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Fantastic Four

Fantastic Four

USA 2015 - mit Miles Teller, Michael B. Jordan, Kate Mara, Jamie Bell, Toby Kebbell u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Fantastic Four
Genre:Fantasy, Action
Regie:Josh Trank
Kinostart:13.08.2015
Produktionsland:USA 2015
Laufzeit:ca. 100 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:fantasticfour-film.de
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Superhelden-Filme und Comic-Adaptionen liegen voll im Trend. Man muss schon unter einem Stein leben, um das nicht mitbekommen zu haben. Ob die "Avengers", die "Guardians of the Galaxy" oder zuletzt "Ant-Man", es gibt kaum einen Superhelden, der derzeit nicht die Massen in die Kinos lockt. Und wer die Rechte an solch einem lukrativen Franchise hat, der will daraus natürlich gerade jetzt so viel Profit wie möglich schlagen. In etwa einem Jahr wären die Rechte an den "Fantastic Four" zurück an Marvel gefallen, wenn nicht bis dahin ein neuer Film über das mutierte Quartett in die Kinos kommen würde. Das US-Studio Fox (in Deutschland liegen die Rechte bei Constantin Film), das mit den "X-Men" eines der heißesten Superhelden-Eisen im Feuer hat, wollte das natürlich verhindern und hat nach den beiden künstlerisch wie kommerziell nicht wirklich erfolgreichen Filmen von 2005 und 2007 ein Reboot der Serie in Auftrag gegeben. Als Regisseur wurde Josh Trank engagiert, der seit "Chronicle" zu einem der größten Genre-Hoffnungsträger gehörte. Angesichts der harschen Kritik an Tim Storys Version der "Fantastic Four" und der übergroßen Konkurrenz der anderen Marvel-Helden durften Fans hoffen, dass Studio und Regisseur bei diesem erneuten Anlauf alles richtig machen würden. Und in der ersten Filmhälfte scheint das größtenteils auch tatsächlich gelungen zu sein. Doch dann kommt es leider doch noch ganz dicke…

Der Film ist eine typische "Origin-Story", in der die Zuschauer (schon wieder) erfahren, wie die Fantastic Four zu ihren Kräften und ihrem Namen gekommen sind. Hier geht Trank allerdings ganz andere Wege als zuvor Tim Story. Seine Geschichte beginnt mit einem sehr jungen Reed Richards, der schon als Kind an der Erfindung herumexperimentiert hat, die ihn einige Jahre später als junger Mann (Miles Teller) einen Platz in einer hochdekorierten Forschungseinrichtung von Dr. Franklin Storm (Reg E. Cathey) einbringt. Zusammen mit den Geschwistern Johnny (Michael B. Jordan) und Sue Storm (Kate Mara) und dem genialen Einzelgänger Victor von Doom (Toby Kebbell) entwickelt Reed eine Maschine, die das Tor zu einem Paralleluniversum öffnen kann. Als das Militär nach deren Fertigstellung die Maschine unter ihre Kontrolle reißen möchte, wagen Reed, Johnny und Victor gemeinsam mit Reeds Jugendfreund Ben Grimm (Jamie Bell) auf eigene Faust eine Reise in die fremde Welt – mit katastrophalen Folgen. Victor verunglückt scheinbar tödlich und die anderen werden von genmanipulierender Strahlung getroffen – genau wie Sue, die verzweifelt versucht hat, die Vier zurück in ihre Welt zu holen. Ben wird zu einem riesigen Steinwesen, Johnny zur lebenden Fackel, Sue zur Unsichtbaren und Reed verfügt plötzlich über besonders elastische Gliedmaße. Während er vor dem Militär flieht, um ein Gegenmittel gegen diese Mutationen zu entwickeln, müssen die anderen in einer geheimen Anlage lernen, ihre neu erworbenen Fähigkeiten zum Wohl der Menschheit einzusetzen – so sagt es zumindest das Militär. Ein Jahr später werden sie auf eine besonders harte Probe gestellt, die über das Schicksal der gesamten Menschheit entscheiden könnte…

Regisseur Josh Trank hat sich nach der harschen Kritik mittlerweile öffentlich von dem Film distanziert. Das Studio habe es ihm unmöglich gemacht, seine Vision umzusetzen. Ob nun das Studio die alleinige Schuld trägt oder nicht, kann man als Außenstehender nicht wirklich beurteilen. Doch es gibt etliche Momente des Films, die deutlich Tranks Talent offenbaren und zeigen, dass irgendwo in dem Werk viel Potential für einen wirklich guten Superheldenfilm steckt. Die Szenen, die Reed und Ben als Kinder zeigen etwa sind von einem Hauch Spielbergscher 80er Jahre Nostalgie durchzogen. Und auch die Momente, in denen Reed sich langsam vom nerdigen Landei zum echten Wissenschaftler mit Dimensionen-übergreifenden Forscherdrang entwickelt, haben ihren Reiz. Miles Teller, der zuletzt in dem großartigen Drama "Whiplash" begeistern konnte, überzeugt als jugendlicher Mr. Fantastic ebenso wie Jamie Bell als sein bester Freund Ben und die etwas zu ernste Kate Mara als Sue Storm. Michael B. Jordan ist als Human Torch leider nicht ganz so cool und unterhaltsam wie sein Vorgänger, der jetzige Captain America Chris Evans. Und Toby Kebbell kann als Victor von Doom auch nur in der ersten Filmhälfte als Grunge-Wissenschaftler gefallen. Doch als Doom fällt er schon alleine aufgrund des grässlichen Designs seiner Maske durch.

In dem Moment, in dem die Handlung ein Jahr in die Zukunft springt, nimmt das Chaos seinen Lauf. Die Dynamik zwischen den Darstellern, die davor noch so gut funktioniert hat, wirkt auf einmal äußerst bemüht und die Schauspieler agieren sichtlich demotiviert. Die Special Effects sind mitunter großartig, gerade was Ben Grimm angeht. Doch in zu vielen Szenen wirken sie eher etwas billig (gerade in denen, die auf der fremden Welt spielen, wo es zum großen Showdown des Films kommt). Gerade in diesem für das Genre doch sehr wichtigen Aspekt können sich die "Fantastic Four" einfach nicht mit ihren Kollegen aus den Marvel- oder DC-Universen messen. Die zweite Filmhälfte wirkt wie ein lieblos inszenierter Schnellschuss, der nur in wenigen Momenten die Qualität des wirklich gelungenen Anfangs aufweist.

Man hat als Zuschauer das Gefühl, dass hier wahllos Handlungselemente entfernt wurden. Das Ganze wirkt unfertig und gehetzt, was weder die Darsteller noch die an sich sehr beliebte Vorlage verdient haben. Trotzdem: die Katastrophe, die viele Kritiker in dem Film sehen, ist das Ganze nicht. Trotz offensichtlicher Schwächen, dem miesen Design des Bösewichts und trotz des eher enttäuschenden Finales ist dieses Reboot über weite Strecken unterhaltsam und temporeich umgesetzt. Und es ist auf keinen Fall der schlechteste "Fantastic Four"-Film, der bislang in die Kinos gekommen ist. Doch auch wenn es einen gewissen Unterhaltungsfaktor und einige ordentliche Schauwerte gibt, die Hoffnung auf eine richtig gute "Fantastic Four"-Verfilmung hat sich leider auch dieses Mal nicht erfüllt. Dafür gibt es dann auch nur ein: mit Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Fantastic Four (USA 2015)"
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