 3D Achterbahneffekte ihren Reiz längst verloren haben und irgendwie nur noch einfallslos wirken, ist das Reich, das hier entworfen wird, doch wirklich sehr schön anzusehen.

Das Problem, mit dem "Epic – Verborgenes Königreich" zu kämpfen hat, sind seine Geschichte und deren Umsetzung. Statt hier etwas ganz Eigenes zu entwickeln, wirkt der Film munter aus anderen Machwerken zusammengeklaut. Von "Avatar" über die "Spiderwicks" bis hin zu "Herr der Ringe", ständig fühlt man sich hier an Filme wie diese erinnert. Kindern mag das nicht auffallen. Doch wer sich ein wenig im Fantasy-Genre auskennt, der wird schnell feststellen, dass das Einzige, was an "Epic" wirklich episch ist, die Dreistigkeit der Macher ist, mit der sie sich bei anderen Werken bedient haben.

Davon abgesehen präsentiert sich die Geschichte mit seiner übervorsichtigen Politischen Korrektheit und seiner nicht gerade subtilen Öko-Botschaft merkwürdig humorfrei und lässt dabei auch noch Herz, Wärme und Magie vermissen. Einzig die beiden Schnecken Mub und Grub, die von Oliver Kalkofe und Oliver Welke auch sehr wunderbar synchronisiert wurden, sorgen für richtig gute Lacher und liebevoll amüsante Momente. Davon hätte der Film sehr viel mehr vertragen können.

Für ganz kleine Kinder ist das Geschehen gerade zu Beginn zu düster, doch kleine Trickfilm-Fans ab 8 Jahren dürften an dem fantastischen Waldabenteuer ganz viel Spaß haben. Doch um einen ähnlichen Erfolg wie die etwa die "Ice Age"-Filme haben zu können, fehlt es diesem Film einfach an liebenswerten Charakteren und eigenen Ideen. Für einen kurzweiligen Kinonachmittag mit Spannung, etwas Spaß und ganz viel Moral reicht das vollkommen aus – mehr aber auch nicht. Daher gilt: für Kinder, für die tolle 3D Effekte und einfach gehaltene Gags noch wichtiger sind, als eine gute Story, durchaus sehenswert. Für alle anderen ist ein echter Waldspaziergang aber deutlich vorzuziehen!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Epic – Verborgenes Königreich (USA 2013)"
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