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Episode 50 – DVD

Episode 50 – DVD

USA 2011 - mit Josh Folan, Natalie Wetta, Chris Perry, Keithen Hergott, Kieron Elliot u.a

Filminfo

Originaltitel:Episode 50
Genre:Horror
Regie:Joe Smalley, Tess Smalley
Verkaufsstart:22.02.2013
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 78 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Keine
Bildformat:16:9 (1.78:1)
Extras:Audiokommentar
Regionalcode:2
Label:Universum Film
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Amazon Link : Episode 50 – DVD

Inhalt: Die Reality-Show "Paranormal Inspectors" läuft seit 49 Folgen erfolgreich auf dem Spartensender G-TV (Ghost TV). Damon (Chris Perry) und Jack (Josh Folan), die beiden Erfinder der Serie, wollen gemeinsam mit ihren beiden Mitarbeitern Andi (Natalie Wetta) und dem Hightech Experten Jose (Robert Maisonett) eine ganz besondere 50. Folge als Staffelfinale präsentieren. Da kommt ein Angebot des schwerreichen Andrew Worthington Jr. Gerade recht. Der Sohn eines der reichsten Männer von Amerika ist mit gerade einmal 38 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt und sieht seinem baldigen Tod entgegen. Da er in seinem kurzen Leben Frauen hintergangen, Drogen konsumiert und Menschen hintergangen hat, will er nur eines wissen: muss er für alle Zeiten in der Hölle schmoren oder kann er getrost dem Ende entgegen treten. Zu diesem Zweck erlaubt er dem Team von "Paranormal Inspectors" für ein Wochenende Zugang zum Gelände und allen Räumlichkeiten der legendären Irrenanstalt von West Virginia, dem Ort mit den meisten paranormalen Vorkommnissen in den USA. Während Damon und Jack beweisen sollen, dass es für diese Vorkommnisse eine rationale Erklärung gibt, hat Worthington noch einem zweiten Team eine Untersuchung erlaubt: dem Hochschul-Geister-Forschungs-Club um Dylan Miller (Keithen Hergott), die an spirituelle Erscheinungen glauben und beweisen wollen, dass ein dämonischer Geist auf dem Gelände sein Unwesen treibt. Zwischen den beiden Teams kommt es gleich zu Beginn zu enormen Spannungen, doch das sind bald die geringsten Probleme der paranormalen Ermittler.

"Episode 50" ist eine Mischung aus Mockumentary und Found Footage Horror. Der Film zeigt die bislang unter Verschluss gehaltene 50. Folge einer Fake-Reality Show, die natürlich nur ganz zufällig an tatsächlich existierende TV-Formate erinnert. Die Idee, dass es bei so einer Show zu tatsächlichem Horror kommt, ist zwar nicht neu. In der Serie "Geschichten aus der Gruft" etwa gab es eine großartige und wirklich unheimliche Folge mit einem ganz ähnlichen Konzept. Dennoch steckt die Idee voller Potential und gerade der recht ironische Anfang, der Ausschnitte aus der 49. Episode der Reality Show zeigt, ist noch sehr viel versprechend.

Doch leider gibt es besonders zwei Aspekte, die einem wirklich gelungenen Genre-Vertreter im Weg stehen. Der erste Aspekt ist rein technisch. Der Film gibt vor, ein von einer Kameracrew und diversem High Tech Equipment aufgezeichnetes Dokument zu sein, eben eine Fake-Dokumentation oder Mockumentary. Doch viel zu oft werden Kamerawinkel und Schnitte eingesetzt, die unter diesem Aspekt keinen Sinn machen und das Ganze eher wie einen gewöhnlichen Spielfilm erscheinen lassen. Die Macher hätten sich ganz eindeutig für einen Stil entscheiden und diesen dann auch konsequent einhalten müssen, um das Publikum überzeugen zu können. Das ist hier leider nicht gelungen.

Der zweite Aspekt sind die nicht gerade überzeugenden Leistungen der Darsteller, die oftmals arg Laienhaft wirken und so ebenfalls den Spaß an dem Geschehen deutlich schmälern. Das ist insofern schade, da der Film durchaus ein paar nette Gruselmomente und eine stimmige Atmosphäre zu bieten hat, die mit einem etwas höheren Budget und professionelleren Darstellern wahrscheinlich auch effektiver zur Geltung hätten kommen können.

"Episode 50" ist sicherlich kein unerträglicher Trash, dafür gibt es dann doch zu viele gelungene Momente. Doch angesichts des vorhandenen Potentials im Vergleich zu dem, was die Macher aus ihm herausgeholt haben, ist das Ganze dann doch eher enttäuschend, als überzeugend. Wer simpel gestrickten Low Budget Grusel mag und nicht zu großen Wert auf große Schauspielkunst und hochwertige Dialoge liegt, der kann aber trotzdem ruhig einen Blick auf die verschollene "Episode 50" werfen.

Bild + Ton: Obwohl Found Footage Filme und Mockumentarys in der Regel verwackelte Videoaufnahmen zeigen, die meist von qualitativ nicht perfekten Aufnahmegeräten wie Überwachungs-, Handy- oder kleinen Handkameras aufgenommen wurden, bietet "Episode 50" ein erstaunlich gutes, oftmals sogar angenehm ruhiges und scharfes Bild. Dies erklärt sich zumindest in einigen Szenen durch den Einsatz von hochwertigen TV-Kameras. Ansonsten liegen Bildschärfe, Farbmischung und die mitunter leicht überzeichneten Kontraste auf einem für eine solche Low Budget Produktion absolut ordentlichen Niveau. Gleiches gilt auch für den Sound, der über weite Strecken insbesondere von den zentral abgemischten Dialogen bestimmt wird, hier und da aber auch mit gezielt eingesetzten Soundeffekten für gutes Surround-Feeling und eine angenehme Gänsehaut sorgen. Gut!

Extras: Ein Bonusmenü hat die DVD nicht zu bieten. Immerhin gibt es aber über den Punkt "Einstellungen" einen (leider nicht untertitelten) Audiokommentar von Joe und Tess Smalley gemeinsam mit Produzenten Ian Hold, die zu dritt auch das Drehbuch für den Film geschrieben haben. Es ist ein sehr enthusiastischer Kommentar, der den Film ein klein wenig besser erscheinen lässt, als er eigentlich ist.

Fazit: "Episode 50" bietet eine gute Ausgangsidee, die dank einiger effektiver Grusel- und Schockeffekte auch stellenweise richtig gut umgesetzt wurde. Doch leider machen sich immer wieder das geringe Budget, das eher schwache Drehbuch und vor allem das nicht besonders ausgeprägte Talent der Darsteller bemerkbar, wodurch der Unterhaltungs- und Gruselwert leider erheblich geschmälert wird. So ist dieser Beitrag zum "Found Footage" Subgenre zwar ambitioniert und mitunter auch angenehm spannend, doch richtiger Grusel stellt sich leider viel zu selten ein. Da die DVD zudem nicht einmal gutes Bonusmaterial zu bieten hat, sollten sich interessierte Genre-Fans den Film vor einem möglichen Kauf doch lieber erst einmal in einer (Online-)Videothek ausleihen.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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