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Frankreich Privat – Die sexuellen Geheimnisse einer Familie – DVD

Frankreich Privat – Die sexuellen Geheimnisse einer Familie – DVD

Frankreich 2012 - mit Mathias Melloul, Yan Brian, Valérie Maes, Stephan Hersoen, Leila Denio u.a

Filminfo

Originaltitel:Chroniques sexuelles d`une famille d`aujourd`hui
Genre:Drama
Regie:Pascal Arnold, Jean-Marc Barr
Verkaufsstart:05.10.2012
Produktionsland:Frankreich 2012
Laufzeit:ca. 76 Min. (soft), ca. 82 Min (uncut)
FSK:ab 16 Jahren (soft), ab 18 Jahren (uncut)
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.85:1)
Extras:Interview, Trailer
Regionalcode:2
Label:Pierrot Le Fou
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Amazon Link : Frankreich Privat – Die sexuellen Geheimnisse einer Familie – DVD

Film: Nachdem ihr Sohn Romain (Mathias Melloul) dabei erwischt wird, wie er im Unterricht masturbiert und dies auch noch mit seinem Handy filmt, klingeln bei Mutter Claire (Valérie Maës) die Alarmglocken. Denn bislang war sie davon überzeugt, dass sie und ihr Mann Hervé (Stephan Hersoen) ihre drei Kinder total offen erzogen hätten. Doch jetzt wird ihr klar, dass sie das Thema Sex doch komplett unterdrückt hat, was sie dazu bewegt, die Familie bei einem offenen Gespräch dazu aufzufordern, mit ihrer Sexualität offen umzugehen und sich nicht dafür zu schämen, sie weiter erforschen zu wollen. Und auch, wenn weiter innerhalb der Familie nicht wirklich locker über das Thema gesprochen wird, beginnen nicht nur die Kinder Romain, Marie (Leila Denio) und Pierre (Nathan Duval), sondern auch Claire und Herve ihre Sexualität intensiver auszuleben. Und auch Hervés verwitweter Vater Michel (Yan Brian) steht dazu, dass er in seinem Alter noch Lust und Sehnsüchte hat.

"Frankreich Privat – Die sexuellen Geheimnisse einer Familie" beleuchtet auf erfreulich unverkrampfte Art, wie verschiedene Generationen einer Familie mit ihrer Sexualität, ihren Wünschen, Neigungen und Gefühlen umgehen. Ob der Teenager, der noch lernen muss, was der Unterschied zwischen Lust und Liebe ist. Sein Bruder, der seine sexuelle Identität findet. Die Schwester, die erkennen muss, dass sie Liebe nicht mit Sex erzwingen kann. Die Eltern, die auch in einer gewissen Gewohnheit Erfüllung finden. Und schließlich der Großvater, der eine ganz besondere Beziehung zu einer Prostituierten (Laetitia Favart) pflegt. Jedes Mitglied der Familie ist ein sexuelles Wesen, dessen Identität, Alltag und Liebe von dem Umgang mit den ganz persönlichen Bedürfnissen geprägt wird.

Neben den sehr ästhetisch umgesetzten Sexszenen hat der Film auch ein paar sehr schöne Charaktermomente und amüsante Dialoge zu bieten. Das Gespräch zwischen Claire und ihrem verwitweten Schwiegervater etwa ist sehr emotional und nicht peinlich, was es aufgrund der Thematik leicht hätte sein können. Und wenn sie danach versucht, bei einem gemeinsamen Essen mehr über Pierres Liebesleben zu erfahren, während Hervé sich zur gleichen Zeit eher ungeschickt an einem Männergespräch mit Romain versucht, dann ist das aufgrund seiner Nähe zur Realität äußerst komisch.

Was den Film seine ganz besondere Note verleiht, ist die authentische Darstellung der verschiedenen Arten von Sex. Die schüchterne Annäherung von Romain an seine Angebetete Coralie (Adeline Rebeillard) und ihre ersten zaghaften Berührungen haben so gar nichts mit der Art, in der Pierre seine Sexualität auslebt, gemein. Natürlich lässt sich in Frage stellen, ob es wirklich notwendig ist, die unterschiedlichen Liebesspiele in einer derartigen Deutlichkeit zu zeigen, die schon in der softeren FSK 16 Fassung wenig Spielraum für die eigene Fantasie lässt. Doch andererseits ist eben diese offene und unverkrampfte Darstellung von Sex nur konsequent, ist doch ein ebensolcher Umgang das eigentliche Thema des Films. Hätten die beiden Regisseure ihre Charaktere nur darüber reden lassen, hätten sie bei den Sexszenen dann aber abgeblendet oder die Figuren noch ihre Unterwäsche tragen lassen oder das Ganze züchtig unter der Decke stattfinden lassen, hätte ihnen zurecht eine gewisse Verlogenheit vorgeworfen werden können.

Auch wenn einige Szenen etwas arg geschwätzig daher kommen und es dem Film letztendlich bei aller Authentizität ein wenig an dramaturgischer Tiefe fehlt, so ist "Frankreich Privat – Die sexuellen Geheimnisse einer Familie" doch unterm Strich eine unterhaltsame Mischung aus Drama, Humor und Erotik geworden. Wer französische Arthausunterhaltung der freizügigeren Art mag, der kann sich getrost zur Familie Betrand ins Bett legen. Sehenswert!

Neben der hier besprochenen FSK 16er Fassung erscheint der Film auch in einer knapp 6 Minuten längeren Uncut-Version, die erst ab 18 Jahren freigegeben ist.

Bild + Ton: Da zum Test nur ein datenreduziertes Pressemuster zur Verfügung stand, kann über die finale Bild- und Tonqualität an dieser Stelle keine Wertung abgegeben werden.

Extras: Auch das Bonusmaterial konnte auf der Presse-DVD nicht gesichtet werden. Angekündigt sind der Trailer und Interviews mit Cast & Crew.

Fazit: "Frankreich Privat – Die sexuellen Geheimnisse einer Familie" ist ein mit komödiantischen Elementen aufgelockertes Erotik-Drama, das einen erfreulich unverkrampften Blick auf das Sexualleben verschiedener Generationen wirft. Von ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht über die Erkundung der eigenen Sexualität und der Aufrechterhaltung des Feuers im ehelichen Schlafzimmer bis hin zu den Bedürfnissen eines alternden Witwers werden hier alle Facetten der Lust beleuchtet. Das Ganze gibt es in einer soften, aber immer noch recht freizügigen FSK 16 Version und in einer noch expliziteren FSK 18 Fassung. Beide DVDs haben als Bonus noch einige Interviews zu bieten. Liebhaber von erotischem Kino aus Frankreich und von kurzweiligen gesellschaftlichen Sittengemälden können hier getrost einen Blick durchs Schlüsselloch riskieren.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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