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Fright Night

Fright Night

USA 2011 - mit Anton Yelchin, Colin Farrell, David Tennant, Imogen Poots, Christopher Mintz-Plasse ...

Filminfo

Originaltitel:Fright Night 3D
Genre:Horror, Komödie
Regie:Craig Gillespie
Kinostart:06.10.2011
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 106 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.frightnight-derfilm.de
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Bei dem anhaltenden Vampir-Boom war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch die kleine 80er Jahre Kult-Perle "Fright Night" wiederbelebt wird. Unter der Regie von Craig Gillespie ("Lars und die Frauen") ist eine neue Version entstanden, die trotz typischer Remake-Schwächen erstaunlich gut gelungen ist und sich liebevoll vor dem Original verbeugt, während nebenbei auch noch die zeitgenössischen "Twilight"-Vampire amüsant aufs Korn genommen werden. 

Für Charlie Brewster (Anton Yelchin) läuft eigentlich Alles bestens. Der einstige Nerd hat seine soziale Stellung in seiner Schule durch seine Beziehung zur populären Amy (Imogen Poots) deutlich verbessert, worunter einzig seine Freundschaft zu seinem ehemals besten Kumpel Ed (Christopher Mintz-Plasse) leidet. Als dieser behauptet, dass Charlies neuer Nachbar Jerry (Colin Farell) ein Vampir sei, schenkt ihm Charlie kein Glauben. Doch als Ed spurlos verschwindet, kommen auch in Charlie erste Zweifel auf – Zweifel, die sich sehr bald bestätigen. Denn Jerry ist tatsächlich ein Blutsauger, der nun nicht nur dem neugierigen Jungen, sondern auch seiner Mutter (Toni Colette) und Amy nach dem Leben trachtet. Mit Hilfe des populären Showmagiers Peter Vincent (David Tennant), einem selbsternannten Vampir-Experten, will Charlie Jerry den Garaus machen. Doch dieser Plan erweist sich als schwieriger und gefährlicher, als gedacht... 

Zwar hält sich Gillespies Version von Tom Hollands Kultfilm im Grundgerüst eng an das Original und übernimmt sogar einige Einstellungen fast Eins zu Eins. Und dennoch wurde der Neuauflage eine ganz eigene Note verpasst, die dem Unterhaltungswert sehr entgegen kommt. So ist im Gegensatz zum Original der 2011er Charlie Brewster zu Beginn noch ein Zweifler, während der von Chris Sarandon verkörperte 1985er Charlie, ein eingefleischter Horrorfan, gleich von Anfang an spürt, das mit seinem neuen Nachbarn etwas nicht stimmt. Auch die Figur des Ed wurde dementsprechend geändert, wobei sich Christopher Mintz-Plasse ("Superbad", "Kick-Ass") als perfekte Besetzung für den Möchtegern-Vampirjäger erweist. Die markanteste Änderung aber betrifft die Figur des Peter Vincent. War er im Original noch ein alternder Horrorfilmstar und Moderator der TV-Sendung "Fright Night", so ist er hier ein völlig durchgeknallter, selbstverliebter Magier, der jenseits der Bühne seinen Mitmenschen nicht wirklich viel Sympathie und Respekt entgegen bringt. Dadurch, dass dieser Peter Vincent, grandios dargestellt vom ehemaligen "Doctor Who" David Tennant, so grundverschieden von dem bei Fans besonders geschätzten Original Peter Vincent Roddy McDowall daher kommt, wird geschickt der Vergleich zwischen den beiden Darstellern und ihren Charakteren vermieden. Und das ist, zumindest aus Sicht eines Fans des Originals, die beste Lösung, die den Machern hätte einfallen können. 

Nun zu Colin Farrell, der den Vampir Jerry etwas weniger charmant, dafür aber raubeiniger und nicht weniger bedrohlich angelegt hat, als sein Vorgänger Chris Sarandon. Ob sein netter Seitenhieb auf "Twilight"-Vampir Edward und seine Art, Äpfel aufzufangen, oder seine Jagd auf Charlie, Farrell ist stets mit spürbarem Spaß bei der Sache, was seiner Figur eine gewisse Coolness verleiht, die aus Jerry einen überzeugenden Film-Vampir macht. Auch wenn das Aussehen der Vampire mitunter etwas trashig wirkt, ist es doch schön, dass hier ganz offensichtlich auf das Originaldesign zurückgegriffen wurde. Und wer das Original kennt, wird sich zudem über einen sehr amüsanten Gastauftritt einer der Hauptdarsteller des 85er Films freuen. 

Die Mischung aus Alt und Neu macht aus dem Remake von "Fright Night" einen sehr unterhaltsamen Horror-Spaß, der mit netten Effekten, viel Humor und sogar etwas Spannung punkten kann. Der 3D Effekt kommt zwar kaum zum Tragen, wenn er aber funktioniert, dann richtig gut. Gerade bei der blutigen Konfrontation zwischen Jerry, Charlie und Peter in dessen düsterem Luxusapartment gibt es einige hübsche 3D Momente, die den Spaßfaktor des Films sogar ein wenig erhöhen. Und so gilt: ganz gleich, ob das Original bekannt ist, oder nicht, "Fright Night" dürfte jedem Genre-Fan, der eine Mischung aus Blut, Humor, Spannung und Selbstironie mag, beste Unterhaltung bieten. Absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Fright Night (USA 2011)"
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