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Frankreich Privat – Die sexuellen Obsessionen einer Schauspielerin – Blu-ray

Frankreich Privat – Die sexuellen Obsessionen einer Schauspielerin – Blu-ray

Frankreich 2014 - mit Jean-Marie Galey, Matt Gras, Aurélie Houguenade, Manuel Lambinet u.a

Filminfo

Originaltitel:4:48
Genre:Drama
Regie:Jacky Katu
Verkaufsstart:30.01.2015
Produktionsland:Frankreich 2014
Laufzeit:ca. 85 Min
FSK:ab 18 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Französisch (DTS-HD MA 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.85:1)
Extras:Trailer
Regionalcode:B
Label:Pierrot le Fou
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Inhalt: Die junge Schauspielerin Anaïs (Aurélie Houguenade) ist zerfressen von Selbstzweifeln. Sie will unbedingt die Hauptrolle in dem Stück "Psychose 4.48" der britischen Dramatikerin Sarah Kane ergattern, bezweifelt aber, dass sie gut genug dafür ist. Bestärkt durch den Rückhalt ihres Freundes Pierre (Manuel Lambinet) bedrängt sie den Regisseur (Jean-Marie Galey) so lange, bis er ihr die Hauptrolle gibt, obwohl die eigentlich schon einer anderen versprochen war. Anaïs will sich dieser gewonnenen Herausforderung nun voll und ganz hingeben. Sie möchte mit ihrer Rolle verschmelzen, wodurch sie immer tiefer in einen selbstzerstörerischen Rausch verfällt, an der ihre Beziehung zu Pierre zerbricht. Doch diesen Preis ist die junge Schauspielerin nur zu gerne bereit zu zahlen, eröffnen sich doch durch die Arbeit an dem Stück ganz neue Perspektiven für ihr eigenes Leben – ob diese auch gut für sie sind, spielt dabei keine Rolle…

"Die sexuellen Obsessionen einer Schauspielerin" ist der vierte Film, der in der Reihe "Frankreich Privat" veröffentlicht wurde. Wie schon bei "Die sexuellen Abenteuer eines verheirateten Mannes" führte auch hier wieder Jacky Katu Regie. Sein improvisiert wirkender Erzählstil und sein recht freizügiger Umgang mit Sexualität kommen auch hier wieder zum Tragen. Was dieses Drama allerdings etwas interessanter macht, ist sein direkter Bezug zum Leben und Schaffen der kontroversen Dramatikerin Sarah Kane, die sich 1999 in London das Leben genommen hat. Dass sich ihr von Depressionen und künstlerischem Ausdruck dominierten Leben auch in der Besessenheit der jungen französischen Schauspielerin wiederspiegelt, dürfte den Film gerade für solche Zuschauer, die mit Kanes Werk, besonders aber mit "Psychose 4.48" vertraut sind, durchaus spannend machen.

Ansonsten aber gilt auch für "Die sexuellen Obsessionen einer Schauspielerin", dass der improvisiert wirkende Stil von Spiel und Inszenierung mitunter etwas sperrig wirken. Zudem ist die von Anfang an sehr hysterisch agierende Hauptfigur auf Dauer extrem anstrengend und nicht gerade ein echter Sympathieträger. Dies trifft eigentlich nur auf ihren Freund Pierre zu, der sich aber schon nach dem ersten Akt aus der Geschichte verabschiedet. Zudem wirkt der Film in seinem Bemühen um Realitätsnähe etwas zu bemüht, um überzeugen zu können. Das trifft sowohl auf die dramaturgischen Aspekte, als auch auf die zahlreichen Sexszenen zu. Diese sind zwar angenehm unverkrampft inszeniert und sind damit ein angenehmer Gegensatz zur üblichen sterilen Hochglanz-Erotik. Dennoch mutet die ganze Inszenierung zu theatralisch, zu überzeichnet an, um sein interessantes Thema auch wirklich mitreißend vermitteln zu können. Daher gilt: Nur für Zuschauer, die sich auf die eigenwillige Inszenierung und die komplizierte Hauptfigur einlassen können oder für alle, die "Die sexuellen Abenteuer eines verheirateten Mannes" mochten, sehenswert!

Bild + Ton: Dass es sich bei dem Drama um eine sehr kleine und kostengünstige Produktion handelt, spiegelt sich auch in der audiovisuellen Umsetzung wieder. Das Bild wirkt in vielen Momenten unruhig, leicht verwaschen oder etwas unscharf, wobei es sich in den meisten Momenten allerdings um bewusst eingesetzte Stilmittel handelt. Dennoch fällt es eher schwer, sich als Zuschauer damit anzufreunden. Der Ton, der in einem recht unspektakulären DTS-HD MA Mix vorliegt, lässt die Dialoge sehr kraftvoll erklingen, hat aber ansonsten kaum Effekte zu bieten, die ein wenig Bewegung in die Surround-Kanäle bringen würden. Für einen Low-Budget Arthaus-Film ist das aber völlig in Ordnung. Gut!

Extras: Als Bonus hält die Disc lediglich den Trailer und weitere Programmtipps des Anbieters parat.

Fazit: "Die sexuellen Obsessionen einer Schauspielerin" ist im Kern eine gute und interessante Studie darüber, was passiert, wenn die Grenzen zwischen einer Rolle und der eigenen Persönlichkeit zunehmend verschwimmen. Doch das sehr improvisiert wirkende Spiel und die von Anfang an unangenehm hysterische Hauptfigur machen dieses Drama zu einer eher anstrengenden Angelegenheit. Doch wem Jacky Katus eigenwilliger Stil oder sein vorheriger Film "Die sexuellen Abenteuer eines verheirateten Mannes" gefällt, der kann auch hier getrost einen Blick riskieren.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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