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Gambit – Der Masterplan

Gambit – Der Masterplan

USA 2012 - mit Colin Firth, Cameron Diaz, Alan Rickman, Stanley Tucci, Tom Courtenay ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Gambit
Genre:Komödie
Regie:Michael Hoffman
Kinostart:20.06.2013
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 99 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.gambit-derfilm.de
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Harry Dean (Colin Firth) ist ein unscheinbarer Kunstkurator, der seine Arbeit mit nüchterner Korrektheit ausübt und sein Leben in unaufgeregter Routine führt. Doch tief unter seiner kultivierten Fassade brodelt es gewaltig. Denn Harry ist die Beschimpfungen und Demütigungen, die er von seinem arroganten Chef Lionel Shahbandar (Alan Rickman) Tag für Tag über sich ergehen lassen muss, endgültig leid. Und während er nach Außen stets die Contenance wahrt, plant er heimlich einen ganz großen Coup, mit dem er es dem besessenen Kunstsammler so richtig heimzahlen kann. Sein alter Freund und Verbündeter Major Wingate (Tom Courtenay) hat eine nahezu perfekte Fälschung eines Gemäldes, hinter dem Shahbandar schon seit Jahren her ist, geschaffen, das dem Milliardär nun für ein echtes Vermögen untergejubelt werden soll. Als Lockvogel will Harry die Texanerin PJ Puznowski (Cameron Diaz) einsetzen. Das besagte Gemälde soll zufällig bei der Großmutter der Rodeo-Reiterin entdeckt worden sein. Der Plan scheint perfekt, zumal Shahbandar dem Charme von PJ tatsächlich erliegt und großes Interesse an ihr und dem Gemälde zeigt. Doch mit einem hat Harry nicht gerechnet: dass die quirlige Texanerin auch sein Herz deutlich schneller schlagen lässt…

"Gambit – Der Masterplan" basiert lose auf der 1966er Kriminalkomödie "Das Mädchen aus der Cherry-Bar" mit Michael Caine und Shirley MacLaine. Die Coen-Brüder Joel und Ethan haben sich die Oscar-nominierte Komödie als Vorbild für ihr turbulentes Drehbuch genommen, das Michael Hoffman ("Ein russischer Sommer") mit leichter Hand umgesetzt hat. Der Film versucht nie, mehr zu sein, als eine leichte Komödie und schämt sich dabei auch nicht für seine hemmungslos albernen Momente, die nur zum Finale hin etwas übertrieben eingesetzt werden. Zwar ist man von den Coens deutlich Clevereres gewohnt. Dennoch ist es gerade ihr amüsantes Drehbuch, das mit seinem Wortwitz und seinen Slapstick-Einlagen den Film so vergnüglich macht.

Auch wenn nicht jeder Gag sitzt und einige Szenen komödiantisch etwas ungelenk inszeniert sind, funktioniert das Ganze unterm Strich erfreulich gut. Das liegt auch an der nahezu perfekten Besetzung, die sich gut gelaunt durch das turbulente Treiben spielt. Colin Firth wird ja gerne vorgeworfen, er verfüge über eine sehr eingeschränkte, wenn nicht sogar nur auf einen Gesichtsausdruck reduzierte Mimik. Doch genau das passt hier einfach perfekt. Firth ist einfach wunderbar als extrem steifer Brite, der mit der unverkrampft offenen Art von PJ zunächst so gar nichts anfangen kann. Wenn Firth mit der so oft kritisierten Mimik auf die scheinbare Naivität der Texanerin reagiert oder Harrys stets korrekte Wortwahl in Verbindung mit PJs Auftreten zu einem sehr zweideutigen Dialog in einer Hotellobby führt, wird deutlich, dass der Oscar-Preisträger bei einer solchen Rolle all seine Stärken voll und ganz ausspielen kann – ganz zum Vergnügen der Zuschauer.

Aber auch ein herrlich schmierig-fieser Alan Rickman, Stanley Tucci, der den deutschen Kunstexperten Martin Zaidenweber als völlig überzogenes Klischee verkörpert, und auch Cameron Diaz als etwas lautes, aber dennoch charmantes Cowgirl sorgen dafür, dass "Gambit – Der Masterplan" richtig viel Spaß macht. Zugegeben, der Intellekt wird hier nicht besonders gefordert und für so manchen Gag wurde offensichtlich etwas zu tief in der Mottenkiste gewühlt. Doch von kleinen Hängern abgesehen ist Michael Hoffman mit Hilfe der Coen-Brüder und seiner guten Besetzung eine locker-turbulente Komödie gelungen, die es dem Zuschauer leicht macht, einfach mal abzuschalten und sich auf einfache, aber auch charmante Art köstlich zu amüsieren. Wer nicht mehr erwartet, dem werden hier knapp 100 Minuten kurzweilige Unterhaltung geboten, für die dann auch verdient gilt: Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Gambit – Der Masterplan (USA 2012)"
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