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Dezember 2018
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Frau Ella

Frau Ella

Deutschland 2013 - mit Matthias Schweighöfer, Ruth Maria Kubitschek, August Diehl, Anna Bederke u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Komödie, Tragikomödie
Regie:Markus Goller
Kinostart:17.10.2013
Produktionsland:Deutschland 2013
Laufzeit:ca. 104 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.frauella.de
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Regisseur Markus Goller hat sich nach dem Überraschungserfolg von "Eine ganz heiße Nummer" vorerst aus seiner bayerischen Heimat verabschiedet, um in Berlin und Frankreich erneut mit Matthias Schweighöfer, dem Hauptdarsteller seines ersten Kinohits "Friendship!" zusammen zu arbeiten. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Florian Beckerhoff erzählt Goller in "Frau Ella" die Geschichte von Sascha (Schweighöfer), der nach einem Streit mit seiner Freundin Lina (Anna Bederke) mit seinem Taxi einen Unfall baut und im Krankenhaus landet. Schlimm genug, dass ihm Lina eröffnet hat, dass er Vater wird, obwohl Sascha für eine solche Verantwortung noch längst nicht bereit ist. Nun muss er auch noch das Krankenzimmer mit der schnarchenden Seniorin Ella (Ruth Maria Kubitschek) teilen.

Zunächst ist Sascha von der Situation völlig genervt. Doch bald freundet er sich mit der liebenswerten und etwas redseligen Frau Ella an und als er herausbekommt, dass sie sich von dem Arzt zu einer für sie sehr gefährlichen Augen-OP hat überreden lassen, fasst der ehemalige Medizinstudent einen drastischen Entschluss: er entführt Frau Ella aus der Klinik und versteckt sie in der Wohnung, die er sich mit seinem besten Freund Klaus (August Diehl) teilt. In Gegenwart der beiden jungen Männer blüht die 87jährige Frau regelrecht auf. Als sie den Freunden von ihrer einzig wahren großen Liebe erzählt, die sie nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Augen verloren hat, beschließen Sascha und Klaus, mit Frau Ella eine Reise in ihre Vergangenheit zu unternehmen – eine Reise, durch die ihre Zukunft entscheidend verändert wird…

"Frau Ella" trägt zu Beginn noch deutliche Züge einer typischen deutschen Komödie aus dem Hause Schweighöfer oder Schweiger. Die etwas zu aufdringlich abgemischte, sehr austauschbare Filmmusik, warme, leicht überstilisiert wirkende Farben und eher direkt inszenierter Humor lassen vermuten, dass "Frau Ella" in eine ganz ähnliche Kerbe schlägt, wie etwa "Schlussmacher" oder "Kokowääh". Doch abgesehen von den offensichtlichen stilistischen Ähnlichkeiten geht die Geschichte schnell ganz eigene Wege. Zugegeben, wirklich neu und frei von allzu gut bekannten Klischees sind auch diese nicht. Dennoch funktioniert "Frau Ella" am Ende sehr gut, was insbesondere den Darstellern und ihrem gut harmonisierenden Spiel zu verdanken ist.

Der Film lebt von dem ungleichen Paar Schweighöfer/Kubitschek, vom Aufeinandertreffen jugendlicher Hitzköpfigkeit und Altersweisheit sowie vom unterschiedlichen Charme und Witz zweier Generationen. Es ist eine sehr effektive Symbiose, bei der jeder Darsteller von den Stärken des anderen profitieren kann. Obwohl Matthias Schweighöfer auf den ersten Blick nur eine geringfügig veränderte Variante der Charaktere seiner letzten Komödien abliefert, wirkt seine Darstellung im Zusammenspiel mit Ruth Maria Kubitschek irgendwie sehr erfrischend und absolut passend und nicht, wie sich am Anfang vielleicht noch befürchten lässt, mittlerweile ein wenig abgenutzt. Aber auch Ruth Maria Kubitschek läuft im Zusammenspiel mit ihren jüngeren Co-Stars zu Bestleistungen auf und kann sowohl in den humorvolleren, als auch in den eher leisen, dramatischen Szenen voll und ganz überzeugen.

Großes Lob verdient auch August Diehl, der als etwas verschrobener Kumpel von Sascha und notorischer Dauersingle eine sehr charmante und oftmals wirklich liebenswert witzige Darstellung abliefert. Das überzeugende Trio spielt sich souverän durch ein solides Drehbuch, das hier und da etwas mehr Biss und Überraschungen hätte vertragen können, das aber insgesamt ausreicht, um den Zuschauern generationsübergreifend nette, kurzweilige Unterhaltung zu bieten. Markus Goller hat eine gelungene Mischung aus gradlinigem Humor und leiseren Tönen inszeniert, die zwar nicht besonders tiefgründig, dafür aber sehr sympathisch ausgefallen ist. Wer Kinokomödien mag, die nicht auf die ganz großen Lacher, sondern eher auf zurückhaltenden Witz setzt und sich hier und da auch einiger Sentimentalitäten bedient, der sollte sich unbedingt mit "Frau Ella" und ihren Begleitern auf den unterhaltsamen Road Trip nach Frankreich begeben. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Frau Ella (Deutschland 2013)"
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