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Mai 2018
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Gauguin

Gauguin

Frankreich 2017 - mit Vincent Cassel, Tuheï Adams, Malik Zidi, Pua-Taï Hikutini u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Gauguin
Genre:Drama
Regie:Edouard Deluc
Kinostart:02.11.2017
Produktionsland:Frankreich 2017
Laufzeit:ca. 104 Min
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.studiocanal.de/
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Ende des 19. Jahrhunderts hat der französische Künstler Paul Gauguin (Vincent Cassel) in Paris kein Glück gefunden. Seine Werke werden verschmäht und er lebt in ständiger Armut. Deshalb wählt er das Exil in Französisch-Polynesien. Hier möchte er neue Inspiration für seine Kunst finden, doch es erwarten ihn nur Einsamkeit, Hunger und Krankheit. In der jungen Eingeborenen Tehura (Tuheï Adams) findet Gauguin eine Gefährtin und Muse, die zum Modell seiner bekanntesten Werke werden wird…

Regisseur Edouard Deluc wollte das Lebend es Künstlers Gauguin nicht in einem typischen Biopic abhandeln. Vielmehr wollte er versuchen, den Lebensabschnitt herauszuarbeiten, der den speziellen Stil Gaugins beeinflusst hat, der zu seinen prägendsten und bekanntesten Arbeiten führen sollte. Um diese Geschichte zu erzählen, bediente sich Deluc bewusst der Stilmittel klassischer Western, um dem klaren Korsett eines Biopics zu entkommen. Als Vorlage diente ihm das Buch "Noa Noa", in dem Gaugin seine Reise nach Tahiti aufgezeichnet hat. Das Buch hat der Filmemacher frei interpretiert, die Essenz allerdings wurde beibehalten. In Tehura etwa finden sich mehrere Frauen wieder, denen Gaugin auf seiner Reise begegnet ist.

Trotzdem ist "Gauguin" gerade in Hinsicht auf die Entstehung der Bilder und deren Inspiration sehr um Authentizität bemüht. Und so ist es dann auch wenig verwunderlich, dass der Film auf einer visuellen Ebene absolut beeindruckend ist. Hier strahlt er eine Kraft und eine Lebendigkeit aus, die der dramaturgischen Ebene leider fehlt. Weder den starken Bildern, noch dem intensiven Spiel von Vincent Cassel gelingt es, dem Zuschauer wirklichen Zugang zu der Geschichte oder zu den Figuren zu ermöglichen. Deluc schafft es nicht, die Spannung, die dem ganzen durchaus zugrunde liegt, tatsächlich mitreißend umzusetzen.

Zu oft verliert sich seine Inszenierung in langen Sequenzen, in denen wenig bis gar nichts passiert und in kleinen Momentaufnahmen, die für sich genommen schön anzusehen, im Gesamtkontext aber irgendwie unnötig erscheinen. So versinkt man beim Zusehen schnell in einem Strom aus Langeweile, aus der man erst mit dem Abspann entlassen wird. Der Film ist ein willkommener Versuch, eine Künstlerbiografie zu zeigen, die eben kein handelsübliches Biopic ist. Für Zuschauer, die sich einfach gerne in Bildern verlieren, ist das Ganze dann auch sicherlich sehenswert. Wer aber mehr braucht – etwa sympathische Charaktere oder eine packende Geschichte – die werden von diesem zähen Werk wohl kaum begeistert sein.  

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Gauguin (Frankreich 2017)"
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